Fäustel

Der Fäustel ist der kraftvollste und schwerste einhändig zu führende Hammer. Seinen Namen verdankt der Fäustel wahrscheinlich seiner Ähnlichkeit mit einer geballten Hand (=Faust) – oder vielleicht, weil nur eine feste Faust den kurzstieligen Hammer sicher führen kann!

Fäustel
Der Fäustel in der Mitte trägt seine Schlagkraft offen zur Schau und ist von anderen Hämmern leicht zu unterscheiden. Foto: sidm / DW
Inhalt
  1. Was ist ein Fäustel?
  2. Fäustel aus Hightech-Material
  3. Wilton-Fäustel selbst ausprobiert

Ursprünglich ist der Fäustel das klassische Schlagwerkzeug der Steinmetze: Mit dem Fäustel treibt der Steinmetz den Spaltkeil in den unbehauenen Steinquader. Mit Fäustel und Scharreisen bearbeitet der Steinmetz den Naturmauerstein (= bossieren) und letztlich gibt der Fäustel die Kraft an den Meissel weiter, um kunstvole Skulpturen aus dem harten Stein zu meißeln. Mittlerweile hat sich der Name Fäustel auch in anderen Handwerken etabliert. Der Fäustel wird in der DIN 6475 beschrieben.

 

Was ist ein Fäustel?

Fäustel kaufen

Der Fäustel ist als ein Schlagwerkzeug aus Eisen oder Stahl mit einem Gewicht von 1,0 bis 1,5 kg definiert. Typisch für diesen Hammer ist der schwere Kopf, der über zwei parallele Bahnen verfügt. Diese quadratischen Aufschlagflächen des Fäustels sind gehärtet. Dank des kurzen Stiels lässt sich der Fäustel noch gut einhändig führen, das hohe Gewicht des Hammerkopfes sorgt für eine ausreichend hohe Schlagenergie (gleicht den kürzeren hebel aus).

Auch große zweihändig zu führende Hämmer werden unter Umständen Fäustel genannt, wenn sie zwei Bahnen haben (Im Unterschied z. B. zum klassischen Vorschlaghammer, eine Bahn und eine Pinne besitzt).

 

Fäustel aus Hightech-Material

Fäustel
Picard-Fäustel mit 3-K-Griff bieten eine bessere Ergonomie und dadurch mehr Anwendungssicherheit. Foto: sidm / DW

Dämpfende Griffelemente kommen vor allem bei größerem Kopfgewicht zum Tragen, deshalb setzt z. B. der Hersteller Picard bei Fäusteln auf einen mehrkomponentigen Aufbau. Im Inneren sorgt ein stabiler Fiberglaskern für die nötige Stabilität, der darüberliegende Kunststoff passt sich der Handform des Anwenders an und sorgt für eine sichere Handhabung ohne Nachgreifen. Diese Hämmer sind mit Preisen ab rund 40 Euro etwa doppelt so teuer wie klassische Schlagwerkzeuge mit Holzstiel.

 

Wilton-Fäustel selbst ausprobiert

Wilton Hammer

Voll drauf! Der Wilton Hammer (ab rund 40 Euro beim Jet-Fachhändler) geht nicht kaputt – der Hersteller garantiert dies sogar mit einer Prämie, falls Sie das Schlaggerät bei sachgerechter Nutzung binnen zwei Jahren zerstören sollten. Mit dem gummierten Griff haben Sie den hier gezeigten kompakten Fäustel gut und sicher im Griff, der mit doppelter Bahn ausgestattete Kopf ist sauber angeschliffen und gefast. Bei rund 1,3 Kilogramm Kopfgewicht wiegt dieses Modell insgesamt gut 1700 Gramm – gut handhabbar für kleinere Arbeiten.

"Selbst ausprobiert" Fazit: Wilton-Hammer
  • + Unzerstörbarer Fäustel mit Stahleinlagen
  • + Gummierter, geformter Griff gegen Abrutschen
  • + Kopf sauber gegossen und nachbearbeitet
  • + Günstiges Verhältnis von Gesamt- und Kopfgewicht

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2013

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