Holzspalter-Test 2021 7 elektrische Holzspalter im Vergleich

Elektrische Holzspalter sind eine kräfteschonende Alternative zur Spaltaxt. Sicherheitsmängel trüben aber die guten Praxisergebnisse. Wir haben im elektrischen Holzspalter-Test mit dem TÜV Rheinland 7 Spalter verglichen.

Elektrische Holzspalter Test
Inhalt
  1. Welcher ist der beste Holzspalter im Test?
  2. Welchen elektrischen Holzspalter soll ich kaufen?
  3. Elektrischen Holzspalter-Vergleich herunterladen

Die gute Nachricht: Schon vergleichsweise preiswerte elektrische Holzspalter im Vergleich können mit üblichem Haushaltsstrom aus Buchen- und Eichenstamm-Abschnitten kaminfertiges Brennholz spalten. Kaminbesitzer haben den Kaufpreis einer solchen Maschine schon in wenigen Heizperioden erwirtschaftet.

Diese Marken haben wir getestet:
  • AL-KO
  • Atika
  • Güde
  • Scheppach

Im Test der elektrischen Holzspalter erhielt kein Spalter die Bestnote "sehr gut". Auch ein "gutes" Testergebnis wurde nicht erzielt. Immerhin erreichten zwei ein "befriedigend". Die übrigen fünf Maschinen fielen mit einem "mangelhaft" durch. Neben den aufgelisteten Marken haben wir auch ein Gerät des Herstellers Imlex getestet.

Positiv ist auch, dass die verschärften Sicherheitsanforderungen der aktuellen Norm die praktische Nutzung nur wenig behindern. Vor allem bei den horizontal arbeitenden Liegendspaltern fallen um die eigentliche Spalthydraulik herum gebaute blecherne Schutzkörbe sofort auf. Zwar begrenzen sie den Durchmesser der maximal spaltbaren Stämme, in der Praxis behindern sie die Arbeit jedoch kaum. Die Käfige bringen dabei einen deutlichen Sicherheitsgewinn. Beim Bearbeiten vor allem abgelagerter Harthölzer kann es beim Spaltvorgang zu einer schlagartigen Entspannung des Spaltdrucks kommen – dann fliegen die getrennten Holzteile schon mal einige Meter weit und können Anwender und in der Nähe hantierende Helfer verletzen. Die Blechabdeckungen bremsen hier die freigesetzte Energie. Allerdings sollten Helfer nicht in der Flucht des Auswurfkanals am Spalter stehen.

Wie funktioniert ein elektrischer Holzspalter?

Die meisten Holzspalter werden mit einem Motor angetrieben und sind mit einer Hydraulik ausgestattet. Gerade moderne Geräte, wie die hydraulischen Holzspalter in unserem Test, haben zur Unfallvermeidung eine Zweihandsteuerung. Bei dieser Zwei-Hand-Sicherheitsbedienung muss man beide Hände nutzen. Auch wenn man zwischen stehenden und liegenden Holzspaltern unterscheidet, ist die Funktionsweise beider Modelle gleich.

Gartenpflege
Liegend-Holzspalter

Holzspalter trennen Stammabschnitte in kamingerechtes Scheitholz

Der Elektromotor erzeugt einen hydraulischen Druck, durch den der Spaltkeil in das Holz getrieben wird. Das Holz zerbricht in min. zwei Teile. Es gibt auch aufsteckbare Spaltkreuze, die das Holz sogar in vier Teile zerbrechen. Dadurch geht die Arbeit noch schneller. Zusätzlicher Pluspunkt des Spaltkeils: Das geviertelte Holz trocknet schneller und kann somit auch frühzeitiger als Brennholz genutzt werden.
Praxistipp: Die Spaltkraft wird im Tonnen angegeben.

 

Welcher ist der beste Holzspalter im Test?

Wenn man sich einen Holzspalter mit elektrischem Antrieb kaufen möchte, überlegt man lange, bis man sich entscheidend. Denn die Geräte sind nicht gerade günstig. Doch unser Test verrät Ihnen, welcher Holzspalter zu empfehlen ist und von welchem Sie besser die Finger lassen. Welche Vor- und Nachteile wir bei den Elektro-Holzspaltern im Vergleich beobachten konnten, erfahren Sie hier.

Positiv aufgefallen im Holzspalter-Test

  • Alle können gut mit Handschuhen bedient werden.
  • Riffelungen an den Greifarmen halten das Holz in Position.
  • Die Montage geht bei allen Spaltern einfach.

Negativ aufgefallen im Holzspalter-Test

  • Am zurückgleitenden Querbolzen der liegenden Holzspalter können sich Helfer empfindlich die Finger quetschen.
  • Keines der getesteten Geräte hält alle aktuellen Anforderungen der Prüfgrundlagen ein.
  • Bei allen Spaltern kann die Zweihand-Schaltung, mit der ein Eingreifen der bedienenden Person während des Spaltvorgangs ausgeschlossen werden soll, mit einfachen Mitteln außer Betrieb gesetzt werden.
Hier drückt der Handschutz gegen den Arm des Bedieners. Foto: sidm / CK
 

Welchen elektrischen Holzspalter soll ich kaufen?

Und worauf muss man dann achten, wenn man sich für einen elektrischen Brennholzspalter entscheiden möchte? Wir haben fünf Dinge besonders genau betrachtet. Wenn Sie auf diese Dinge achten, werden auch Sie einen geeigneten Holzspalter finden. 

  • Erstmontage: Bei einigen Geräten war die Erstmontage extrem langwierig, da der Schutzkäfig aus Einzelteilen mit dutzenden Schrauben montiert werden muss. Bei einigen frustrierte zusätzlich eine unzureichende Anleitung zur Montage.
  • Bedienung: Bedienelemente, die Zugänglichkeit des Arbeitsraums und die Abfuhr der Scheite haben wir im Test vergleichend bewertet. Außerdem haben wir verglichen, wie gut die schweren Geräte bewegt werden können.
  • Tempo: Wie schnell fährt die Schneide ins Holz und wie lange dauert es, bis nach dem Trennvorgang der nächste Stammabschnitt eingelegt werden kann?
  • Spaltdruck: Werden die in der Anleitung genannten Spaltwerte tatsächlich erreicht? Wir haben die Spaltleistung in der kleinsten und größten angegebenen Hubstellung gemessen und bewertet.
  • Sicherheit: Da es viele Unfälle mit Brennholzspaltern gibt, wurden die Geräte einem Sicherheits-Check beim TÜV Rheinland unterzogen.

Sie fragen sich, welche elektrischen Brennholzspalter wird getestet haben? Das erfahren Sie in der Testtabelle (Download weiter unten). Doch eine Auswahl der Holzspalter aus dem Vergleich, stellen wir Ihnen hier kurz vor.


Modell: Atika ASP 5 N-2
Gewicht (kg): 55
Max. Spaltkraft (Tonnen): 5-25, 20-52
Motorleistung (Watt): 2200
Fazit: Gutes Spalten, kurze Scheite werden nicht getrennt, Maximaldurchmesser zu groß


Modell: Atika ASP 6 L-2
Gewicht (kg): 99
Max. Spaltkraft (Tonnen): 8-30, 10-55
Motorleistung (Watt): 3000
Fazit: Gutes Spalten, jedoch schlechte Fixierung von Extremformaten


Modell: Güde 500/8TE
Gewicht (kg): 115
Max. Spaltkraft (Tonnen): 5-35, 25-50
Motorleistung (Watt): 3500
Fazit: Gutes Spalten, jedoch schlechte Fixierung von Extremformaten


Modell: Scheppach Holzspalter HL 760 L
Gewicht (kg): 59
Max. Spaltkraft (Tonnen): 5-25, 20-52
Motorleistung (Watt): 2200
Fazit: Gutes Spalten auch extremer Formate, aufwendige Erstmontage


 

Elektrischen Holzspalter-Vergleich herunterladen

Test: Elektrische Holzspalter
Umfang: 6 Seiten
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Sieben elektrische Holzspalter ließen wir gegeneinander antreten. Wenn Sie sich jetzt unsere Ergebnisse herunterladen erfahren Sie, welcher Holzspalter unsere Tester*Innen überzeugen konnten. Neben den Testsiegern verraten wir dort alle detaillierten Ergebnisse aus dem Vergleich und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Den gesamten Test erhalten Sie hier zum Download >>

Was kostet ein elektrischer Holzspalter?

Die Preispanne bei Brennholzspaltern geht weit auseinander. Denn beim Preis kommt es auch darauf an, welchen Sie sich zulegen möchten. So kommt es z.B. auf die Antriebsart und die Leistung an. Die Elektro-Holzspalter aus unserem Test kosteten zwischen 240 und 550 Euro. Obwohl Holzspalter damit nicht günstig sind, rentiert sich diese Maschine schnell. Wer nicht direkt einen hochpreisigen Holzspalter kaufen möchte, kann sich auch nach einem günstigeren Modell umschauen oder sich den Preis mit einem Nachbarn oder Freund teilen. Dabei sollten Sie aber unbedingt darauf achten, dass die Benutzung sicher ist.
Praxistipp: Wer vor dem Kauf einen elektrischen Brennholzspalter testen möchte, kann sich oftmals im Baumarkt einen leihen. 

Holzwerkstatt
Werkzeugverleih

Wir geben Tipps, was Sie beim Mieten von großen Geräten wie Bagger und Co. beachten sollten

Liegend Holzspalter oder stehend?

Liegend-Holzspalter werden auch Horizontalspalter genannt und sind das ideale Gerät für Anfänger. Sie können meist eine max. Holzlänge von 52 cm spalten. Die Spaltkraft bei Horizontalspaltern ist geringer, aber für das Spalten von Brennholz im privaten Haushalt gut geeignet.

Stehende werden auch Senkrechtspalter genannt und haben eine höhere Spaltleistung. Sie spalten das Holz von oben nach unten. Gerade bei langen Holzstücken sind liegende besser geeignet. Sie sind vergleichsweise aber auch deutlich teurer.

Quelle: selbst ist der Mann 10 / 2021

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