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Geht auch ganz einfach:

Einbaubadewanne Badewanne einbauen – inkl. Schallschutz-Montage

Es muss ja nicht gleich das ganze Bad erneuert werden, schon eine neue Einbaubadewanne sorgt für Wohlbefinden. Bei der Wahl sollte das Material im Fokus stehen. 

Das Geld auf dem Konto ist nichts mehr wert, warum also nicht in eine neue Einbaubadewanne investieren? Dusch-und Badewannen können unabhängig vom Rest des Bades erneuert werden, sofern man sich an ähnliche Einbaumaße hält. Wer das Bad komplett saniert, ist ohnehin frei in seiner Auswahl. Keinesfalls jedoch sollte man sein Augenmerk nur auf Form und Funktion der neuen Einbaubadewanne legen. Denn inwieweit sie lange hält und Freude bereitet, hängt auch ganz entschieden von Material und Qualität ab.

 

Einbaubadewanne mit Schallschutz

Damit das Wasser in der Badewanne keine störenden Geräusche verursacht, sollten Sie die Einbaubadewanne mit einem Schallschutz ausstatten. Wenn Sie also eine neue Badewanne einbauen, ist der ideale Zeitpunkt, um sich darum zu kümmern.

Bad Wanne verkleiden
Badewanne einbauen

Der Einbau einer Badewanne ist nicht schwer, wenn Sie einige Grundregeln beachten

Beim Einbau der Badewanne können Sie überlegen, ob Sie die Wanne auf Stellfüße stellen, oder einen Wannenträger nutzen. Ein Wannenträger ist schalldämmender und auch praktischer. Wie genau der Schallschutz bei einer Wanne aussieht, sehen Sie in der Bildergalerie oben >>

 

Einbauwannen: Das Material

Zunehmend beliebter werden Verbundwerkstoffe aus mineralischen Bestandteilen und Kunstharzen, Mineralguss genannt. Und das aus gutem Grund: Sie sind fast so stabil wie Stahlemaille, kühlen aber nicht so schnell aus, bieten hohen Schallschutz und fühlen sich wie Acrylwannen direkt warm und angenehm an. Dass man bei der Pflege genau aufs jeweilige Putzmittel achten muss, gilt allerdings in hohem Maße für Acrylwannen. Raue Schwämme und Scheuerpulver sind dann beim Bad putzen tabu, sofern man nicht schnell feinste Kratzer verursachen möchte. Relativ schmerzfrei sind hierbei Stahlemaille- und auch Keramikwannen, wobei letztere kaum eine Rolle auf dem Markt spielen. Weitere Vor- und Nachteile erfahren Sie in der folgenden Übersicht:

  • Gusseisen: Eisen-Kohlenstoff-Legierung mit hohem Kohlenstoffgehalt, das in Formen gegossen zu einer Wanne wird. 19. bis Mitte 20. Jahrhundert war das die Standardwanne in allen Bädern. Heute nur noch selten, neu zum Teil in Kombination mit Stahlemaille. Vorteile: Ziemlich temperatur- und formbeständig, korrosionsfest, stabil. Nachteile: Sehr schwer, kalt, mittlerweile relativ teuer, nicht so einfach und vielfältig formbar.
  • Acryl: Durchgefärbte Acrylplatten, die erhitzt, geformt und mit glasfaserverstärktem Polyesterharz ummantelt werden. Stärke ca. 3 bis 5 mm (mindestens 4 mm sollten es sein). Wichtig: ca. 9 mm starker Boden. Vorteile: Sehr gut formbar, geringes Gewicht, preiswert, schallgedämmt, warme Oberfläche, reparaturfreundlich (z. T. schleifbar). Nachteile: Empfindlich gegen scharfe Reiniger, kratzempfindlich, Verfärbungen bei Badezusätzen möglich.
Einbaubadewannen aus Acryl sind günstig und schallgedämmt. Foto: Hersteller / Keramag
  • Mineralguss: Verbundwerkstoff aus Kunstharz und mineralischen Füllstoffen. Vorteile: Sehr gut formbar, glatte und reinigungsfreundliche Oberfläche, schalldämmend, geringe Wärmeleitfähigkeit/hohe Wärmeisolierung (hält das Badewasser warm), beständig gegen chemische und mechanische Einflüsse, reparaturfreundlich (z. T. sogar schleifbar). Nachteile: Relativ teuer, unter Umständen Verfärbungen durch Haarfärbemittel möglich.
  • Keramik: Verbundwerkstoff aus Ton, Kaolin und mineralischen Füllstoffen. Wird vor allem für WCs, Bidets, Urinale und Waschtische verwendet, selten für meist freistehende Wannen. Vorteile: Glatte und reinigungsfreundliche und hygienische Oberfläche, chemisch beständig, kratzfest, lichtecht, gut formbar. Nachteile: Teuer, schwer (Vorsicht Deckenlast im Altbau!) und nicht absolut bruchfest (spitze Gegenstände sollten nicht hineinfallen).
  • Stahlemaille: Verbundwerkstoff aus geschmolzenem Glas und Stahlblech. Stärke etwa 2 bis 3,5 mm (mindestens 2,3 mm sollten es sein). Vorteile: Sehr strapazierfähig, reinigungsfreundlich, unempfindlich gegen Kratzer (die sich mit Reparatursets ausbessern lassen), glatte und hygienische Oberfläche, korrosionsgeschützt, relativ preiswert. Nachteile: Relativ hohes Gewicht, beim Einstieg erst mal kalt, nicht so einfach und vielfältig formbar.
Stahlemaille besteht aus Stahl und Glas und ist recht unempfindlich. Foto: Hersteller / Kaldewei
  • Holz: Früher kamen wasserfeste Hölzer wie Lärche, Kambala oder Teak zum Einsatz, dank ausgefeilter Beschichtungsmittel geht es heute auch mit anderen Hölzern (nur nicht mit Buche oder Ahorn). Wichtig: Ein abgestimmter Beschichtungsaufbau aus mehreren Lagen Imprägnierung, Grundierung und Endbehandlung, ob mit Lack oder Öl. Vorteile: Hohe Wärmespeicherung, durchaus hygienisch, langlebig. Nachteile: Teuer, pflegeintensiv.

In der Regel wird man sich zwischen Stahlemaille, Mineralguss und Sanitäracryl entscheiden. Achten Sie in allen Fällen auf Materialstärken und -zusammensetzung. Sind diese nicht angegeben, erfragen Sie sie und vergleichen mit anderen Wannen des gleichen Materials. Und achten Sie darauf, ein passendes Anschlussset zu besorgen, sofern Sie die Installation selbst übernehmen. Je nach genauer Materialzusammensetzung finden sich von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Bezeichnungen. Bekannt ist sicherlich Quaryl von Villeroy & Boch, aber auch Corian von DuPont findet sich bei vielen Wannenherstellern. Die unterschiedliche Materialzusammensetzung erfordert allerdings stets einen genauen Blick auf die angegebenen Eigenschaften und vor allem Pflegehinweise – Mineralguss ist nie gleich Mineralguss.

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2018

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