Eichenprozessionsspinner und Hund Wie gefährlich ist der Eichenprozessionsspinner für Hunde?

25 °C, strahlender Sonnenschein, ein wunderschöner Tag für einen Waldspaziergang mit Hund. Zumindest bis Ihr Vierbeiner jaulend aus dem Gebüsch stürmt: die Nase wund, die Augen angeschwollen, Speichel aus dem Maul tropfend. Was ihn so zugerichtet hat, ist nicht etwa eine giftige Pflanze oder eine gefährliche Giftschlange, sondern eine kleine unscheinbare Schmetterlingsraupe: der Eichenprozessionsspinner!

Inhalt
  1. Wie reagieren Hunde auf Eichenprozessionsspinner?
  2. Eichenprozessionsspinner und Hund: Erste-Hilfe-Maßnahmen
  3. Eichenprozessionsspinner: Hund schützen

Vom Eichenprozessionsspinner hat mittlerweile jeder schon einmal gehört. Die Nachrichten sind jeden Sommer voll von Horror-Berichten über die gefährliche Raupe. Die Gefahr für unsere lieben Vierbeiner bleibt dabei jedoch häufig unerwähnt. Dabei ist die Kombination Eichenprozessionsspinner und Hund noch viel gefährlich als Raupe und Mensch. Bei einem einfachen Hautausschlag bleibt es nämlich leider meist nicht. Der Grund: Die Hunde schnüffeln unter befallenen Eichenbäumen und an den Eichen selbst. Neugierige Exemplare stecken ihre Nase in die Nester oder nehmen diese sogar in den Mund.

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Wie reagieren Hunde auf Eichenprozessionsspinner?

Ein juckender Hautausschlag und vielleicht ein lästiger Husten – für Menschen ist der Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner zwar nervig, aber meist nicht weiter schlimm. Bei Hunden sieht das schon anders aus. Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Quaddeln und Knötchen treten bei Hunden besonders schmerzhaft an den empfindlichsten Stellen auf: Pfoten, Nase, Augen und Mund. Besonders wenn die Brennhaare in den Mund gelangen, steht ein sofortiger Besuch beim Tierarzt an! Die Zunge kann anschwellen, der Hund keine Luft mehr bekommen und im schlimmsten Fall sterben große Teile der Zunge ab.

Hundekopf
Maul, Nase und Augen sind am häufigsten von den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners betroffen. Foto: susanne906 / Pixabay

Praxistipp: Nicht nur Hunde reagieren empfindlich auf Eichenprozessionsspinner. Auch Katzen sollten Sie bei den oben aufgeführten Symptomen sofort zu einem Tierarzt bringen!

 

Eichenprozessionsspinner und Hund: Erste-Hilfe-Maßnahmen

Hat Ihr Hund Brennhaare ins Maul bekommen oder gar schon Probleme beim Atmen, führt der Weg ohne Umwege zum Tierarzt. Sind bislang nur Pfoten und/oder Nase betroffen, halten Sie ihn unbedingt davon ab, sich an den Stellen zu lecken. Dann gilt es den Vierbeiner zunächst vor der Tür gründlich mit einem Gartenschlauch abzuspritzen, damit er keine Brennhaare in die Wohnung trägt. Anschließend gründlich in der Badewanne waschen und durchbürsten. Vergessen Sie dabei auch nie, sich selbst zu schützen, während Sie Ihrem Hund helfen. Handschuhe sind Pflicht, am besten auch langärmelige Kleidung und eine Atemschutzmaske.

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Praxistipp: Tragen Sie beim Gassi gehen immer eine Wasserflasche mit sich. Das kühlt und sorgt für eine erste kurze Linderung.

 

Eichenprozessionsspinner: Hund schützen

Der beste Schutz ist, wenn Ihr Hund gar nicht erst mit den Raupen in Kontakt kommt. Meiden Sie daher vor allem in der Zeit von Mai bis Juli (freistehende) Eichenbäume. Doch auch später im Jahr ist die Gefahr noch nicht gebannt. Die gefährlichen Brennhaare bleiben in den Nestern zurück, verteilen sich unter den Bäumen und bleiben mehrere Jahre lang giftig. Behalten Sie Ihren Hund daher besonders in Eichenwäldern immer im Blick.

Eichenprozessionsspinner Nahaufnahme
Foto:  Accipiter (R. Altenkamp, Berlin), Thaumetopoea processionea 100613, CC BY-SA 3.0
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