Dachausbau Giebelwände nachträglich dämmen

Nicht gedämmte Gaubenwangen oder Abseiten sind häufige Fehler beim Dachausbau und können schwerwiegende Folgen haben. Doch glücklicherweise können Sie Ihre Giebelwände auch nachträglich noch dämmen.

Häufig ist die Dämmung im Dachgeschoss nicht ausreichend verarbeitet. Besonders Altbauten entsprechen meist nicht den heutzutage für neu errichtete Häuser geltenden Vorschriften der Energieeinsparverordnung (EnEV). Das ist einerseits schädlich für die Umwelt und stellt andrerseits eine Gefahr für Sie dar. Eine unzureichende Dämmung sorgt für ein schlechtes Raumklima, hohe Stromkosten und kann langfristig zu starken Schäden durch Schimmelbefall führen. Um allzu große Schäden zu vermeiden, sollte frühstmöglich überprüft werden, ob Sie die Giebelwände nachträglich dämmen sollten. Doch wie erkennt man, ob eine nachträgliche Dämmung nötig ist?

Eine Möglichkeit um Hinweise auf eine unzureichende Dämmung Ihres Daches zu erhalten ist, dieses im Winter bei Schneefall zu beobachten. Gut gedämmte Dachflächen weisen meist eine geschlossene Schneedecke auf. Sollte sich der Schnee auf Ihrem Dach schnell auflösen oder unregelmäßig schmilzen, deutet dies auf eine schlechte, beziehungsweise eine nicht gleichmäßig verarbeitete Dämmung hin. Der Grund dafür ist, dass Wärme aus dem beheizten Dachgeschoss die Dachpfannen aufheizt. Aber auch eine kalte Giebelwand, verdächtiges ,,Ziehen'' und unverhältnismäßig hohe Energiekosten können schon Aufschluss über die Dämmsituation geben.
Auf der sicheren Seite sind Sie allerdings erst dann, wenn Fachpersonal mittels analytischer Methoden wie der Termographie oder dem Blower-Door-Test genaue Ergebnisse bringt. Das ist allerdings nicht ganz günstig: Für umfangreiche Untersuchung verlangen spezialisierte Fachfirmen etwa 250 bis 400 € – bedenken SIe dabei allerdings immer, dass eine ordentliche, nachträgliche Giebelwand-Dämmung eine große und dauerhafte Ersparnis bei Stromkosten zur Folge hat.

Giebelwände nachträglich dämmen

Eine löchrige Schneedecke auf dem Dach kann ein Indiz für eine unzureichende Dämmung des Dachgeschosses sein. Foto: Pixabay/WikimedialImages

Für die nachträgliche Dachdämmung gibt es unterschiedliche Methoden. In der Montageanleitung wurden die CW-Ständerprofile von Knauf als Basis verwendet und zwischen diesen die Dämmung zum Wärme- und Schallschutz angebracht. Diese Methode eignet sich gut zur Eigenmontage und ist mit 1,50 €/m Metall-Profil eine recht günstige Variante der nachträglichen Dämmung von Giebelwänden. Die Pofile können mit einer Blechschere individuell an die Maße Ihres Dachgeschosses angepasst werden, zusätzlich muss natürlich das Dämmmaterial gekauft werden. Alternativ kann auch nachträglich von außen gedämmt werden. Eine Aufsparrendämmung, bei der das Dämmmaterial auf den Dachsparren angebracht werden, ist allerdings die teuerste Methode der Dämmung und lohnt sich im Regelfall nur bei Neubauten oder einer Neueindeckung.

Quelle: Sonderheft 3 / 2019

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