Bodenbeschichtung

Aus selbst ist der Mann 10/2018

Für Nutzflächen im Keller oder anderswo braucht man keinen Bodenbelag, hier reicht ein Anstrich mit Fußbodenfarbe aus. Lesen Sie, wie Sie die Bodenbeschichtung fachgerecht aufbringen und für welche Räume spezieller Flüssigkunststoff angezeigt ist.

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Bodenbeschichtung

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Eine Bodenbeschichtung ist viel unkomplizierte als zu Beispiel das verlegen von Fliesen im Keller. So geht's:
Tragfähigen Betonboden oder Zementestrich gründlich abfegen oder besser noch absaugen.

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Beim Erstanstrich diese Fußbodenfarbe innen mit 50, außen mit 10 Prozent Wasser verdünnen und auftragen (auf Altanstrich mit 10 Prozent).

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Nach etwa 24 Stunden den Deckanstrich unverdünnt auftragen. Beginnen Sie im Sockelbereich. Ein Brett als Anschlag hilft, einen geraden Strich zu ziehen.

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Dann die Fläche in Richtung Tür rollen. Eine Farbwanne ist meist nötig, da die Gebinde zu klein sind, um eine Rolle eintauchen zu können.
Produkttipp: Glasurit Zement- und Fußbodenfarbe, 2,5 l ca. 47 Euro, Verbrauch ca. 125 ml/m².

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Voll belastbar ist der Boden dann nach 1 bis 3 Tagen.

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Baufix Boden-Flüssigkunststoff: Acrylatdispersion, 5-l-Gebinde. Verbrauch: ca. 160 ml/m². Farben: Hell-, Dunkel- und Mittelgrau, Rotbraun, Sand. 5 l ca. 20 Euro
Verarbeitung: Grundanstrich auf neuen Beton/Zementestrich mit 30 Prozent verdünnt, auf Altanstrichen unverdünnt. Schluss anstriche in beiden Fällen unverdünnt auftragen.

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Hornbach Zement- und Bodenfarbe: Acrylatdispersion, 750 ml, 2,5 l, 5 l. Verbrauch: ca. 100 ml/m². Farben: Hellgrau, Mittel- und Rotbraun, Sandbeige, Weiß. 2,5 l ca. 25 Euro
Verarbeitung: Grundanstrich auf Altanstrichen unverdünnt, auf neuem Beton/Zementestrich 20 Prozent verdünnt auftragen, Deckanstrich ein- bis zweimal unverdünnt.

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OBI Fußbodenfarbe: Acrylatdispersion, 750 ml/2,5 l. Verbrauch: ca. 160 ml/m². Farben: Beige, Beton-/Blau-/Kiesel-/Silberu. Beigegrau, Cremeweiß, Nussbraun, Oxidrot, Grün. 2,5 l ca. 30 Euro
Verarbeitung: Grundanstrich auf Betonboden und Zementestrich innen und außen 10 Prozent verdünnt, ein- bis zweimal Schluss-/Deckanstrich unverdünnt auftragen.

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Schöner Wohnen Acryl Bodensiegel: Acrylatdispersion, 750 ml, 2,5 l. Verbrauch: ca. 150 bis 200 ml/m². Farben: Blau-/Stein-/Kiesel- und Silbergrau. 2,5 l ca. 36 Euro
Verarbeitung: Grundanstrich auf unbehandelten Betonböden und Zement estrich 20 Prozent verdünnt, Deckanstrich hier und auf Altanstrichen zweimal unverdünnt auftragen.

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Swing Color (Bauhaus) Fußbodenfarbe 2in1: Acrylatdispersion, 750 ml, 2,5 l. Verbrauch: ca. 100 bis 110 ml/m². Farben: laut aktueller Farbtonkarte (elf Farbtöne). 2,5 l ca. 30 Euro
Verarbeitung: Grundanstrich auf unbehandelten Betonböden und Zementestrich 20 Prozent verdünnt plus zwei Deckanstriche; intakte Altanstriche einmal mit unverdünnter Farbe.

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Herkömmliche Fußbodenfarbe für Betonböden und Zementestrich eignen sich nur für normal genutzte Wohn- und Kellerbereiche. Für Heizungskeller und Garagenböden benötigt man spezielle Beschichtungen, die entweder einer extremen Abriebbelastung durch Autoreifen standhalten oder eben resistent und absperrend gegenüber Heizöl sind. Gerade im Fall von Garagen handelt es sich oft um zweikomponentige Schutzanstriche, zum Beispiel mit Epoxidharz, oder zumindest um lösemittelhaltige Lacke. Gute Belüftung und das Tragen von Schutzhandschuhen sei hier also empfohlen. Und übrigens: Spezialprodukte, vor allem für Garagen, sind meist deutlich teurer als klassische Bodenfarbe, weil sie eben auch teure Zusätze und Bestandteile wie z. B. Epoxidharz enthalten.

Sicherlich ist es einfacher, einen Boden mit Flüssigkunststoff zu streichen, als darauf Fliesen oder andere Beläge zu verlegen. Um eine ordentliche und langlebige Bodenbeschichtung zu erzielen, sollte man aber nicht auf eine sorgfältige Untergrundvorbereitung verzichten. Doch was heißt das für die Bodenbeschichtung?

Checkliste Werkzeug

  • Besen

  • Farbrolle

  • Farbwanne

  • Pinsel

  • Quast

Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob es sich um einen neuen zementären Untergrund handelt oder um einen alten, gar beschichteten Boden. Ein frischer Estrich oder auch nur wenige mit Mörtel ausgebesserte Stellen müssen mindestens vier bis sechs Wochen durchgetrocknet sein, bevor sie mit Fußbodenfarbe gestrichen werden können.

Bodenbeschichtung für den Keller

Ist der Untergrund älter, aber schon einmal beschichtet worden, muss man den Altanstrich überprüfen. Ist er sehr glatt, kann es sich um eine zweikomponentige Beschichtung handeln, auch daran zu erkennen, dass sie sich mit Universalverdünnung nicht anlösen lässt. In dem Fall muss man die Fläche anschleifen, bis sie matt und entsprechend rau ist.

Grundsätzlich muss der Untergrund für die neue Bodenbeschichtung natürlich sauber und fest sein. Bröselnder Zement oder abblätternde Altanstriche also stets ausbessern bzw. entfernen. Beim Säubern des Untergrunds auch hartnäckigen Flecken Beachtung schenken – gerade fettige Substanzen wie Öl muss man entfernen, da darauf kein Lack haftet. Geeignete Spezialreiniger gibt es teilweise in Drogerien und oftmals in Baumärkten.
Praxistipp: Manche Farbhersteller empfehlen sogar das Dampfstrahlen, um so jegliche Verschmutzungen, Ruß oder kreidende Bestandteile vom Untergrund zu entfernen.

Kommt beim Reinigen allerdings viel Wasser ins Spiel, muss man danach die Zeit zum Trocknen einkalkulieren – der Untergrund muss vorm Streichen trocken sein! Spezielle Grundierungen sind in der Regel nicht nötig bzw. erhältlich. Die meisten Hersteller empfehlen einen Grundanstrich mit verdünnter Bodenfarbe. Hier genau die Verarbeitungshinweise auf der Lackdose beachten – die Angaben zur Verdünnung mit Wasser schwanken stark. Gleichfalls die Menge der empfohlenen Anstrichschichten.
Praxistipp: Die Preise schwanken – unbedingt im Handel und Online-Versand vergleichen! Und berücksichtigen Sie Angaben zur Wasserverdünnung und zum Verbrauch – teurere Produkte schneiden z. T. günstiger ab!

Fotos: sidm / Archiv, Hersteller

Tipps rund um Bodenpflege

Alles dazu, wie man einen Boden ausgleicht und weitere Tipps zu Thema gibt es hier >>

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