Bodenbeläge verkleben

Klebstoffe sind heute in vielfältiger Form erhältlich, doch nicht immer ist auf den ersten Blick klar, welcher Kleber sich für welche Anwendung eignet. Auch wenn Sie Bodenbeläge verkleben wollen, müssen Sie genau beachten, dass Sie den richtigen Kleber für das jeweilige Material verwenden.

Bodenbeläge verkleben
Inhalt
  1. Bodenbeläge verkleben oder fixieren?
  2. Holzböden immer verkleben
  3. Lösemittel und Weichmacher

Zu Zeiten, als man das elterliche Heim verließ und seine erste eigene Wohnung bezog, war es meist egal, ob der billige PVC-Belag nach der Verlegung Wellen warf oder der Teppichboden während einer wilden Party seinen angestammten Platz verließ und mitsamt den Möbeln einige Zentimeter durchs Zimmer rutschte. Im Laufe der Zeit gehen solche Nickeligkeiten allerdings auf die Nerven: Der Bodenbelag ist nicht mehr ganz so billig und soll fest und sauber liegen. Dies gelingt bei Teppich- und Kunststoffbelägen am besten mit Kleber oder – unter geringen Abstrichen – mit einer ähnlich zu verarbeitenden Fixierung.

 

Bodenbeläge verkleben oder fixieren?

Wenn man es leichter haben möchte beim Renovieren oder bei einem Wohnungswechsel, ist der Einsatz einer Teppichfixierung zu empfehlen. Mit ihr wird der Teppichboden nicht fest verklebt, sondern fixiert, d. h. er verrutscht nicht, bildet keine Beulen und ist trotzdem leicht wieder entfernbar. Eine Fixierung ist zudem wasserlöslich, so dass sie leichter als ein Kleber wieder vom Boden entfernt werden kann. Noch ein Hinweis: Bei der Auswahl der Fixierung ist stets darauf zu achten, für welche Teppichbodenarten sich die Fixierung eignet.

Wohnen Sie zur Miete und müssen den Belag später wieder entfernen, sollten Sie ebenfalls statt Kleber eine Fixierung verwenden. Ist Ihnen das zu aufwendig und handelt es sich außerdem um Räume, die kleiner als 25 Quadratmeter sind, lässt sich ein Teppich- oder Kunststoffboden auch mit einem doppelseitigen Klebe- bzw. einem Klettband verlegen. Wellen und Beulen sind damit zwar nicht ausgeschlossen, ein Verrutschen des Belags aber schon, vor allem, wenn schwere Möbel auf dem Boden stehen.

Fußboden
 

Fußböden verlegen

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Holzböden immer verkleben

Massivholzparkett muss in jedem Fall fest mit dem Untergrund verklebt werden. Dafür stehen Parkettleime zur Verfügung, wobei auch hier auf Lösemittelfreiheit geachtet werden sollte. Ebenfalls wichtig: Ein absolut ebener und trockener Untergrund. Auch Laminat und Fertigparkett können fest verklebt werden, wobei mitunter trotzdem an Nut und Feder Leim zum Einsatz kommen muss (Herstellerangaben beachten!).

Der große Vorteil einer festen Verklebung von Holzböden ist zum einen der bessere Trittschallschutz: Der Belag liegt bestenfalls völlig hohlraumfrei auf dem Untergrund und kann nicht schwingen oder rutschen. Und diese fehlenden Hohlräume tragen zum anderen dazu bei, dass der Wärmeübergang einer Fußbodenheizung besser ist als bei einer schwimmenden Verlegung von Hartbelägen.

Fußboden
 

Bodenbeläge verlegen

Eine glatte Sache wird die Bodenverlegung nur, wenn der Untergrund eben, fest und sauber ist

 

Lösemittel und Weichmacher

Verbraucherzentralen und Umweltverbände warnen davor, lösemittelhaltige Klebstoffe einzusetzen, da hierbei für längere Zeit krebserregende Gase entweichen können. Schaut man sich im Baumarkt um, findet man auch reichlich Alternativen: Lösemittelfreie Dispersionskleber für Teppich- und Kunststoffbeläge sind mittlerweile Standard.

Quelle: selbst ist der Mann

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