Bärlauch

Das Wildkraut Bärlauch (Allium ursinum) ist ein Zwiebelgewächs und gedeiht in Wäldern, lässt sich aber auch wie andere Kräuter auf feuchten Gartenböden anbauen. Bärlauch ist aufgrund seines knoblauchartigen Geschmacks besonders beliebt in der Küche.

Bärlauch

Dies hat ihm auch den Namen Wald-Knoblauch eingebracht.

Da die Bärlauch-Saison verhältnismäßig kurz ist, lohnt sich die Vorratshaltung durch Einfrieren. Dabei werden die Bärlauchblätter küchenfertig vorbereitet, zerkleinert und portionsweise eingefroren. Einige Wochen hält sich auch unser Bärlauch-Pesto im Kühlschrank, das wunderbar als Brotaufstrich oder Nudelsauce verwendbar ist.

 
 

Bärlauch ernten

Die Bärlauch-Saison beginnt im Frühjahr. Je nach Wetterlage, Region und Klima treiben zwischen März und April zuerst die breiten, frischgrünen Blätter aus. Im Mai entwickeln sich die weißen Blütendolden. Beendet wird die Saison bereits Ende Juni bis spätestens Mitte Juli. Dann zieht der Bärlauch sich bis zum nächsten Jahr zurück. Zudem vermehren sie sich durch Samen, bevor sie verwelken.

Gartengestaltung
 

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Die Bärlauch-Ernte erfolgt im April und Mai, also nach dem Laubaustrieb, aber bevor der Blühte. Blüht der Bärlauch erst, kann er noch gegessen werden, die Blätter verlieren jedoch ihr Aroma und werden faserig. Nichtsdestotrotz sollten Sie nicht den ganzen Bärlauch auf einmal ernten, denn besonders intensiv schmeckt er nur unmittelbar nach der Ernte.

 

Achtung: Verwechslungsgefahr

Bärlauch-Maiglöckchen

Viele Kräuter wachsen in verwilderten Gärten wie in freier Natur. Das Sammeln macht Spaß, doch sollte man sich mit den Pflanzen auskennen, die man pflückt. So werden die giftigen Blätter der Maiglöckchen (rechts) immer wieder mit denen des Bärlauchs (links) verwechselt. Das Zwiebelgewächs ist jedoch eindeutig an seinem Geruch zu erkennen. Maiglöckchenblätter dagegen sind geruchlos, sodass Verwechslungen gut zu vermeiden sind. Der Bärlauch gibt beim Abreißen oder Zerreiben die typischen Knoblauchöle frei, weshalb er gerne als Gewürz genutzt wird.

Bärlauch

Auch an den Blättern beider Pflanzen sieht man die Unterschiede deutlich. Bärlauch (links) glänzt auf der Oberseite, Maiglöckchen deutlich auf der Unterseite. Bärlauch ist zudem weicher.

Bärlauch

Maiglöckchenblätter (links) wachsen paarweise mit rundem Querschnitt, Bärlauchblätter einzeln mit gekieltem Stiel.

Bärlauch

Neben den deutlich unterschiedlichen Blättern haben Maiglöckchen ein Rhizom, mit dem sie sich unterirdisch ausbreiten. Bärlauch wächst immer aus Zwiebeln.

Ist Ihnen die Verwechslungsgefahr zu heikel, können Sie auf Nummer sicher gehen, indem Sie Bärlauch im eigenen Garten anpflanzen:

Gartengestaltung Bärlauch anpflanzen
 

Bärlauch anpflanzen

Würzigen Bärlauch können Sie auch im eigenen Garten anpflanzen und ernten– viel Pflege benötigt er nicht

Fotos: sidm / HWB, TH; Fotolia

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