Rollladenmotor

Elektrische Rollladen nachrüsten

Aus selbst 9/2015

Wenn es schon immer auf und ab geht, sollte es doch zumindest bequem sein: Wir zeigen, wie Sie einen Rollladenmotor einbauen.

(1/19)
Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Elektrische Rollladen mit Funk-Rohrmotor nachrüsten.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Als Erstes muss der Rollladenkasten geöffnet werden, hier ist er von unten verschraubt (ggf. vorher Abdeckkappen entfernen).

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Um den alten Rollladenpanzer herausnehmen zu können, entfernen Sie die Anschlagstopfen, hier aus Kunststoff.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Den Rollladen dann komplett herunterlassen und das Gurtband soweit herausziehen, dass Sie es aushaken können.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Nun die Abhängefedern lösen. Entweder sind sie nur eingehakt oder sie sind (zusätzlich) verschraubt.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Jetzt kann der Rollladenpanzer komplett herausgezogen werden. Je nach Breite und Gewicht hierbei zu zweit arbeiten.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Danach die Achtkantwelle samt Kugellager und Walzenkapsel herausnehmen. Dazu die Fixierschraube lösen, die die Welle mit der Walzenkapsel verbindet.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Das Kugellager und die Gurtbandscheibe der alten Achtkantwelle auf der anderen Seite ebenfalls herausnehmen.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Dann das neue Kugel- und Motorwandlager auf der künftigen Rohrmotorseite und ein neues Kugellager gegenüber befestigen.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Den Rohrmotor (ggf. eine Maßanfertigung) in die Welle schieben, von der anderen Seite die Walzenhülle einführen.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Das Zubehör „Verlängerung Achtkantwelle“ ermöglicht eine Verlängerung der Welle um bis zu 110 cm – gut für sehr breite Rollläden!

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Die Rohrmotorseite der Welle in die Seite mit dem Motorwandlager führen, die andere Seite mit der Walzenkapsel ins Kugellager …

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

… des Gegenlagers schieben; Kapsel und Welle mit Schraube fixieren. Das Kabel auf der Motorseite muss nach unten zeigen. Keine Schrauben im Bereich des Motors verwenden!

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Jetzt wird der neue Rollladenpanzer in die Führungsschienen eingeführt.

Die Kunststoff-Rollladen- Profile sind als „Maxi“ für größere Flächen wie hier oder als „Mini“ mit geringem Winkeldurchmesser erhältlich.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Möchte man den Kasten nicht komplett öffnen, ist es ein wenig fummelig, da man auch sehr wenig sieht. Danach noch Anschlagstopfen am Rollladenende verschrauben.
Praxistipp: Je breiter ein Rollladen ausfällt, desto eher empfiehlt es sich, zu zweit zu arbeiten.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Alle 50 cm eine Abhänge- bzw. Befestigungsfeder setzen. Diese über die erste Lamelle des Panzers schieben, über die Welle …

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

… legen und in eine der vorgestanzten Öffnungen einhängen. Die Federn sollten die oberste Lamelle nach vorne drücken!

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Bitte beachten Sie zur Endpunkteinstellung die Betriebsanleitung des jeweiligen Rohrmotors.

Foto: sidm / CK

Elektrische Rollladen nachrüsten

Entweder individuell per Fernbedienung oder zu festgelegten Zeiten bequem die Rollladen steuern.

Checkliste Werkzeug

  • Akku-Bohrschrauber

  • Schraubendreher

Elektrische Rollläden trumpfen in drei Punkten auf: Sicherheit, Komfort und Optik. Letzteres unterscheidet sie auch von einem elektrischen Gurtwickler: Mit einem Rohrmotor fällt der klobige und unhandliche Gurt weg! Und das Beste: Sie können die elektrischen Rollladen nachrüsten.

Elektrischer Rollladen: Rollladenmotor nachrüsten

Alles ist unauffällig im Rollladenkasten verstaut. Einzig eine Fernbedienung benötigt man zur Steuerung. Diese wiederum kann individuell oder nach festen Zeitvorgaben erfolgen – praktisch vor allem, wenn sie im Urlaub sind. Denn dann gehen die Rollläden zur programmierten Zeit herunter und herauf, sodass potenziellen Einbrechern die Anwesenheit der Bewohner vorgetäuscht wird. Ein deutliches Plus an Sicherheit. Und tagtäglich an Gurten herumzuziehen, ist damit ebenso passé – echt komfortabel!

Planen Sie den Einbau eines Rohrmotors, schauen Sie direkt auch nach den Rollladenprofilen, ggf. tauschen Sie wie in unserem Beispiel direkt auch den Rollladenpanzer aus. Die maßgenaue Fertigung ist in jedem Fall kein Problem.

Rollladenmotor und Zubehör
Foto: sidm / CK

Es gibt drei Rohrmotorausführungen von Schellenberg: Standard, Plus und Premium. Letzterer bietet zusätzlich zum montagefertigen Adapter-Set, dem Komfort-Wandlager und einer elektronischen Endpunkteinstellung hohen Komfort dank Funksteuerung und sehr laufruhigem Motor. Auch die Einstellungen gehen bei Stromausfall nicht verloren. Wichtig bei der Wahl ist die Größe der Welle sowie Gewicht und Größe des Rollladenpanzers – der Rohrmotor muss genügend Kraft dafür aufweisen.

Rollladenmotor: Funktionsweise

Ein Rohrmotor wird in die Rollladenwelle geschoben und treibt diese dann elektrisch an. Ein Gurt ist damit überflüssig. In der Regel bietet ein Rohrmotor je nach Modell und Leistung auch eine höhere Zugkraft als ein Gurtwickler. Am praktischsten auch für den Einbau sind Funkrohrmotoren, da hier nur ein dreiadriges Kabel zur Stromversorgung gezogen werden muss.

Die gesamte Steuerungselektronik ist bereits im Gehäuse verbaut, sodass man nur einen Funkhandsender von außen benötigt, um den Rollladen betreiben zu können – oder direkt mehrere. Es stellt auch kein Problem dar, später weitere Rohrmotoren hinzuzuschließen und ebenfalls über den Handsender zu steuern, vorausgesetzt, man bleibt im System, also bei einem Hersteller.

Rollladenmotor Steuerungselektronik
Foto: Hersteller / Schellenberg

  • A= Antenne zur Funksteuerung
  • B = Motorkopf mit Adapter
  • C= Leiterplatte/ Platine für die Elektrifizierung und Datenspeicherung
  • D= Motor mit Überlastungsschutzeinrichtung
  • E= Stahlrohr
  • F= Planetengetriebe
  • G= Lagerzapfen am Motorkopf

Das könnte Sie auch interessieren ...