Akkuschrauber-Vergleich: 10 Mini-Akkuschrauber im Test

Kompakte Mini-Akkuschrauber drehen Dutzende Schrauben ein und zeigten in unserem Mini-Akkuschrauber-Test überraschend viel Kraft. Bei kleineren Bauprojekten und Montagen können sie deshalb oft einen "richtigen" Akkuschrauber ersetzen. Wir haben zehn Mini-Schrauber mit dem TÜV Rheinland getestet – und waren überrascht über die guten Testergebnisse.

Mini-Akkuschrauber Test

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Acht Mini-Akkuschrauber im Test bekamen die Note "gut", ein Modell wurde mit "ausreichend" bewertet und ein Schrauber wurde aufgrund schwacher Drehkraft und geringer Ausdauer mit "mangelhaft" ausgezeichnet.

Diese Marken haben wir getestet:
  • Black & Decker
  • Bosch
  • Einhell
  • Matrix
  • Meister
  • Ryobi
  • Worx

Die Geräte für unseren Mini-Akkuschrauber-Vergleich lagen preislich zwischen 10 und 50 Euro und wurden in der Werkstatt so richtig auf die Probe gestellt. Die zehn Modelle von den aufgelisteten Herstellern und von Verto mussten zeigen, wie viele Schrauben sie mit nur einer Akkuladung einschrauben können. Neun der zehn Geräte werden mit Akku betrieben, ein Gerät mit AA-Batterien. Was im ersten Moment nach einer sinnvollen Idee klingt, erwies sich in der Praxis als ungeeignet. Das Gerät war einfach zu schwach und leistungsarm.

 

Welcher ist der beste Mini-Akkuschrauber?

Mini-Akkuschrauber sind kleine Akkuschrauber und somit auch für schmalere Ecken gut geeignet. Aber keins der Geräte ist rundum perfekt. Diese Vor- und Nachteile konnten wir feststellen.

Positiv im Mini-Akkuschrauber-Test aufgefallen

  • Einige Geräte bieten eine Anzeige der Akku-Restladung.
  • Die meisten Geräte waren überraschend ausdauernd im Schraubtest.

Negativ im Mini-Akkuschrauber-Test aufgefallen

  • Bei vielen Geräten leuchtet die LED ungenau.
  • Der Antrieb mit Batterien erwies sich in der Praxis als völlig ungeeignet.

Das Video zeigt, wie unser Akkuschrauber-Test 2009 ablief:

 
 

Mini-Akkuschrauber kaufen: Worauf achten?

Die Auswahl an kleinen Akkuschraubern ist riesig. Wie soll man sich da nur entscheiden? In unserem Test haben wir besonders 5 Punkte genauer beachtet. Worauf Sie achten sollten, sehen Sie hier.

  • Ergonomie: Die meisten Geräte sind kleiner als die Hand des Anwenders – nicht immer können die Schalter dann noch bequem bedient werden. Alle Geräte wurden von Personen mit unterschiedlich großen Händen ausprobiert.
  • Drehkraft: Das maximal erreichbare Drehmoment wurde in einer Labormessung vom TÜV Rheinland ermittelt. Zusätzlich haben wir in einer der Praxis näheren Prüfung ermittelt, was beim allmählichen Ansteigen des Widerstandes beim Eindrehen einer übergroßen Schraube passiert.
  • Reihenprüfung: Mit jedem Gerät wurden bei vollem Akku so viele Schrauben der Größe 3,5 x 45 eingedreht, bis der Akku leer war. Geschraubt wurde dabei bis zum Stillstand des Geräts oder bis zur ersten Auslösung der elektronischen Abschaltung.
  • Ladedauer: Bis auf das Gerät mit Batteriebetrieb ist bei allen Schraubern der Akku fest eingebaut. Die Ladung dauert wenigstens drei Stunden, bei Ryobi sogar 10 Stunden. Freilich ist es keine Überraschung, dass Mini-Schrauber nicht für umfangreiche Power-Anwendungen geeignet sind.
  • Bitwechsel: Gut ist es, wenn ein starker Magnet den Bit im Gerät fixiert. Noch besser: Eine mechanische Sicherung gegen Herausfallen. Wir haben den Bithalter begutachtet und den Wechsel der Bits ausprobiert. 

Welcher der 10 Mini-Akkuschrauber unser Testsieger ist und wie alle Akkuschrauber abgeschnitten haben, sehen Sie in unserer übersichtlichen Test-Tabelle (Download weiter unten). Drei der getesteten Akkuschrauber aus dem Test stellen wir Ihnen jetzt kurz vor:


Name: Bosch IXO
Akkuleistung (V / Ah): 3,6 / 1,5
Drehmoment (Nm): 3
Gewicht (g): 316
Fazit: Sehr ausdauernder Schrauber. Sehr kompakt, aber unbequeme Schalterform


Name: Einhell TE-SD 3,6 Li
Akkuleistung (V / Ah): 3,6 / 1,5
Drehmoment (Nm): k.A.
Gewicht (g): 440
Fazit: Vielseitig nutzbarer, handlicher Schrauber mit sehr großer Ausdauer. Hohe Drehzahl


Name: Worx WX 252
Akkuleistung (V / Ah): 4 / 1,5
Drehmoment (Nm): k.A.
Gewicht (g): 420
Fazit: Cleveres Teleskop für enge Bereiche, ausdauernder Schrauber


 

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10 Mini-Akkuschrauber sind im Vergleich gegeneinander angetreten. Dabei lagen die Preise weit auseinander. Aber ist ein teurer Akkuschrauber immer besser als ein preiswerteres Modell? Das sehen Sie in unserer übersichtlichen Tabelle. Die Tabelle mit den detaillierten Einzel-Ergebnissen zum aktuellen Mini-Akkuschrauber-Test 07/2016 finden Sie hier als Download >>

Akkuschrauber: Wie viel Volt?

Große Akkuschrauber sollten mindestens 10,8 Volt haben, aber wie sieht es bei kleinen Akkuschraubern aus? Die Mini-Akkuschrauber in unserem Test hatten 3,6-4 Volt. Lediglich der batteriebetriebene Akkuschrauber konnte je nach Batterie sogar 6 Volt liefern. Wie viel Volt ein Akkuschrauber haben sollte, ist immer davon abhängig, was man mit ihm machen möchte. Wer den Mini-Akkuschrauber nur gelegentlich als Hobbyschrauber nutzt, ist mit 3,6 Volt gut bedient.

Akkuschrauber: Welches Drehmoment?

Das Drehmoment von einem Akkuschrauber wird in Newtonmeter (Nm) angegeben. Es beschreibt dabei die Kraft, mit der man schraubt. Aber welches Drehmoment sollte ein Akkuschrauber haben? In unserem Vergleich haben viele Hersteller keine Angaben zum Drehmoment gemacht. Die Mini-Akkuschrauber, bei denen ein Drehmoment angegeben war, lagen zwischen 5-6 Nm. Zum Vergleich: Große Heimwerker-Akkuschrauber liegen bei 30-40 Nm.

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Akkuschrauber-Test

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Aber wie bei der Akkuleistung kommt es auch beim Drehmoment darauf an, was man mit dem Akkuschrauber vor hat. So reicht für weiches Holz oder zum Regal aufbauen auch ein kleines Drehmoment, für härtere Materialien braucht man ein höheres Drehmoment.

Welcher Akkuschrauber für Heimwerker?

Aber welcher Akkuschrauber ist für Heimwerker geeignet? Heimerker, die nur seltener schrauben sind mit einem Mini-Akkuschrauber bestens bedient. Sollten Sie allerdings häufiger zum Akkuschrauber greifen, ist ein Akkuschrauber mit 12 Volt oft die bessere Alternative. Insgesamt kommt es also immer darauf an, wie oft und was Sie schrauben.

Fotos: sidm / Archiv

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Quelle: selbst ist der Mann 7 / 2016

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