Wasserpumpenzangen-Test

Scharten in der Schneide? Dann wird es Zeit für eine neue Zange. Für gut 20 Euro ist solide Markenqualität bei Kombizangen, Seitenschneider und Wasserpumpenzangen zu haben – mit guter Ergonomie und exzellenter Schneidleistung. Billig-Zangen taugen nichts, wie wir in unserem Zangen-Test feststellen konnten.

Wasserpumpenzange im Test
Foto: sidm / KEH
Zangen kaufen:

Eine Kombizange hat und braucht jeder Heimwerker – mancher hat eine ganze Schublade voll. Dennoch kann eine Nauanschaffung sinnvoll sein, denn gerade schneidende Zangen unterliegen dem Verschleiß. In der Folge wird die Trennung von Drähten allmählich immer schwerer. Wie es um Ihre Zange in dieser Hinsicht steht, haben Sie schnell mit einem Streifen Papier selbst ausprobiert. Die weitaus meisten Zangen im Test bestanden diesen Test ohne Probleme.  Auch die Trennung von definiert hartem Prüfdraht mit einer Stärke von 1,6 Millimetern war in aller Regel ohne übermäßige Kraftanstrengung möglich – hier versagten nur die besonders preiswerten Seitenschneider und Kombizangen, die wir aus diesem Grund auch nicht zum Kauf empfehlen.

Insgesamt traten 31 Modelle gegeneinander an – 11 Kombizangen, 12 Seitenschneider und 8 Greifzangen mit Gleitgelenk bzw. Wasserpumpenzangen im Test bewiesen, was sie können. Insgesamt erfreulich: Gut ein Drittel der Zangen liefern hervorragende Arbeit ab – ganze zehn Mal konnte die Bestnote "sehr gut" vergeben werden, 12 Zangen schnitten "gut" ab, während fünf Modelle noch "befriedigend" waren. Wenig begeistern konnten vor allem die Billigmodelle, sodass ganze vier Mal ein "mangelhaft" vergeben werden musste. Neben den oben genannten Herstellern und Modellen waren noch folgende weitere Marken im Test vertreten: Condor, Dema, Lux Tools, Volkers und Yato.

 

Aktuellen Zangen-Test herunterladen

Umfang: 6 Seiten
1,99€

Zum besseren Vergleich der verschiedenen Zangen haben wir die Ergebnisse des Zangen-Tests aus der Ausgabe 04/19 in drei detaillierten Tabellen zum Download für Sie zusammengestellt.

 

Zangen-Test: Das ist uns aufgefallen

  • Modelle mit Hebel öffnen zu weit für eine Hand
  • Teilweise drang schmutzige Schmiere aus den Gelenken
  • Besonders niedrige Preise lassen auf mangelnde Qualität schließen
Zange im Papiertest
Der Papiertest gibt Aufschluss über die Klingenpräzision der Zangen. Foto: sidm / KEH
 

So wurde getestet

  • Verarbeitung: Die VPA Remscheid bewertete sowohl die Oberflächen – zum Beispiel einen sauberen Nachschliff von Graten und eine nicht sichtbare Verklebung der Griffe positiv – Grate und sichrbare Schmiesefehler zum Beispiel negativ.
  • Ergonomie: Mit Zangen, die gut in der Hand liegen, können auch größere Kräfte übertragen werden. Hier wurde auch die Leichtgängigkeit der Gelenke beurteilt.
  • Halten von dünnem Material: Als Beispiel wurde einfaches Schreibmaschinenpapier für den Test genutzt – nicht alle greifenden Zangen können dieses sicher halten.
  • Schneidenpräzision: Kann Papier sauber getrennt werden, ist von einer exakten Geometrie der Schneidklingen auszugehen. Nach dem Schnitt von Prüfdraht wurde außerdem der Verschleiß bewertet.
  • Trennen: Für die Prüfung wurde Draht entsprechend der Norm mit 1,6 mm Durchmesser verwendet. Schneidende Zangen sollten diesen mit mäßiger Handkraft schneiden können. Die besten Seitenschneider können auch Prüfdraht mit 2 mm Durchmesser trennen.
  • Konstruktions-Check: Hier gab es nur zu stark schließende Griffe zu beanstanden – und die damit einhergehende Klemmgefahr.
 

Weitere Zangen-Tests

Bereits im Oktober 2010 führten wir einen Zangen-Test durch und bereits damals zeichnete sich ab, dass man von günstigen Modellen eher die Finger lassen sollte. 12 Kombizangen und 12 Wasserpumpenzangen standen damals auf dem Prüfstand. Damals erreichten vier Modelle die Bestnote "sehr gut", elf Zangen die Note "gut", drei Modelle ein "befriedigend", drei ein "ausreichend" und ebenfalls drei Zangen ein "mangelhaft". Hier finden Sie den Zangen-Test aus der Ausgabe 10/10>>

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2019

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