Declutter-Ratgeber: aufräumen, ausmisten, entrümpeln

Kleiderschrank ausmisten

Stehen Sie auch regelmäßig vor dem proppenvollen Kleiderschrank und beklagen, dass Sie einfach nichts zum Anziehen haben? Dann sollten Sie jetzt nicht einfach neue Klamotten kaufen, sondern stattdessen den Kleiderschrank ausmisten.

Gut sortierter Kleiderschrank
Foto: KhongkitWiriyachan / iStock
Inhalt
  1. Wie Kleiderschrank ausmisten?
  2. Wie oft Kleiderschrank ausmisten?
  3. Kleiderschrank ausmisten: Wohin mit der Kleidung?

Weniger ist mehr und nirgendwo ist dieser Spruch so wahr wie in unseren Kleiderschränken. Wir kaufen, kaufen und kaufen immer mehr und sehen dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Eigentlich hätten wir nämlich mehr als genug zum Anziehen, aber wer soll in einem solchen Chaos schon das richtige Stück finden? Höchste Zeit, den Kleiderschrank auszumisten.

 

Wie Kleiderschrank ausmisten?

  1. Alles raus! Wer versucht seinen Kleiderschrank auszumisten, während die ganze Kleidung noch drinhängt, verliert schnell den Überblick, deshalb gilt es dem Ausmist-Tipp von Ordnungstalent Marie Kondo zu folgen: Alles stapeln! Zur besseren Übersicht können Sie auch gleich mehrere Stapel machen und alle Jeanshosen, alle Tops, alle Hemden usw. auf separate Stapel packen. So wird auch gut verhindert, dass Sie hinterher mit 50 Oberteilen und nur einer Hose dastehen.
  2. Ja, nein, vielleicht: Nehmen Sie nun jedes Teil in die Hand und legen Sie es auf einen von drei Stapeln. Dabei sollten Sie sich Folgendes fragen: Mag ich das Kleidungsstück? Brauche ich das Kleidungsstück? Passt mir das Kleidungsstück? Wenn mindestens zwei Fragen mit „Ja“ beantwortet werden können, kommt das Kleidungsstück eindeutig auf den „Behalten“-Stapel. Wenn Sie nur eine Frage mit „Ja“ beantworten können, ist es ein Fall für den „Vielleicht“-Stapel. Fällt das Kleidungsstück in allen drei Kategorien durch, kommt es weg.
  3. Vielleicht ja, vielleicht nein? Danach gilt es den „Vielleicht“-Stapel noch einmal genau durchzugehen. Sie mögen ein Kleidungsstück oder brauchen es, aber es passt nicht mehr? Dann ab damit zur Änderungsschneiderei! Ein Kleidungsstück passt zwar, aber versauert seit Jahren im Schrank? Überlegen Sie genau, ob Sie es in Ihre Garderobe einfügen können. Wenn nicht, freut sich vielleicht eine Freundin oder ein Freund über das gute Stück.
  4. Entsorgen: Entsorgen heißt in diesem Fall natürlich nicht, die ganze Kleidung einfach wegzuschmeißen. Das wäre alles andere als nachhaltig! Schöne Kleidungsstücke können Sie verschenken, besonders teure Stücke können Sie vielleicht noch weiterverkaufen. Für alles andere gibt es die Kleiderspende. Ein paar Tipps, wo Sie Ihre alte Kleidung entsorgen können, finden Sie weiter unten.
  5. Einräumen und ordnen: Damit Sie nicht im nächsten Monat wieder Ihren Kleiderschrank ausmisten müssen, sollten Sie die Kleidungsstücke nun richtig ordnen.
Frau hält Pullover in Hände
Nach dem Kleiderschrank ausmisten wird alles wieder ordentlich eingeräumt, damit Sie die Übersicht behalten. Foto: Evgeniia Siiankovskaia / iStock
 

Wie oft Kleiderschrank ausmisten?

Idealerweise sollte es reichen, den Kleiderschrank einmal auszumisten und dann nie wieder. Das klappt jedoch nur, wenn Sie nach dem Ausmisten Ordnung halten. Mit diesen drei Tipps bleibt der Kleiderschrank ordentlich:

  1. Übersicht behalten: Damit sich das Chaos nicht wieder ausbreitet, dürfen Sie natürlich nun nicht in die Versuchung fallen, wieder mehr und mehr Kleidung zu kaufen. Damit das nicht passiert, benötigen Sie einen Überblick über Ihre vorhandene Kleidung. Kleiderstanden sind eine große Hilfe bei Kleidung, die leicht knittert. Alles, was nicht leicht knittert, wie T-Shirts und Jeans können Sie auch übersichtlich in Schubladen lagern. Marie Kondo hat hierfür eine clevere Falttechnik parat, bei der die Kleidung zu kleinen Päckchen gefaltet wird und aufrecht in den Schubladen gestapelt wird.
  2. Kisten & Kartons: Kleine Kleidungsstücke wie Socken und Unterwäsche werden meist in Schubladen gelagert. Damit Sie jedoch nicht einfach planlos hereingeworfen werden, helfen kleine Kisten, Kartons oder spezielle Wäscheorganizer, die Übersicht zu behalten.
  3. Nach Saison ordnen: Packen Sie die Kleidungsstücke, die gerade keine Saison haben an die Seite oder lagern Sie sie für die Zeit komplett woanders. So sehen Sie zum Beispiel sofort, ob Sie wirklich noch einen Pulli kaufen müssen oder ob sich die Kollektion von letztem Jahr nicht einfach zwischen den Sommerkleidern versteckt hat.
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Kleiderschrank ausmisten: Wohin mit der Kleidung?

Mit dem Kleiderschrank ausmisten ist die Arbeit noch nicht getan, schließlich muss die ganze aussortierte Kleidung auch noch entsorgt werden. Hierfür gibt es gut drei Möglichkeiten: verkaufen, verschenken oder spenden!

  • Verkaufen: Plattformen wie kleiderkreisel, Zalando Wardrobe oder einfach ebay Kleinanzeigen gibt es zuhauf und auch auf dem Flohmarkt oder in Second-Hand-Läden kann man gebrauchte Kleidung gut loswerden. Das klappt allerdings nur, wenn die Kleidung noch hochwertig ist und auch einen gewissen Wert hat. Ein ausgebleichtes Top, das man vor fünf Jahren für 15 Euro gekauft hat, wird man hier nicht loswerden. Mehr Glück hat man mit Designer-Kleidung, die wertig aussieht und auch noch intakt ist.
  • Verschenken: Wir kennen Sie alle, die Kleidungsstücke, die wir gekauft, aber nie angezogen haben. Sie sehen aus wie neu, waren aber nicht sonderlich teuer und der Aufwand, Sie zu verkaufen, wäre viel zu hoch. Über diese Kleidungsstücke freut sich sicherlich irgendwer in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis. Fotografieren Sie die Teile einfach und schicken Sie die Bilder einmal rum. Häufig findet sich ein glücklicher Abnehmer.
  • Spenden: Was nicht mehr verkauft oder verschenkt werden kann, landet letztlich im Altkleidercontainer. Achten Sie hier jedoch darauf, in welchen Altkleidercontainer Sie die Kleidung schmeißen. Es gibt in der Branche viele schwarze Schafe. Wichtig ist das Logo des Dachverbands FairWertung e.V. oder das bvse-Qualitätssiegel.

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Praxistipp: Kaputte oder stark verschmutzte Kleidung sollten Sie nicht in den Altkleidercontainer werfen. Diese Kleidungsstücke müssen mühselig aussortiert werden, nur um letztlich doch im Müll zu landen oder als Putzlappen wiederverwertet zu werden. Das können Sie zu Hause auch selber machen. Eignet sich ein altes Shirt nicht mal mehr als Putzlappen, gehört es übrigens in den Restmüll.

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