7 Tipps für ein sauberes Kaminfeuer

7 Tipps für ein sauberes Kaminfeuer

1. Die richtige Holzmenge fürs Kaminfeuer

Ob Scheitholz, Holzbriketts oder Pellets: Der verbaute Kamin entscheidet, welcher Brennstoff verfeuert werden darf! Nur bei optimaler Befüllung wird sowohl der bestmögliche Heizwert des Brennstoffs genutzt als auch die Umweltverträglichkeit des Heizens mit Holz gewährleistet. So hilft die richtige Brennstoffmenge beim Heizen mit Holz, Geld zu sparen und die Umwelt zu schützen. Befolgen Sie daher immer die empfohlenen Mengenangaben des Herstellers. Informationen dazu finden Sie im Handbuch Ihres Kaminofens.

2. Ins Kaminfeuer gehört kein Müll

Haushaltsabfälle wie Papier, Pappe, Getränkekartons, Verpackungen, Plastik, Nussschalen, Küchenabfälle, Obst- und Gemüsereste haben im Kaminfeuer nichts zu suchen! Auch behandelte Hölzer, wie Reste alter Möbel, gehören niemals in den Ofen. Bei ihrer Verbrennung entstehen schädliche Abgase und Aschen, die Ihre Gesundheit gefährden und dem Abgasrohr Ihres Ofens sowie dem Schornstein schaden können.

3. Schwelbrände vermeiden

Auch wenn es verlockend klingen mag: Versuchen Sie nicht, das Kaminfeuer über Nacht mit einem Schwelbrand warmzuhalten! Bei diesem sogenannten "gluterhaltenden Betrieb" steigen die Schadstoffemmissionen auf ein Vielfaches an. Schuld daran ist die unvollständige Verbrennung – dem Kaminfeuer fehlt Sauerstoff für eine saubere Verbrennung.Schwelbrände im Kamin beeinträchtigen zum einen die Nachbarschaft mit Rauch und unangenehmen Gerüchen, können aber auch für Sie zur tödlichen Gefahr werden: Bei einem Schwelbrand entsteht leicht das giftige, aber geruchslose Gas Kohlenmonoxid!

4. Gut abgelagertes Brennholz verwenden

Wenn der Kamin mit Scheitholz befeuert werden soll, achten Sie bei der Wahl des Brennholzes auf naturbelassenes, gespaltenes Holz. Die Holzscheite sollten ungefähr gleich groß und im besten Fall frei von Rinde sein. Die Restfeuchte des Holzes sollte 20 % nicht übersteigen, da beim Verbrennen sonst viel Qualm, Rauch und Gestank entsteht. Praxistipp: Brennholz trocken & luftig lagern >>

5. Kamin als Heizung für die Übergangszeit nutzen

Wenn sich der Betrieb der zentralen Heizungsanlage noch nicht lohnt, sind Kaminöfen eine sinnvolle Zusatzheizung: In der Übergangszeit reicht es oft, nur den Wohnraum in den kühlen Abendstunden zu beheizen!

6. Luftzufuhr optimieren

Ohne ausreichende Sauerstoffzufuhr kann keine vollständige Verbrennung stattfinden. Einen Schwelbrand mit seinen gefährlichen Gasen verhindern Sie am besten, wenn Sie durchgehend ausreichend Verbrennungsluft zuführen – raumluftunabhängige Anlagen, die die Zuluft von außen ansaugen, sind hier im Vorteil! Sie erleichtern auch schon das Anzünden des Feuers.

7. Kamin regelmäßig warten

Kaminöfen müssen in einem technisch einwandfreien Zustand sein, damit die Verbrennung effizient und sauber verläuft und für die Nutzer nicht zur Gefahr werden. Mindestens einmal im Jahr – vor Beginn jeder Heizperiode – sollten Sie Ihre Feuerstelle von einem Fachbetrieb oder dem Schornsteinfeger inspizieren lassen, damit beim Heizen mit Holz möglichst wenig Feinstaub entsteht.

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