Möchten Sie Ihre Außenwände dämmen, stehen diesbezüglich aber im Diskurs mit der Denkmalschutzbehörde? Oder möchten Sie Ihre Klinkerfassade selbst nicht mit Dämmplatten zukleistern? In diesen Fällen kann man über eine Innendämmung nachdenken.
Haus von innen dämmen
Dieses verklinkerte Haus gehört zu den Bestandsbauten, deren Fassade nicht von außen gedämmt wurde.
Anleitung: Innenwand dämmen
Tapete, Gipsputz oder andere trennende Schichten entfernen, der Untergrund muss fest und eben sein, ggf. mit Grundputz ausgleichen.
Anleitung: Innenwand dämmen
25 kg Klebemörtel mit 7,5-8,5 l Wasser anmischen; nicht mehr, als man in 60 Minuten verarbeiten kann.
Anleitung: Innenwand dämmen
Systembestandteil ist der Klebemörtel, mit dem sich die Innendämmplatten auf allen mineralischen Untergründen außer Gips befestigen lassen. Er eignet sich für innen und außen, ist wasserfest sowie wärme- und frostbeständig.
Anleitung: Innenwand dämmen
Den Klebemörtel im Buttering-Floating-Verfahren verarbeiten, also auf die Plattenrückseite und die Wand auftragen.
Anleitung: Innenwand dämmen
Den Klebemörtel vollflächig, nicht batzenweise, und mindestens 5 mm stark auftragen und mit dem Zahnspachtel durchkämmen.
Anleitung: Innenwand dämmen
Die Dämmplatten ins frische Kleberbett drücken und ausrichten. Kreuzfugen sollte man vermeiden.
Anleitung: Innenwand dämmen
Tipp: Elektroleitungen auf der Plattenober- oder -unterseite entlangführen. Alte Dosen ausbauen und den Hohlraum mit PU-Schaum füllen, neue Dose direkt ins Klebemörtelbett setzen. Die Platten entsprechend ausschneiden.
Anleitung: Innenwand dämmen
Für Zuschnitte können Sie einen Fuchsschwanz, eine Tischkreissäge, einen Cutter oder ein Dämmstoffmesser verwenden.
Anleitung: Innenwand dämmen
Haben Sie die Platte angeritzt, lässt sie sich auch über eine Kante hinweg durchbrechen.
Anleitung: Innenwand dämmen
In den Fensterlaibungen ist meist wenig Platz. Hier werden die nur 1,5 cm starken Polyurethan-Laibungsplatten eingesetzt.
Anleitung: Innenwand dämmen
Auf die verklebten Platten trägt man mittels Zahnkelle ca. 5 mm Armierungsund Oberputz (iQ-Top) auf.
Anleitung: Innenwand dämmen
Mit langem Abziehwerkzeug lässt sich der Putz ggf. auf ein Niveau bringen und dann mit der Zahnkelle durchkämmen.
Anleitung: Innenwand dämmen
Kantenschutzprofile für Fensterlaibungen oder andere Wandvorsprünge mit einer Säge passend zuschneiden.
Anleitung: Innenwand dämmen
Die Kantenschutzprofile dann in den noch frischen Armierungsputz drücken und ausrichten.
Anleitung: Innenwand dämmen
Das Armierungswebe iQ-Tex wandhoch zuschneiden und faltenfrei mit der Glättkelle in den Mörtel einarbeiten. Die Bahnen müssen einander 10 cm überlappen.
Anleitung: Innenwand dämmen
Das Gewebe mit einem Flächenspachtel abziehen und die zweite Schicht iQ-Top-Putz frisch in frisch 10 mm stark auftragen.
Anleitung: Innenwand dämmen
Nach 24 Stunden folgt der Feinschliff mit einer Schicht Feinputz (iQ-Fill); nach ca. 20 Min. mit einem Filzbrett überarbeiten.
Anleitung: Innenwand dämmen
Abschließend kann ein Anstrich mit der zum System gehörenden, hochdampfdurchlässigen Wandfarbe iQ-Paint erfolgen.
Wärmedämmung innen
Eine Innendämmung der Fassade verlangt oft eine sorgfältig verklebte Abdichtfolie über der Dämmwolle. Diese feste Dämmplatte auf mineralischer Basis nicht.
Wärmedämmung innen
Die Platten werden mit Klebemörtel an der Wand montiert.
Wärmedämmung innen
Wie der Zuschnitt mittels Säge ist das nicht allzu schwer.
Wärmedämmung innen
Das abschließende Verputzen will allerdings gelernt sein. Hier kommt Kalkputz zum Einsatz.
Optisch eine elegante Lösung, bauphysikalisch jedoch nicht unproblematisch, da das Risiko von Wärmebrücken bei einer Innendämmung größer ist als bei der Außendämmung, die einfach flächiger erfolgen kann. Innen hat man zwangsläufig Bereiche wie die Decken, die man eben nicht von innen dämmen kann. Somit ist eine Innendämmung nie ideal, denn mit ihr ist eine einheitliche Dämmschicht kaum zu bewerkstelligen. Noch dazu muss die Dämmung meist vor Raumluftfeuchte geschützt, also luftdicht mit einer Dampfbremsfolie abgeklebt werden. Das akkurat hinzubekommen, ist nicht einfach Diese Probleme außen vor gelassen, ist es aber wesentlich einfacher, wenn Sie die Fassade von innen dämmen. Es ist immerhin der schnellste und kostengünstigste Weg zur energetischen Sanierung der Außenwände – mit passenden Dämmsystemen kann man das gut selbst erledigen.
Am besten verwendet man für die Innendämmung eine feuchtevariable Dampfbremse, die auch Feuchtigkeit aus der Konstruktion entweichen lässt. Das iQTherm-Dämmsystem soll in der Lage sein, Feuchtigkeit durch seine Poren zu leiten und Wasser aus der Konstruktion zurück an die raumseitige Oberfläche zu transportieren, von wo es in die Raumluft verdunstet. Damit würde sich das Problem durchnässter Wände auch lösen, Feuchtespitzen der Innenraumluft würden abgepuffert, und das Innenklima könnte sich regulieren. Die Platten bestehen aus Polyurethan-Hartschaum und sind mit mineralischem Material gefüllt. Man klebt sie mit Mörtel auf die Innenwand und überputzt sie mit mineralischem Leichtmörtel. Dank einem Wärmeleitwert von 0,031 W/mK erfüllt man die Anforderungen der Energieeinsparverordnung an die Wärmedämmung eines Hauses mit sehr geringen Aufbauhöhen.
Fassade von innen dämmen
Es gibt zudem mineralische und diffusionsoffene Dämmplatten, die schimmelresistent sind und keine Abdichtung benötigen. Verarbeitet man ein mineralisches Innenwanddämmsystem, bei dem keine Dampfbremse nötig ist, muss dafür mit Gewebe und Putz beschichtet werden – auch nicht einfach. Zu den relativ neuen Dämmplatten dieser Art zählt die Knauf-Perlite-Platte TecTem Insulation Board Indoor. Die 625 x 416 mm großen Platten der Wärmeleitfähigkeit 0,045 W/mK (je kleiner der Wert, desto höher die Dämmung) sind in Stärken von 50 bis 200 mm erhältlich. Die Verarbeitung verlangt vor allem Putzerkenntnisse.
Ein besonders praktisches System stellen diese Verbunddämmplatten mit Trockenbaukante dar. Sie bestehen aus einer 10 mm dicken Gipsfaserplatte, die rückseitig mit Niemand kann absolut konkret sagen, wie viel Geld man durch Dämmmaßnahmen spart. Unbestritten bei diesem System ist jedoch, das derart tapezierte Wände schneller aufgeheizt sind. Der Hersteller empfiehlt, Innenwände mit dem 1-mm-Thermoeiner unterschiedlich dicken Hartschaumplatte kaschiert ist (Plattenstärken 60, 80 und 100 mm, Stückkosten ca. 51, 60 und 68 Euro). Die Platten entsprechen der Wärmeleitfähigkeitsgruppe WLG 031 und bieten damit schon bei geringen Stärken hohe Dämmwerte. Das Format 2600 x 625 mm ermöglicht ein schnelles Fortkommen. Infos: www.fermacell.de.