Hauspflanzen

Welche Pflanze braucht welche Pflege?

Aus selbst ist der Mann 1/2024

Zimmerpflanzen oder auch Hauspflanzen kann man auch ohne teure Produkte gut pflegen. Wir verraten bewährte Tipps mit Hausmitteln. 

Hauspflanzen Welche Pflanze braucht welche Pflege?
Hauspflanzen sorgen für etwas Grün in der Wohnung. Foto: sidm / TH
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Wenn wir Menschen erkältet sind, wollen wir oft nicht sofort Medikamente zu uns nehmen, sondern versuchen uns erst einmal mit altbekannten Hausmitteln auszukurieren. Genauso kann man es auch bei der Pflege von Hauspflanzen machen. Mit Hausmitteln sparen Sie noch dazu Geld, das Sie sonst in teure Pflegeprodukte investieren würden.

Im Folgenden erläutern wir Ihnen, wie Sie sich aus Alltagsgegenständen ein eigenes Bewässerungssystem bauen, welche Lebensmittel Sie zum Düngen verwenden, wie Sie Hausmittel zum Bekämpfen von Schädlingen einsetzen können und wie das Umtopfen leichter gelingt. 

Diese Pflege braucht Ihre Hauspflanze

Zimmer- und Hauspflanzen brauchen natürlich auch eine gewisse Pflege. Gerade bei der Bewässerung, dem Umtopfen und Düngen gibt es Dinge zu beachten. Doch worauf kommt es an?

Praxistipp: Es gibt sehr pflegeleichte Hauspflanzen, die bei (fast)  jedem überleben. Die Tipps aus unserem Video sind dabei sehr hilfreich:

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Für alle, die genauere Informationen benötigen, haben wir die wichtigsten Tipps für die Bewässerung, das Umtopfen und Düngen von Hauspflanzen zusammengefasst.

Hauspflanzen bewässern

Pflanzen benötigen regelmäßig Wasser, auch wenn wir verreist sind. Meist kümmern sich dann Nachbarn um die zurückgelassenen Blumen. Ist dies jedoch nicht möglich, haben wir folgende Tipps für Sie: Um sich ein eigenes Bewässerungssystem aus Hausmitteln zu bauen, können Sie zum Beispiel in den Deckel einer Wasserflasche ein paar Löcher stechen und dann die Flasche kopfüber in die Erde stecken. Die Pflanze zieht sich nun das Wasser nach Bedarf selbst.

Ähnlich funktioniert es mit einem dicken Garn bzw. Küchenpapier und einem Eimer Wasser. Das Garn oder das Küchenpapier wird an einem Ende ins Wasser gelegt und an anderem Ende in die Blumenerde gesteckt.

Oder aber Sie füllen Ihre Badewanne ein paar Zentimeter hoch mit Wasser, legen ein Handtuch in die Wanne und stellen die Pflanzen ohne Übertopf darauf. 

Hauspflanzen umtopfen

Je nach Wachstum sind Zimmerpflanzen etwa alle ein bis drei Jahre in ein größeres Gefäß umzutopfen. Dabei ärgert man sich jedes Mal, wenn beim späteren Angießen der Pflanze die Erde aus den Abflusslöchern herausfließt. Um dies zu verhindern, bedeckt man die Löcher von innen gerne mit Tonscherben oder kleinen Steinen.

Dies hat jedoch einige Nachteile: Die Scherben oder Steine passen meist nicht exakt über die Löcher, sodass trotzdem Erde abfließt. Oder aber es kann passieren, dass sie die Löcher verstopfen, sodass sich das Gießwasser im Topf staut. Legen Sie stattdessen lieber einen benutzten Kaffeefilter in den Pflanztopf!

Durch den Filter kann keine Erde mehr durch die Löcher fließen, überflüssiges Gießwasser jedoch schon. Positiver Nebeneffekt: Der am Filter haftende Kaffeesatz ist ein guter Pflanzendünger. Tipp: Ein altes Küchentuch, das Sie in kleinere Teile schneiden, kann diesen Zweck auch erfüllen.

Ebenfalls empfiehlt es sich, die Pflanzerde vor dem Umtopfen zu sterilisieren, denn die Blumenerde aus dem Gartencenter kann von Schädlingen und Keimen befallen sein. Um diese abzutöten sollten Sie die Erde für 30 Minuten bei 150 Grad im Backofen erhitzen. 

Praxistipp: Niemand mag kalte Füße – auch Zimmerpflanzen nicht. Denn dies kann bei ihnen dazu führen, dass der Wurzelballen auskühlt, wodurch die Pflanzen Blätter verlieren. Damit Ihre Lieblinge nicht auf der Fensterbank oder dem Boden im kalten Hausflur frieren müssen, sollten Sie ein Stück Styropor unterlegen. Stehen Ihre Pflanzen auf einem Boden mit Fußbodenheizung, hilft auch hier die Unterlage: gegen austrocknen. 

Hauspflanzen düngen

Regelmäßiges Düngen fördert das Wachstum und die Blütenbildung der Zimmerpflanzen. Dafür muss man jedoch nicht immer die Mittel aus dem Gartencenter nehmen, sondern kann auch mit Küchenabfällen den Pflanzen Nährstoffe zufügen. Der nach dem Kaffeekochen entstandene Kaffeesatz enthält etwa Kalium, Stickstoff und Phosphor. Er senkt zudem den pH-Wert der Erde, was genau richtig für säureliebende Pflanzen wie Orchideen ist. Vor Verwendung sollten Sie den Kaffeesatz erkalten und trocknen lassen, um Schimmel zu vermeiden. Dann können Sie ihn unter die Pflanzenerde mischen.

Auch die Bananenschale, die üblicherweise nach dem Verzehr im Mülleimer landet, eignet sich als Dünger. Schneiden Sie die Schale klein und arbeiten Sie die Stücke frisch oder getrocknet im Wurzelbereich ein. Nehmen Sie hierfür nur Schalen von unbehandelten Bio-Bananen. Die Schale reichert die Erde bei der Zersetzung mit Mineralstoffen wie Magnesium, Phosphat und Kalium an, was für eine schöne Blütenbildung bei Pflanzen sorgt. Alternativ kann man aus den Bananenschalen auch einen Flüssigdünger herstellen.

Praxistipp: Grünpflanzen wie Yucca-Palmen verbessern unser Raumklima. Leider lagert sich während der Heizungsperiode im Winter viel Staub auf den Blättern der Pflanzen, wodurch sie nicht mehr genügend Licht abbekommen. Wenn Sie die Blätter mit der Innenseite einer Bananenschale abwischen, wird dadurch nicht nur der Staub entfernt, sondern die Blätter erhalten zudem neuen Glanz, sodass sich nicht so schnell wieder Staub ablagert. 

Mit einer Bananenschale lässt sich Staub leicht von Blättern entfernen. Foto: sidm / MMM

Ebenfalls zu gut für die Tonne sind Eierschalen. Sie enthalten viel Kalziumkarbonat, das nicht nur wertvoll für die Pflanzen ist, sondern auch den pH-Wert der Erde langsam anhebt. Zerkleinern Sie die Eierschalen und legen Sie sie auf die Erde. Je feiner die Schale zerteilt wird, desto schneller kann die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen. 

Schädlinge auf Hauspflanzen

Auch Schädlinge bei Hauspflanzen lassen sich mit den verschiedensten Hausmitteln vertreiben. Gerade in den Wintermonaten kann es passieren, dass man Trauermücken auf der Blumenerde entdeckt. Eine Möglichkeit, diese Schädlinge loszuwerden, ist, Streichhölzer mit dem Kopf nach unten in die Blumenerde zu stecken. Der Zündkopf enthält unter anderem Schwefel, was Trauermücken gar nicht gern mögen. Beim Gießen wird der Schwefel im Topf verteilt und tötet die Larven ab. Einmal anwenden genügt jedoch nicht, tauschen Sie die Streichhölzer etwa alle zwei Wochen aus. Auch mit Backpulver, Zimt, kaltem Kaffee oder Wein werden Sie die kleinen Fliegen los.

Blattläuse zählen ebenfalls zu den häufigsten Schädlingen bei Zimmerpflanzen. Die bekannteste Methode, um diese Tierchen loszuwerden, ist das Einsprühen mit Schmierseife (20 g Schmierseife auf 1 L Wasser). Dadurch werden die Schädlinge mit einem feinen Film überzogen und ersticken. Weitere effektive Hausmittel gegen Blattläuse sind zum Beispiel schwarzer Tee, Brennnesselsud oder Spülmittel. 

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