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Geht auch ganz einfach:

Farbwalzen Darauf sollten Sie bei Malerrollen achten

Am Wochenende mal eben die Wände malern? Kein Problem! Für ein perfektes Ergebnis brauchen Sie aber neben einer guten Farbe auch die richtige Farbwalze. Wir zeigen, worauf Sie achten sollten!

Inhalt
  1. Was müssen Farbwalzen können?
  2. Wie sind Farbwalzen aufgebaut?
  3. Welche Plüscharten gibt es bei Farbwalzen?

Zugegeben, vor allem bei Wandfarben müssen wir nicht unbedingt Spezialisten sein, um die Qualität erkennen zu können: Auf den Produkten sind in aller Regel die Deckkraftklasse, die Nassabriebbeständigkeit und die Reichweite angegeben und auch, ob das Produkt für Allergiker geeignet oder spritzarm ist. Eine solch klare Einordnung ist bei den Farbwalzen – egal ob Schaum- oder Plüschwalzen – nicht ohne weiteres möglich. Dabei sollten Farbwalzen verschiedene Aufgaben gut beherrschen, damit das Ergebnis stimmt, ohne dass Frust entsteht.

 

Was müssen Farbwalzen können?

Malerrollen sollten Farbe sehr gut aufnehmen und speichern können, diese aber an der Wand gut wieder abgeben. Beides beeinflusst die Reichweite. Die Fasern sollten sich auch gut wieder aufrichten – plattgedrückter Plüsch nimmt Farbe kaum wieder auf. Das Verschlichten der Farbe an der Wand muss der Walze ebenfalls gut gelingen. Zur besseren Reinigung sollte der Walzenkern möglichst dicht sein, damit dort keine Farbe eindringt.

Malerarbeiten
Farbroller reinigen

Nur eine saubere Farbrolle verspricht auch gute Arbeitsergebnisse

Natürlich sollte der Plüsch auch nicht flusen. Damit sind wir schon bei einem der häufigsten Anwendungsfehler beim Malern: Jede neue Plüschwalze muss zunächst eingearbeitet werden. In der Regel bedeutet das bei der Verarbeitung von Wand-Dispersionsfarben, dass die Walze mit lauwarmem Wasser gereinigt und rotierend ausgeschlagen werden soll, um Restflusen aus der Produktion zu entfernen. Eine restfeuchte Walze nimmt die Farbe auch viel besser auf.

Übrigens: Ein weiterer sehr häufiger Fehler beim Streichen ensteht, wenn Sie zu schnell arbeiten. Die sogenannten Schleppspuren machen es deutlich. Denn meistens trägt man dann viel Farbe in einem Arbeitsgang auf. Erreicht wird das durch zu hochpoligen Plüsch – die Farbe verschwimmt.

 

Wie sind Farbwalzen aufgebaut?

Bei hochpoligen Walzen für stärker strukturierte Flächen wie z. B. Rauputz-Fassaden liegt häufig zwischen Kernrohr und Plüsch eine Polsterung, damit die Faserbündel auch tiefliegende Stellen erreichen können.Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Plüschrollen teils schräggestreift und teils quergestreift sind? Dieses Aussehen gibt Hinweise auf den Aufbau. Bei schräggestreiften Walzen wird der Plüsch im sogenannten Thermofusionsverfahren unter Hitze um das Kernrohr gewickelt und verschmolzen. Der genähte Plüschschlauch wird hingegen über das gepolsterte Rohr gezogen und fest eingeklemmt.

Holzversiegelung
Farbrolle aufbewahren

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Neben Plüschwalzen gibt es aber auch noch Schaumwalzen. Anders als bei den großen Plüschrollern sind diese Kleinwalzen nur auf einer Seite gelagert – der Bügel geht nicht durch. Um Ansätze zu vermeiden, werden die Enden konkav oder rund ausgeformt. Schaumwalzen werden vor allem zum Lackieren gewählt. Die Schaumzylinder selbst werden gefräst und nachbehandelt. 
Praxistipp: Welche Farbwalze wofür ist, erfahren Sie oben in der Bildergalerie >>

 

Welche Plüscharten gibt es bei Farbwalzen?

Wenn alle Malerrollen aus dem gleichen Material wären, wäre es ja einfach die beste Farbwalze auszuwählen. Stattdessen wird man in Baumärkten aber von der großen Auswahl fast erschlagen. Damit Sie aber dennoch die richtige Wahl treffen, gibt es hier einen Überblick über die verschiedenen Plüscharten. Dabei bestimmen aber auch Material- und Herstellungskosten den Preis.

  • Gestricktes Polyester: Häufig als Vestan angebotener Plüsch, ist ein Billig-Produkt mit kurzen Stapelfasern, geringem Wiederaufrichteverhalten und hoher Flusenneigung.
  • Polyester-Microfaser: Meist kurzflorig, flusenfrei und für eher dünnflüssige Anstriche (z. B. Lacke) geeignet. Die gewebte Endlosfaser besitzt eine hohe Faserdichte.
  • Gewebtes Polyacryl: Häufig für Malerwalzen verwendet. Farbaufnahme und -abgabe sind gut, die Endlos-Fasern richten sich gut wieder auf, flusen jedoch stark.
  • Gewebtes Polyamid/Polyester: Die langlebigsten und besten Plüsche – vorausgesetzt, Sie behandeln sie pfleglich und waschen die Walzen nach der Benutzung sehr gründlich und fachgerecht aus.

Woraus besteht eine Farbwalze mit Plüsch?

Farbwalzen sind das geeignete Werkzeug zum Streichen. Besonders große Flächen werden so schnell und gleichmäßig gestrichen. Doch kaum jemand weiß, woraus die beliebten Plüschwalzen bestehen. Das Bild zeigt es im Detail:

So sehen Plüschwalzen von innen aus. Foto: Hersteller / Color Expert

Webarten bei Farbwalzen

Kaum etwas ist ärgerlicher als eine Plüschwalze, die flust. Daher muss jede neue Walze vor der Nutzung gründlich ausgewaschen werden. Trotzdem gibt es Unterschiede! 

  • Bei der W-Webung wird jedes Faserbündel durch drei Schussfasern im Grundgewebe besonders sicher verankert.
  • Bei der preiswerten V-Webung wird das Faserbündel nur von einem Schussfaden gehalten. Hier droht eher Faserverlust!

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2020

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