Dampfsperre

Dampfsperrfolie mit variablem sd-Wert verlegen

Aus selbst ist der Mann 2/2023

Wenn Sie Ihr Dach dämmen, brauchen Sie auch eine Dampfsperre. Denn nur so können Sie verhindern, dass die Feuchte der Raumluft in die Dämmung eindringt. Wir zeigen, wie Sie eine Dampfbremse verlegen.  

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Foto: sidm / CK

Dampfsperrfolie mit variablem sd-Wert verlegen

Die diffusionshemmende Dampfbremsbahn aus mehrlagigem Polypropylen-Spinnvlies, hier 1,5 m breit und 50 m lang für 75 m2.

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Dampfsperrfolie mit variablem sd-Wert verlegen

Die Folie ist sehr reißfest und kann auch im Außenbereich eingesetzt werden.

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Die Folie ist sehr reißfest und kann auch im Außenbereich eingesetzt werden.

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Die Bahnen lassen sich mit einem Cutter leicht auf Maß schneiden. Wichtig: Die einzelnen Bahnen müssen sich in der Fläche ...

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... gut 10 cm überlappen. Im Fensterbereich muss die Folie bis hinter den Rahmen reichen, wo sie dicht verklebt wird. Vor allem auf großen Flächen klappt es zu zweit wieder besser!

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Dampfsperrfolie mit variablem sd-Wert verlegen

Fixieren Sie die Folie erst mit einem Tacker an den Balken. Besonders wenn man allein arbeitet ist ein guter Tacker unerlässlich.

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Die einzelnen Bahnen müssen die komplette gedämmte Fläche überziehen und abdichten.

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Denken Sie stets an eine ausreichende Überlappung von rund 10 cm.

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Markieren Sie ggf. vorher auf der Folie die Stellen über den Balken, wo Sie die Folie gut festtackern können.

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Beachten Sie, dass die bedruckte, glatte Seite raumseits zeigt und die vliesbeschichtete Seite zum Untergrund bzw. zu den Sparren. Locker bleiben: Die Folie nicht zu stramm spannen und befestigen!

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Hier sieht man gut die sich überlappenden Bahnen, die man dann luftdicht verkleben muss.

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Der Spezialklebstoff LDS Solimur dient eigentlich dem Anschluss von Dampfbremsbahnen an flankierende Bauteile.

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Hier wurde er zusätzlich am Bahnenübergang eingesetzt. Grundsätzlich die Folie dann nur leicht andrücken, den Dichtstoff nicht ...

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... platt drücken! Die Überlappungen ansonsten einfach mit den Klebebändern LDS Solifit S oder LDS Soliplan luftdicht abkleben.

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Das Klebeband LDS Solifit S kann man abschneiden oder dank Kantenperforation auch reißen. Das Abziehen eines Trennpapiers ...

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... ist nicht nötig, zum Abkleben von Durchdringungen kann die Abdeckfolie aber gelöst werden und man erhält einen dünneren, ...

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... flexibleren Klebestreifen. Überlappungen kann man auch mit dem besonders haftstarken Klebeband LDS Soliplan abkleben.

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Das Fenster zunächst überdecken und dann so freischneiden, dass die Folie bis an den Rahmen verklebt werden kann.

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Rundum stabilisiert und sichert das haftstarke Klebeband LDS Soliplan die Folie während der Zuschnitte. Die Folie muss die Fläche lückenlos abdecken und abdichten.

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Dampfsperrfolie mit variablem sd-Wert verlegen

Für dichte Anschlüsse an den Fensterrahmen wurde hier das besonders reißfeste Klebeband LDS Solitwin eingesetzt. Es lässt ...

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... sich nicht von Hand abreißen. Das orangefarbene Band dient der Verklebung von Eckbereichen und Fensteranschlüssen.

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Die geteilte Trennfolie (Linerteilung 30 / 30 mm) macht das Anbringen in Ecken und Winkeln besonders einfach. Jedes Klebeband hat spezifische Vorteile, die man nutzen sollte.

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Eine Andrückrolle oder ggf. nur das Griffstück helfen, das Klebeband auch in den Ecken fest anzudrücken.

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Erst kann die obere Trennfolie gelöst und das Band angedrückt werden, dann die untere Trennfolie. Sehr praktisch!

Dächer müssen grundsätzlich von innen nach außen immer dampfdurchlässiger aufgebaut sein.

Checkliste Werkzeug

  • Andrückrolle

  • Cuttermesser

  • Kartuschenpistole

  • Schere

  • Tacker

Für unser Dach mit einer sehr diffusionsoffenen Unterdeckbahn empfahl sich eine Dampfsperre mit relativ niedrigem sd-Wert von 2 m. Sind Sie hinsichtlich der Unterdeckbahn unsicher oder ist gar keine vorhanden, kann man feuchtevariable Dampfsperren einbauen, die je nach Bedarf Poren schließen oder weiten können. Wie Sie eine Dampfsperre anbringen und worauf Sie achten müssen, zeigt die Bildergalerie oben >>

Luftdichtheit im Dach: Der sd-Wert entscheidet!

Beim Dämmen ist die Diffusionsfähigkeit wichtig. Denn sie beschreibt die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Materials und Baustoffs und wird als sd-Wert in Metern angeben.  Je kleiner der Wert ist, desto wasserdampfdurchlässiger ist das Material. Wenn man also wie wir in unserem Beispiel einen kleinen sd-Wert nutzt, ist das gut. 

Doch bei der Dämmung sollten Sie nicht nur den sd-Wert kennen. Fogende Begriffe sind ebenso wichtig:

  • Wärmedämmfähigkeit: Sie wird als U-Wert in W/(m2K) angegeben. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt ein Bauteil. Das Gebäudeenergiegesetz verlangt bei der Dachdämmung im Bestand einen U-Wert von 0,24 W/m2K (KfW- bzw. BAFA-Förderung gibt es ab 0,14 W/m2K).
  • Wärmeleitfähigkeit: Angegeben als Lambda-Wert in W/(mK). Je kleiner der Wert, desto besser dämmt ein Baustoff. Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) Ein Baustoff wird je nach Wärmeleitfähigkeit eingestuft. Baustoffe mit 0,040 W/(mK) gehören z. B. zur WLS 040 (alt: WLG = Wärmeleitfähigkeitsgruppe). Je niedriger der Wert, desto besser dämmt der Baustoff.
  • Wärmespeicherfähigkeit: Sie wird in kJ/(kgK) angegeben. Multipliziert mit der Baustoff-Rohdichte ergibt sich die Wärmespeicherungszahl in kJ/(m2K). Je höher die Werte, desto besser speichert ein Baustoff Wärme und umso träger reagiert er bei Aufheizung bzw. Abkühlung.

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