Dampfbremse

Dampfbremsfolie verlegen

Aus selbst ist der Mann 2/2021

Wer seinen Dachboden dämmt, kommt um eine Dampfbremsfolie nicht herum. Diese soll verhindern, dass Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt und sich schädliches Kondenswasser bildet. Das Verlegen der Dampfbremsfolie können Sie auch selber übernehmen. Dabei ist allerdings Sorgfalt und Aufmerksamkeit gefragt, denn die Folie muss komplett luftdicht abgeklebt werden.

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Foto: sidm / CK

Dampfbremsfolie verlegen

Dampfbremsfolie auf dem sauberen Boden ausrollen und Bahnen in einer notwendigen, sinnvollen Größe zuschneiden: ...

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Dampfbremsfolie verlegen

Die Größe ergibt sich je nach Balkenlage. Der Zuschnitt erfolgt mit Schere oder Cutter, am besten entlang einer Schiene.

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Dampfbremsfolie verlegen

Bedenken Sie beim Zuschnitt, dass die Bahnen überlappend verlegt werden müssen. Den Untergrund abfegen.

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Hier war der Anfang durch die Balkenlage am Drempel etwas kompliziert: Die Folie wurde im gemauerten Bereich angelegt.

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Dort wurde die Folie im Eckbereich angedrückt und dann mit …

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… dauerelastischem Dichtklebstoff Ursa Seco Pro DKS auf der Putzschicht verklebt.

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Folie auf der Kleberaupe andrücken (nicht plattdrücken!). Der Dichtklebstoff eignet sich gut für unebene Anschluüse.

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Unterhalb des querverlaufenden Balkens wurde ein Kantholz am Boden befestigt.

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Das Kantholz ist dann bündig zum Balken ausgerichtet und anschließend …

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… am Holzboden festgeschraubt worden. Es folgte nun die Dämmung des Drempels.

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Dampfbremsfolie verlegen

Zwischen die bestehende und neue Holzkonstruktion im Drempelbereich klemmte der Bauherr den Dämmstoff.

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Die nach vorne reichende Folie wurde nach oben umgeschlagen und erst am Kantholz auf dem Boden festgetackert, …

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… dann am montierten Brett für die Untersparrendämmung unterhalb des Dachfensters befestigt.

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Dampfbremsfolie verlegen

Rund ums Fenster die Dampfsperrschürze des Fensterherstellers anlegen. Sie gehört serienmäßig zum Innenfutter.

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Dampfbremsfolie verlegen

Klemmen Sie die Schürze mit dem beiliegenden Velux-Werkzeug spannungsfrei in den Fensterrahmen, Knickstellen vermeiden!

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Dampfbremsfolie verlegen

Die Nut, in die die Folie geklemmt werden muss, ist in der Einbauanleitung zur Dampfsperrschürze BBX detailliert skizziert!

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Je zwei der beiliegenden acht Schrauben im Eckbereich an den vorgesehenen Löchern mit dem Rahmen verschrauben.

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Nun weiter die Dampfbremsbahnen des Dämmstoffherstellers an den Querhölzern festtackern.

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Anschlüsse an unebenen Balken mit Dichtklebstoff ausführen.

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Dampfbremsfolie verlegen

Den Klebstoffstrang aufziehen und die Folie leicht andrücken.

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Dampfbremsfolie verlegen

Überlappende Folienbahnen mit dem Haftklebeband Ursa Seco Pro KP luftdicht abkleben.

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Die Dampfsperrschürze seitlich überlappend auf die verklebte Dampfbremse legen und ebenfalls luftdicht abkleben.

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Dampfbremsfolie verlegen

Alle Folienteile müssen luftdicht verklebt werden! Anschlüsse an angrenzende Bauteile und Durchdringungen mit glatter Oberfläche mit dem dehnfähigen, blauen Klebeband Ursa Seco Pro KA abkleben.

Checkliste Werkzeug

  • Cuttermesser

  • Schere

  • Tacker

  • Wasserwaage

Die Wahl der Dampfbremsfolie hängt vom Dachaufbau ab. In unserem Fall machen die relativ wasserdampfundurchlässigen, alten Unterspannplatten eine feuchtevariable Dampfbremse empfehlenswert, die je nach Temperatur und Witterung ihre Poren öffnet oder schließt und so die Dämmebene trocken hält. Wichtig: Das luftdichte Abkleben von Anschlüssen.

Dampfbremsfolie verlegen: Feuchtigkeit in der Dämmebene verhindern

Dächer sollten von innen nach außen immer dampfdurchlässiger aufgebaut sein. Verbauen Sie diffusionsoffene Mineralwolle-, Zellulose- oder Hanfdämmstoffe, und ist eine wasserdampfdurchlässige Unterdeckbahn vorhanden, wählt man Dampfbremsen mit niedrigem sd-Wert von ca. 2 m. Sie lassen eine kontrollierte Diffusion zu. Bei alten Unterdeckbahnen, die meist wasserdampfundurchlässig sind, sowie bei fehlender Unterdeckbahn empfiehlt sich eine wasserdampfundurchlässige „Dampfsperre“ oder besser eine Dampfbremse mit variablem Diffusionswiderstand. Diese Folien verhindern, dass vor allem im Winter zu viel Wasserdampf ins Dach eindringt. Bei höheren Temperaturen, die in feuchten Dächern den Dampfdruck steigen lassen, öffnen sie ihre Poren und lassen Feuchtigkeit zur kühlen Raumseite austreten.

Wärmedämmfähigkeit, Diffusionsfähigkeit und Co. einfach erklärt

Wärme leiten, Wärme dämmen und Wärme speichern? Was ist denn nun wichtig für die Dämmung und welcher Wert muss besonders hoch bzw. niedrig sein? Wir verklären Ihnen die verschiedenen Begrifflichtkeiten:

  • Wärmedämmfähigkeit: Sie wird durch den U-Wert in W/(m2K) ausgedrückt. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt ein Bauteil oder eine Bauteilschicht.
  • Wärmeleitfähgikeit: Angegeben als Lambda-Wert in W/(mK). Je kleiner der Wert, desto besser dämmt ein Baustoff.
  • Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG): Ein Baustoff wird je nach Wärmeleitfähigkeit eingeteilt. Baustoffe mit 0,040 W/(mK) gehören z. B. zur WLG 040 (WLG = Euronorm WLS (Wärmeleitfähigkeitsstufe)). Je niedriger der Wert, desto besser dämmt er.
  • Wärmespeicherfähigkeit: Sie wird in kJ/(kgK) angegeben. Multipliziert mit der Baustoff-Rohdichte ergibt sich die Wärmespeicherungszahl in kJ/(m2K). Je höher die Werte, desto besser speichert ein Baustoff Wärme und umso träger reagiert er bei Aufheizung bzw. Abkühlung.
  • Diffusionsfähigkeit: Sie beschreibt die Wasserdampfdurchlässigkeit eines Stoffs (sd-Wert in m). Je kleiner der Wert, desto durchlässiger ist das Material.

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