Umweltwärme - aber sicher

Wärmepumpe installieren: Diese Regeln gelten für Abstände, Sicherheit und Aufstellort

Wärmepumpen erobern deutsche Haushalte: Rund 1,7 Millionen Anlagen sind installiert. Doch bei Aufstellung und Betrieb gibt es Regeln für Abstände und Sicherheit. Wir klären, was gilt – und was sinnvoll ist.

Ein Arbeiter mit orangefarbenem Helm und gelber Warnweste arbeitet an einer weiß-grauen Wärmepumpe, die hinter Holzlamellen steht
Foto: istockphoto.com / Nirian
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Die Wärmewende nimmt Gestalt an – und die Zahl der Wärmepumpen in deutschen Haushalten zu. Wurden 2020 noch 120.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert, waren es im Rekordjahr 2023 bereits über 350.000. Auch wenn die Zahl 2024 wieder zurückging: Die klimafreundliche Technologie verdrängt nach und nach Gas- und Ölheizungen, die noch in vielen Millionen deutscher Haushalte stehen. Wer auf Wärmepumpen umsteigt, muss jedoch Vorschriften beachten: von Mindestabständen über Lärmschutz bis hin zur Kältemittel-Sicherheit.

So funktioniert eine Wärmepumpe

Wärmepumpen arbeiten nach dem physikalischen Prinzip von Verdampfung und Kondensation eines Kältemittels. Ein Verdichter komprimiert das Gas, wodurch dessen Temperatur auf Werte steigt, die für die Heizung nutzbar sind – in Standardanlagen 35 bis 55 Grad Celsius, in speziellen Hochtemperaturgeräten bis etwa 80 Grad Celsius. Über den Verflüssiger wird die Wärme an das Heizsystem abgegeben, bevor das Kältemittel wieder entspannt und erneut Umweltwärme aufnehmen kann. 

Die Effizienz einer Wärmepumpe wird durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschrieben. Sie gibt das Verhältnis zwischen abgegebener Heizenergie und eingesetztem Strom über ein ganzes Jahr an. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen in der Praxis JAZ-Werte zwischen 3,5 und 4,5. Sole-Wasser-Wärmepumpen mit Erdsonden sogar zwischen 4,5 und 5,2. Damit lässt sich aus einem Kilowatt Strom ein Vielfaches an Heizwärme gewinnen. 

Die Wärmepumpe als Gasheizungs-Ersatz?

Im Neubau liegt laut dem Statistischen Bundesamt der Anteil von Wärmepumpen mittlerweile bei deutlich über 50 Prozent, während Gasheizungen mit rund 20 Prozent der Neuinstallationen nur noch eine Nebenrolle spielen. Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe wurden im Rekordjahr 2023 rund 356.000 Anlagen installiert – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wobei Luft-Wasser-Systeme den deutschen Markt deutlich dominieren. 2024 waren es immerhin noch knapp 200.000 neue Wärmepumpen in deutschen Wohnhäusern.

Die allgemeinen politischen Rahmenbedingungen steuern diesen Trend: Das Gebäudeenergiegesetz schreibt ab 2024 vor, dass Heizungen in Neubauten zu mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen müssen. Der Staat fördert Wärmepumpen mit bis zu 70 Prozent der Investitionskosten, während Gasheizungen keine Unterstützung mehr erhalten und spätestens 2045 aus dem Betrieb genommen werden müssen. Diese Regelungen können sich aber ändern: Die Merz-Regierung plant derzeit eine Änderung oder Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes.

Elektrische Sicherheit und Brandschutzbestimmungen bei Wärmepumpen

Neben 230-Volt-Geräten arbeiten einige Wärmepumpen mit Drehstrom (Starkstrom) und benötigen in diesem Fall einen 400-Volt-Anschluss. Die Installation darf in jedem Fall ausschließlich durch einen Elektrofachbetrieb erfolgen, der dabei alle relevanten Vorschriften einhält. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI/RCD) gehört dabei zur Standardausstattung und schützt zuverlässig bei Isolationsfehlern. 

Beim Brandschutz gelten unterschiedliche Schutzbereiche und Mindestabstände, die der Hersteller in der Betriebsanleitung festhält. Wärmepumpen mit dem brennbaren Kältemittel R290 (Propan) erfordern aufgrund zusätzlicher Sicherheitsvorkehrungen. Hier geht es vor allem um Zündquellen wie elektrische Anlagen, Steckdosen oder offene Flammen, die im Falle eines Lecks zur Gefahr werden können. Durch die physikalischen Eigenschaften des Gases (das schwerer als Luft ist) kann es zudem weitere Regeln bezüglich der Abstände zu Wänden, Kellertreppen, Lichtschächten etc. geben. In Innenräumen sind zudem Sicherheitssysteme wie Gaswarnsensoren sinnvoll. Die meisten dieser Regeln werden in Hersteller-Anweisungen und zugehörigen DIN-Normen festgehalten.

Wärmepumpe installieren: Lärmschutz und Schallschutzauflagen beachten

Der Betrieb einer Wärmepumpe verursacht Geräuschpegel zwischen 35 und 60 Dezibel – abhängig von Gerätetyp und Leistung. Laut der technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) gelten für allgemeine Wohngebiete 55 Dezibel tagsüber und 40 Dezibel nachts; in reinen Wohngebieten sind die Grenzwerte noch strenger (50 beziehungsweise 35 Dezibel). Werden diese überschritten, drohen Beschwerden oder im Extremfall behördliche Auflagen. 

Moderne Inverter-Wärmepumpen mit drehzahlgeregelten Ventilatoren erreichen in drei Metern Abstand Werte von 35 bis 45 Dezibel. Für zusätzliche Reduzierung sorgen Schallhauben, die Schalldruck herausnehmen können. Split-Systeme mit Innen- und Außeneinheit bieten für das Innere des Hauses gewisse Vorteile, da der lautere Verdichter außen positioniert wird. Wichtig ist außerdem eine durchdachte Aufstellung: Wände, Ecken oder Nischen verstärken Reflexionen und sollten vermieden werden, um die Nachbarschaft nicht zu belasten. 

Eine Wärmepumpe steht im Garten unter einem kleinen Dach
Bei der Aufstellung im Garten gelten für Wärmepumpen verschiedenste Regeln und Auflagen – diese hängen unter anderem von der Größe und vom Kältemittel ab. Foto: sidm

Aufstellungsort Garten: Vorteile und Nachteile

Die Platzierung einer Wärmepumpe im (Vor-) Garten bietet gute Luftzirkulation und erleichtert Wartung sowie Servicearbeiten. Für den freien Luftstrom vor dem Verdampfer empfehlen Hersteller ein bis mehrere Meter Abstand, damit keine Leistungseinbußen auftreten. Ein stabiler Untergrund aus Beton oder Stein verhindert Vibrationen und Setzungen; die Stellfläche sollte etwas größer als das Gerät dimensioniert sein und genug Gewicht tragen können. 

Als Nachteil gilt die oft eine größere Entfernung zum Gebäude: Längere Rohrleitungen verursachen zusätzliche Wärmeverluste. Je nach Gerät sollte die Länge der Kältemittelleitungen 20 bis 30 Meter nicht überschreiten, da sonst die Effizienz sinkt. Zudem ist ein funktionierender Frostschutz wichtig: Kondenswasser muss zuverlässig und frostfrei abgeleitet werden, etwa über eine Kiesschüttung oder einen Anschluss an die Regenwasserkanalisation, um Eisbildung zu vermeiden. 

Wandmontage: Platzsparende Lösung mit Tücken

Split-Wärmepumpen mit wandmontierten Außeneinheiten sparen Stellfläche und ermöglichen flexible Aufstellungsvarianten. Die Befestigung erfolgt auf Stahlwinkeln mit ausreichender Tragkraft von häufig 150 bis 200 Kilogramm, vibrationsdämpfende Gummielemente verhindern eine Schallübertragung. Für ausreichende Luftzirkulation ist je nach Hersteller ein entsprechender Wandabstand notwendig. 

Die Wandmontage eignet sich hauptsächlich für kleinere Geräte bis zwölf Kilowatt Heizleistung. Größere Anlagen sind zu schwer und benötigen eine Bodenaufstellung. Problematisch können Leichtbauwände oder Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem sein, die nicht ausreichend tragfähig sind – hier empfiehlt sich eine statische Prüfung. Die Kältemittelleitungen werden durch die Wand geführt; spezielle gedämmte Mauerdurchführungen verhindern Wärmebrücken. Die maximale Höhendifferenz zwischen Innen- und Außeneinheit ist von Hersteller- und Gerät abhängig und kann 10 bis 30 Meter betragen.  

Kelleraufstellung: Schutz vor Witterung

Die Aufstellung im Keller schützt eine Wärmepumpe zuverlässig vor Frost, Regen und Wind. Damit sie effizient arbeiten kann, ist jedoch eine ausreichende Belüftung erforderlich. Pro Kilowatt Heizleistung sollte ein großes Luftvolumen zur Verfügung stehen – als Faustregel sind mehrere Dutzend Kubikmeter pro Kilowatt anzusetzen. In Kellerräumen werden beim Betrieb einer Monoblock-Wärmepumpe häufig Belüftungsöffnungen notwendig, um Außenluft anzusaugen.Diese können durch Wanddurchbrüche nach außen erfolgen. Hierbei wichtig: Der sogenannte “thermische Kurzschluss“ muss vermieden werden, bei dem sich warme und kalte Luft vermischen. Wärmepumpen mit dem Kältemittel R290 sind außerdem zum Teil nicht für die Innenaufstellung zugelassen. Hier sind die Herstellerangaben zu beachten.  

Ein Vorteil der Kellerinstallation liegt in den kürzeren Rohrleitungen, die Wärmeverluste minimieren und die Effizienz steigern können. Zusätzlich sind die Geräte vor Vandalismus geschützt, und Geräusche gelangen weniger nach außen. Unverzichtbar sind ein sicherer Kondensatablauf mit Frostschutz, eine automatische Notabschaltung bei Überflutung sowie gegebenenfalls ein Abluftkanal mit Ventilator zur Verbesserung der Luftzirkulation. 

Wärmepumpe: Dachaufstellung für Mehrfamilienhäuser?

Flachdächer eignen sich gut für Wärmepumpen, erfordern jedoch eine sorgfältige statische und sicherheitstechnische Planung. Da größere Geräte zwischen 100 und 200 Kilogramm wiegen, muss die Dachlast entsprechend ausgelegt sein. Fundamentplatten oder Aufständerungen verteilen die Last, in exponierten Lagen sind Geräte natürlich besonders gründlich zu verschrauben.

Die Dachaufstellung bietet freie Luftzufuhr ohne Hindernisse durch Gebäude oder Vegetation. Besonders bei Mehrfamilienhäusern ist sie oft die einzige Möglichkeit, ausreichend große Wärmepumpen ab 20 Kilowatt Heizleistung unterzubringen. Der Schallschutz für die Umgebung ist hier meist unproblematischer, da Nachbarn weiter entfernt sind. Automatisch leise ist es aber nicht. Wichtig ist eine schwingungsarme Aufstellung mit Körperschallentkopplung, damit keine Vibrationen ins Gebäude übertragen werden. Wartungsarbeiten setzen sichere Zugänge mit Absturzsicherung voraus. Rohrleitungen, die durch das Gebäude geführt werden, müssen wärmegedämmt sein, um Kondensation zu vermeiden. Bei Steildächern sind spezielle Aufständerungen und Podeste – in der Regel aus Metall – erforderlich, die Schneelast und Winddruck zuverlässig aufnehmen können. Dazu kommen gerätespezifische Sicherheitsmaßnahmen und Abstände bei brennbaren Kühlmitteln wie R290

Wärmepumpen: Keine einheitliche Regeln für nachbarrechtliche Mindestabstände

Wie üblich wird es beim Thema Nachbarschaft und Baurecht auch bei der Wärmepumpe etwas komplizierter. Hintergrund: Die Landesbauordnungen kennen hier kein einheitliches Metermaß. In vielen Bundesländern sind Wärmepumpen bis zwei Meter Höhe zudem “privilegiert“. Das heißt, sie lösen im Baurecht keine Abstandsflächen aus bzw. dürfen auch in Abstandsflächen stehen (u. a. Bayern, NRW, Baden-Württemberg). Welche Abstände dabei im Einzelfall gelten, hängt vom Baugebiet, der Höhe und der genauen Aufstellung ab. Örtliche Satzungen oder Bebauungspläne können wie üblich abweichen. Eine schriftliche Nachbarzustimmung kann helfen (z. B. bei gemeinsam genutzten Abstandsflächen), ersetzt aber nicht die Entscheidung der Bauaufsicht. Prüfen Sie daher immer die Regeln vor Ort.

Neben dem Baurecht zählt der Schallschutz. Maßstab ist die TA Lärm: nachts 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten, 35 dB(A) in reinen Wohn-, Kur- oder Krankenhausgebieten. Ob ein Gerät das einhält, hängt stark von Standort, Umgebung und Technik ab – eine schalltechnische Prognose ist oft sinnvoll. Kommunen können strengere Vorgaben machen (z. B. in Kurorten oder denkmalgeschützten Bereichen). Verstöße können zu Auflagen bis hin zur Stilllegung führen.

Kältemittel: Entwicklung zu natürlichen Stoffen

Lange Zeit dominierten synthetische Kältemittel mit hohem Global Warming Potential (GWP von R410a: 2.088, GWP von R32: 675). GWP bedeutet in diesem Zusammenhang, wie stark sich ein Gas im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid auf die globale Erwärmung auswirkt. Beide unterliegen der EU-F-Gas-Verordnung und werden schrittweise und in Leistungsklassen bis 2029 nach und nach verbannt. Im Fokus stehen seitdem natürliche Alternativen. R290 (Propan) überzeugt dabei mit einem extrem niedrigen Treibhauspotenzial (GWP 3) und hoher Effizienz, ist jedoch brennbar. Daher gelten Füllmengenbegrenzungen und besondere Sicherheitsauflagen. 

Auch CO₂ (R744) wird zunehmend eingesetzt. Es ist klimaneutral, erfordert jedoch Arbeitsdrücke bis 130 bar und damit robustere Technik. Dafür ermöglicht es Vorlauftemperaturen von bis zu 90 Grad Celsius, was die Nachrüstung in Altbauten erleichtert. Viele Hersteller bieten inzwischen Serienmodelle mit R290 oder R744 an und stellen damit ihre Produktlinien auf langfristig sichere Kältemittel um.

Wärmepumpen: Genehmigungsverfahren und Anmeldepflicht

Typische Luft-Wasser-Wärmepumpen bis zwei Metern Höhe gelten in den meisten Bundesländern als genehmigungsfrei, müssen jedoch beim Netzbetreiber angemeldet werden. Größere Anlagen können als “bauliche Anlagen“ eingestuft werden und benötigen dann eine Baugenehmigung. Diese Regeln sind aber ortsabhängig und sollten bei der Planung überprüft werden. Erdwärmesonden mit Bohrtiefen über 100 Metern sind grundsätzlich genehmigungspflichtig und erfordern zusätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis der zuständigen Behörde. Dazu wird hier auch das Bergrecht relevant.

Der elektrische Anschluss ist in jedem Fall beim Netzbetreiber anzumelden. Ab einer gewissen Leistung wird eine Netzverträglichkeitsprüfung durchgeführt, um die Belastung des Stromnetzes zu prüfen. Smart-Grid-fähige Wärmepumpen profitieren oft von speziellen Stromtarifen mit günstigeren Arbeitspreisen als bei normalen Haushaltsstromtarifen. Wichtig: Die Installation einer Wärmepumpe darf ausschließlich durch zertifizierte Fachbetriebe erfolgen. Für die KfW-Heizungsförderung sind die “Bestätigung zum Antrag“ (BzA) und “Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) die entscheidenden Nachweise, um die Förderungen zu erhalten.

Wärmepumpe installieren: Häufige Planungsfehler vermeiden

Ein häufiger Fehler bei der Planung ist die Überdimensionierung, denn das häufigste Problem ist nicht eine zu kleine, sondern eine zu große Wärmepumpe. Ist das Gerät überdimensioniert, schaltet es ständig, weil das Haus die Leistung nicht braucht. Dieses kostet Effizienz und setzt die Technik unnötig unter Stress. Besser: Die Größe vom Profi ermitteln lassen (Berechnung der Heizlast nach DIN EN 12831) und ein Modell wählen, das ruhig und gleichmäßig laufen kann. Typische Werte Heizlast-Werte liegen bei 30 bis 60 Watt pro Quadratmeter in modernen, gut gedämmten Gebäuden; unsanierte Altbauten können 100 bis 150 Watt oder mehr benötigen. 

Auch falsche Heizkurven-Einstellungen wirken sich stark auf die Effizienz aus. Werden unnötig hohe Vorlauftemperaturen gefahren, steigt der Stromverbrauch deutlich. Optimal arbeiten Wärmepumpen mit 35 bis 45 Grad Vorlauf, während ältere Heizkörpersysteme oft 60 bis 70 Grad erfordern. Hier kann eine Heizkörperoptimierung oder der Einbau einer Flächenheizung die Effizienz um 20 bis 30 Prozent verbessern. Schließlich spielt auch die Dimensionierung des Pufferspeichers eine Rolle: Ist er zu klein, taktet die Wärmepumpe zu häufig. Ist er zu groß, entstehen unnötige Speicherverluste. Als Faustregel gelten ungefähr 12 bis 35 Liter Puffervolumen pro Kilowatt Heizleistung. 

Investitionskosten und aktuelle Förderlandschaft

Die Anschaffungskosten für Wärmepumpen inklusive Installation liegen je nach Systemtyp zwischen 15.000 und 50.000 Euro. Am günstigsten sind Luft-Wasser-Wärmepumpen, die nach Abzug staatlicher Zuschüsse schon ab rund 10.000 Euro realisiert werden können. Erdwärmepumpen mit Sonden bewegen sich im Bereich von 20.000 bis 35.000 Euro, Grundwasseranlagen zwischen 18.000 und 45.000 Euro. Bei komplexen Erdwärmesystemen können die Bohrkosten allein 8.000 bis 15.000 Euro ausmachen. Insgesamt können je nach System bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten auf die Installation entfallen. 

Im Jahr 2025 unterstützt der Staat den Einbau mit bis zu 21.000 Euro je Wohneinheit – ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Förderung setzt sich modular zusammen: eine Grundförderung von 30 Prozent, ein Effizienzbonus von 5 Prozent, ein Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent sowie ein Einkommensbonus von weiteren 30 Prozent für Haushalte mit weniger als 40.000 Euro Jahreseinkommen. Zusätzlich gilt die Regel, dass der Prozentsatz bei 70 Prozent gedeckelt ist. Da die förderfähigen Investitionskosten bei maximal 30.000 Euro liegen, ergibt sich daraus im besten Fall der Förderhöchstbetrag von 21.000 Euro, den aber längst nicht alle Haushalte erreichen.  

Wärmepumpe: Wirtschaftlichkeit und langfristige Betriebskosten

Im laufenden Betrieb zeigen sich Wärmepumpen teilweise deutlich günstiger als fossile Heizungen. Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die jährlichen Heizkosten häufig zwischen etwa 1.100 und 1.800 Euro. Bei Wärmepumpen-Sondertarifen von 25 bis 32 Cent pro Kilowattstunde ergeben sich bei einer typischen JAZ von 3,5 bis 4,0 Wärmekosten von etwa 6–9 Cent/kWh. Zum Vergleich: Gasheizungen verursachen aktuell meist rund 9 bis 12 Cent/kWh; zusätzlich fällt eine CO₂-Abgabe an (2024 rund 0,8 bis 1,0 ct/kWh, 2025 rund ~1,0 ct/kWh).

Die Investition amortisiert sich im Neubau nach etwa acht bis zwölf Jahren, in sanierten Altbauten nach 10 bis 15 Jahren. Positiv wirken sich die geringeren Wartungskosten von 150 bis 300 Euro jährlich aus – bei Gasheizungen sind es 200 bis 400 Euro. Die Lebensdauer moderner Wärmepumpen liegt bei 20 bis 25 Jahren. Auch nach 15 Betriebsjahren können einzelne Komponenten wie zum Beispiel Ventilatoren oder Steuerungen vergleichsweise kostengünstig getauscht werden – deutlich günstiger, als eine komplette Heizung zu erneuern. 

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