Silikonfuge ziehen

Lernen Sie Silikonfugen zu ziehen wie ein Profi: Damit der Übergang zwischen Wand und Waschbecken wasserdicht ist, lohnt es sich eine Silikonfuge zu ziehen. Die Silikonfuge dichtet den Spalt auerelastisch ab, sodass kein Wasser zwischen die Bauteile laufen kann. Wichtig sind solche Dichtungsfugen auch zwischen aneinander stoßenden Fliesenflächen wie Wand/Wand (in einer Raumecke) oder Wand/Boden. Wie Sie eine Silikonfuge ziehen, erklärt diese Anleitung Schritt für Schritt.

Checkliste Werkzeug

Ehe Sie anfangen, eine neue Silikonfugen zu ziehen, muss der Untergrund staub und fettfrei sein. Reinigen Sie also vorher die Fliesen und angrenzende Bauteile – ggf. müssen Sie mit einem Silikonentferner hartnäckige Dichtstoffreste entfernen. Nach der Reinigung muss die Stelle abtrocknen, da Silikon auf feuchten Untergründen nicht haftet:

 
 

Anleitung: Silikonfugen ziehen – an Wand und Boden

In der Anleitung oben zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie eine Silikonfuge ziehen – an der Wand (senkrechte Fuge) oder am Boden (horizontale Fuge). Diese Praxistipps werden Ihnen helfen, die Silikonfuge sauber, dicht und gleichmäßig auszubilden:

  • Silikonkartusche richtig anschneiden: Damit nicht zu viel oder zu wenig Silikon aus der Kartusche gepresst wird, ist die Stelle an der die Tülle angeschnitten wird entscheidend. Die Breite des Tüllenendes sollte ungefähr der Breite der Fuge entsprechen. Schneiden Sie die Silikon-Kartusche am besten in einem 45°-Winkel an.
  • Silikon gleichmäßig auftragen: Vermeiden Sie Stopps oder beschleunigungen beim Auftragen des Silikons.
  • Behalten Sie Druck und Neigungswinkel beim Auftrag bei – so wird die Silikonfuge gleichmäßig dick.
  • Nach dem Auftrag muss die Fuge bündig abgezogen werden: Finger oder Abziehkeil mit Spüli benetzen – überschüssiges Silikon abstreifen!
  • Vorgang ein zweites Mal wiederholen (jetzt sollte der Abziehkeil kaum noch Silikon mehr vor sich herschieben).
  • Wenn Sie den Spalt zuvor mit Malerkrepp abgeklebt haben: Klebeband zügig entfernen (im 45°-Winkel zum Fugenverlauf abziehen), ehe das Silikon aushärtet (vernetzt).
  • Auch wenn die Fuge oberflächlich trocken wirkt, in der Tiefe ist die Masse noch feucht – Fuge ca. 1 Tag lang nicht belasten!

Fuge aus Silikon oder Acryl?

Für dauerhaft elastische und zugleich gut haftende Fugen ist Silikon immer noch erste Wahl: Es gibt sauer und neutral vernetzendes Silikon. Ersteres fällt durch seinen starken Essiggeruch auf, das andere setzt beim Abbinden geruchslose Alkohole frei.
Als Alternative gibt es im Baumarkt auch Acryldichtstoffe. Sie sind deutlich günstiger, besitzen aber eine geringere Elastizität (ungünstig bei Bauteilen, die eine relativ hohe Bewegung erwarten lassen). Dafür ist Acryl überstreichbar, daher wird es überwiegend in Wohnräumen und nicht im Bad verwendet.

Quelle: selbst ist der Mann

Beliebte Inhalte & Beiträge
Informationen

Amazon Prime Day 2018

Die Schnäppchenjagd beginnt!

Copyright 2018 selbst.de. All rights reserved.