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Geht auch ganz einfach:

Saugroboter reparieren Staubsaugroboter reinigen und reparieren

Wenn der Saugroboter nicht mehr richtig saugt, hilft es oftmals den Roboter zu reinigen. Wenn auch das nicht hilft, können Sie den Saugroboter reparieren.

Der hier gezeigte Saugroboter ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich eine zeitaufwendige und hartnäckige Fehlersuche am Ende oft lohnt. Nicht nur, dass Sie bei der Demontage eines solchen sehr komplexen Geräts einiges über den Aufbau moderner Hausgeräte mit ihren zahlreichen Sensoren erfahren – das erfolgreiche Saugroboter reparieren macht am Ende mehrere Stunden fummelige Montagearbeit vergessen und führt zu der Erkenntnis, das auch komplizierte elektronisch gesteuerte Maschinen letztlich durch ganz einfache mechanische Blockaden mattgesetzt werden können. Wir zeigen, wie Sie einen Saugroboter reparieren.

 

Saugroboter reparieren

Die Besitzerin des hier gezeigten Saugroboters hatte ihr Gerät bereits aufgegeben. Der mehrere Jahre störungsfrei arbeitende Automat hatte seine Tätigkeit augenscheinlich zumindest teilweise eingestellt: Zwar fuhr der Roboter wie gewohnt zu den programmierten Zeiten durch die Wohnung, nur war das Reinigungsergebnis nicht mehr zufriedenstellend.

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Bei ersten Tests zeigte sich, dass der Roboter zwar noch saugte und auch die Hauptbürste noch rotierte, doch die seitlichen Besen drehten sich nicht mehr. Damit blieb der Staub an Rändern und in Ecken liegen, das Gerät war damit vermeintlich reif für den Elektroschrott. Nach abgelaufener Garantiezeit schien eine Reparatur auf dem üblichen Serviceweg nicht wirtschaftlich – der einstige Kaufpreis lag unter 200 Euro. Und so sind wir bei der Reparatur vor gegangen:

  1. Bevor Sie den Saugroboter reparieren, sollten Sie ihn demontieren. Bauen Sie hier den Akku und andere bewegliche Teile aus.
  2. Lassen Sie sich dann vom Gerät den Fehlercode auslesen. Dieser zeigt, ob Sie noch mehr Bauteile demontieren sollten.
  3. In unserem Beispiel mussten wir den Saugroboter noch weiter auseinandernehmen.
  4. Nach einem erneuten einölen des Motors konnten wir unseren Roboter aber auch wieder montieren.

Praxistipp: Die genaue Anleitung (z.B. das Demontieren der Platine) zeigen wir in der Bildergalerie >>

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Unser Beispiel zeigt: Eine Reparatur selbst komplizierter elektronischer Geräte ist selbst für Laien oft möglich! Denn in vielen Fällen liegt das Problem nicht in der Programmierung oder elektronischen Bauteilen, sondern in ganz simplen mechanischen Blockaden oder schlicht einer Verschmutzung im Inneren. Es lohnt sich immer, das betroffene Gerät zu demontieren und auf Fehlersuche zu gehen. Allerdings ist dabei oft Geduld gefordert, denn die Geräte sind meist nicht in Hinblick auf eine leichte Reparierbarkeit hin konstruiert worden.

 

Saugroboter reinigen

Bevor Sie das Gerät öffnen, sollten Sie alle äußeren Sensoren auf Verschmutzungen kontrollieren. Dazu gehört auch ein optischer Sensor unter dem vorderen beweglichen Stützrad, der oft von einem Flusen-Knäuel blockiert wird und dann zu Störungen führen kann. Um die Flusen zu entfernen, können Sie das Rädchen aus seinem Schnappverschluss heraushebeln – nutzen Sie dazu am besten einen kleinen Schraubendreher. Rad danach einfach wieder in die Halterung einklipsen.

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Alle beweglichen Teile sollten mit etwas Silikonspray behandelt werden. Arbeiten Sie dabei jedoch sparsam, da überschüssige Flüssigkeit später Staub binden würde und damit schnell zu einer erneuten Verschmutzung führen würde. Kontrollieren Sie bei dieser Gelegenheit auch alle Bürsten und Filter des Geräts auf Verschmutzung und Verschleiß und tauschen diese bei Bedarf gegen neue aus.

Reparaturen: Trauen Sie sich

Wir mussten in unserem Fall einen Großteil der Sensorik und die Hauptplatine demontieren, bevor wir an den Übeltäter gelangen konnten – einen der beiden seitlichen Getriebemotoren, die für die Drehung der Seitenbürsten verantwortlich sind. Auch hier lag eigentlich kein Defekt vor – Motor und Getriebe funktionierten nach einer Reinigung und Zugabe von etwas Sprühsilikon tadellos. Keine Angst also davor, technische Geräte zu öffnen und zu demontieren: Alle Bauteile im Inneren sind meist miteinander verschraubt und lassen sich beschädigungsfrei auseinandernehmen. Die elektrischen Komponenten weisen in der Regel Steckverbindungen auf, die nur in richtiger Polung wieder miteinander verbunden werden können – die verschiedenen Stecker sind außerdem unverwechselbar geformt und können daher meist nicht vertauscht werden.

Unser Fazit: Ist die Garantie abgelaufen, defekte Geräte zuerst genau untersuchen und erst bei Scheitern eines Reparaturversuchs gegen ein neues Gerät ersetzen. Trauen Sie sich die Reparatur selbst nicht zu, so können Sie sich auch an einen versierten Freund oder Bekannten wenden oder Hilfe in einem „Repair-Cafe“ suchen.

Quelle: selbst ist der Mann 4 / 2020

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