Rückstausicherung

Nicht nur bei Hochwasser, sondern auch bei Starkregen können Keller mit Wasser volllaufen. Hier helfen Rückstausicherungen, die verhindern, dass Abwasser aus dem öffentlichen Kanal ins Haus drücken kann.

Inhalt
  1. Rückstausicherung: Rückstauverschluss und Hebeanlagen
  2. Rückstausicherung am Haus
  3. Rückstausicherung erklärt

Wenn bei Starkregen das Abwasser aus Kellerabläufen ins Haus drückt, fehlt ein Rückstauschutz. Im Prinzip sollten deshalb alle tiefliegenden Ablaufstellen im Haus mit einer entsprechenden Rückstausicherung versehen werden. Entscheidend ist hierfür die Lage des Hauses zur Höhe der jeweiligen Rückstauebene. Letztere liegt in der Regel am Kanalanschluss auf Straßenhöhe. Daraus ergibt sich in Hanglagen oft der Umstand, dass hangabseits gelegene Gebäude deutlich gefährdeter sind als Häuser oberhalb der Straße. Sprich: Bei erstgenannten kann sogar das Erdgeschoss überflutungsgefährdet sein!

 

Rückstausicherung: Rückstauverschluss und Hebeanlagen

Geeignete Rückstausicherungen wären Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen. Der Einbau einer Hebeanlage ist vergleichsweise einfach, da keine Stemmarbeiten nötig sind. Bei der Nachrüstung von Rückstauverschlüssen muss an Bodenablaufnähe die Bodenplatte aufgestemmt und der Verschluss in die Abwasserstrecke eingesetzt werden. Aus Gewährleistungsgründen empfiehlt es sich, bei diesen Arbeiten mit einem Fachmann zusammenzuarbeiten.

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Wichtig: Ablaufstellen oberhalb der Rückstauebene mit Gefälle hinter der Rückstausicherung ans Fallrohr anschließen, wie in der Grafik weiter unten zu sehen. Falsch wäre es, wenn das Fallrohr links wäre und von der linken Seite die oberen Abwässer in Richtung rot umkreiste Rückstausicherung fließen würden. Sie müssen hier rechter Hand abfließen, sonst gäbe es bei geschlossener Rückstauklappe eine Kellerüberflutung durch die Abwässer von oben.

 

Rückstausicherung am Haus

Rückstausicherung
Bei großen Niederschlägen steigt das Wasser bis zur Rückstauebene und drückt ohne Rückstausicherung bis ins Haus zurück. Foto: Hersteller / Aco

Das öffentliche Kanalnetz ist für normale Niederschläge gut gerüstet. Bei besonders heftigem Sturzregen kann es aber an seine Belastungsgrenze stoßen. Dann steigt das Wasser bis über die Rückstauebene und drückt durch Bodenabläufe, Duschen oder WC im Keller ins Haus hinein. Ein Rückstauverschluss verhindert dies.

 

Rückstausicherung erklärt

Rückstau: Ist der Kanal oder eine Anschlussleitung in Fließrichtung des Abwassers voll (mit Wasser oder auch Schmutz), kann anfallendes Abwasser nicht abfließen – es kommt zum Rückstau. Bei großer „Verstopfung“ und viel Abwasser kann sich sogar die Fließrichtung umdrehen und das Abwasser fließt aus dem Kanal in Richtung Anschlussleitung bis ins Haus hinein.

Rückstauebene: Dies ist die vom Kanalbetreiber festgelegte Höhe, bis zu der der Wasserstand im öffentlichen Kanal planmäßig ansteigen darf.

Überstau: Das Abwasser tritt aus Kanaldeckeln aus und fließt über der Straßen- oder Geländeoberfläche ab.

Rückstauverschluss: Eine Sicherung, die durch verschiedene Techniken den Durchfluss durch ein Rohr unterbinden kann.

Bemessungsregen: Grundlage zur Dimensionierung eines Abwasserkanals.

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