Parkettboden Landhausdielen verlegen

Parkettboden war lange Zeit der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten und auch heute noch ist der Holzbodenbelag hoch angesehen. Haltbar, hygienisch, trittelastisch und vielfältig – das sind nur einige der positiven Eigenschaften des Parketts. Das richtige Verlegen sollte deshalb gut durchdacht sein. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Inhalt
  1. Tipps für das Verlegen von Parkettboden
  2. Die Grundlage für den Parkettboden
  3. Die Parkettboden-Auswahl

Bezieht man eine Altbauwohnung, trifft man oft auf mehrere Schichten Bodenbelag. Es stellt sich dann die Frage: Was lässt man darin, was reißt man heraus? Und was lässt sich gegebenenfalls darüberlegen?
Im Wohnbereich entschied sich unser Bauherr für einen Eichenholz-Parkettboden, welcher schwimmend auf dem alten Vinylboden verlegt wurde.

 

Tipps für das Verlegen von Parkettboden

  • Wenn möglich, sollte man die Parkettverlegung in einer linken Raumecke starten. 
  • Damit sich der Boden nicht verzieht, sollten Sie ihn vor der Verlegung rund 48 Stunden in geschlossener Packung bei einer Raumtemperatur von mehr als 17 °C – am besten dort, wo Sie ihn verlegen – lagern. Achtung: Unbedingt liegend lagern!
  • Schauen Sie sich vor der Verlegung jede Diele Ihres Parkettbodens an: Vor allem Nut- und Federbereich sollten unbeschädigt sein, da die Dielen sonst nicht akkurat ineinandergreifen. Materialfehler, die nicht bei Ihrem Transport passiert sind, sofort im Handel oder beim Hersteller beanstanden!
Parkettboden
Distanzkeile aus Kunststoff zur Vorbeugung. Foto: sidm/CK
  • Holz schwindet oder quillt je nach Raumklima. Damit der Boden im Sommer nicht nach oben drückt, sollten deshalb Dehnungsfugen zu allen festen Anschlussbauteilen wie Wänden, Türen und Heizungsrohren eingehalten werden. Faustformel: Pro Meter Boden 2 mm Fuge an beiden Raumseiten. Bei einem 5-m-Raum wären das also mindestens 10 mm. Bei der Einhaltung können zugeschnittene Holzstücke oder fertige Distanzkeile helfen, die nach der Verlegung herausgenommen werden können.
 
 

Die Grundlage für den Parkettboden

Floor-Flex-Platten nennen sich die grau-, blau- oder braun melierten Fliesen, die man bis in die 1980er Jahre verlegt hat. Nicht immer lohnt es sich allerdings, diese bis auf den Dielengrund herauszureißen. Ein Grund dafür ist die Menge anfallenden Mülls in Form alter Bodenbeläge und Verlegeplatten. Viel wichtiger ist jedoch, dass dieser Müll nicht immer selbst herausgerissen und entsorgt werden kann: Floor-Flex-Platten sind nämlich nichts anderes als ein Gemisch aus Vinyl und Asbest. Fängt man also an, den Boden herauszureißen, bricht das Material auseinander und Asbestfasern können freigesetzt werden. Diesem Krebsrisiko sollte man sich nicht aussetzen und die Demontage sowie die fachgerechte Entsorgung Profis überlassen.
Plant man aber beispielsweise einen neuen Parkettboden, kann man den Boden auch einfach liegen lassen. Das Positive an den Platten ist nämlich, dass das Asbest fest in das Belagsmaterial aus Vinyl (oder Linoleum) eingebunden ist und somit nicht austritt. Risikofrei ist das allerdings nur, wenn keine losen Schadstellen vorhanden und alle Fliesen noch fest verklebt sind.

 

Die Parkettboden-Auswahl

Gewählt wurde eine durchaus stattliche Diele: gute zwei Meter lang und 16 cm breit. Das Eichenholz ist werkseitig etwas grau meliert (Eiche Anthrazit) und mit einer gebürsteten Struktur versehen. Mitsamt der lebendigen Maserung und der matten Lackierung ein natürlich erscheinender, sehr ansprechender Parkettboden. Und robust ist er auch – als Härtegrad wird ,,sehr hart'' angegeben. Eiche eben!

Checkliste Werkzeug
  • Cuttermesser
  • Hammer
  • Handsäge
  • Richtschnur
  • Schlagklotz
  • Schmiege
  • Stichsäge
  • Zugeisen

Mit rund 80 €/qm hat das aber auch seinen Preis. Berücksichtigen sollte man hierbei aber auch, dass man einen Parkettboden erhält, der sich sehr einfach verlegen lässt. Nut und Feder greifen sowohl an Längsseiten als auch an den Stirnseiten mit einem ,,Klick'' zusammen. Hammer und Schlagklotz sind so gut wie nie nötig, höchstens einmal, um von oben etwas mehr Druck zu geben. Wer vielleicht schon einmal billigen Laminatboden verlegt hat, weiß, dass es hier himmelweite Unterschiede bei den Klicksystemen gibt und man sich genauso gut bei jeder zweiten Diele ärgern kann, weil es selbst mit Hammer und Schlagklotz nicht zusammengeht. 

Mehr über die Auswahl von Parkettboden, finden Sie hier:

Fußboden
Parkett im Holzboden-Vergleich

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