Malervlies tapezieren Glatte Vliestapete an die Wand kleben

Tapezieren kann auch für erfahrene Heimwerker zur Geduldsprobe werden. Verzieht, verklebt oder reißt die Tapete, reißt auch ab und an der Geduldsfaden. Einfacher und unkomplizierter ist der Malervlies. Er kann trocken an die Wand aufgetragen werden und sind dimensionsstabil.

Malerviles tapezieren ist denkbar einfach, weil sich diese Tapete nicht verziehen kann: Sie wird trocken auf die vorab eingekleisterte Wand geklebt. Glatte Wände sind wichtig, willst du Vliesfaser anbringen. Risse, Löcher und vorstehenden Putz sieht man unter diesen Tapeten. Deshalb solltest du solche Stellen vor dem Tapezieren sorgfältig behandeln.

Kleister satt auf die Wand auftragen. Foto: sidm / CK
 

Vliesfaser tapezieren

Saugende Untergründe müssen unbedingt grundiert werden, sonst nehmen sie den Kleister zu stark auf und deine Tapete hält nicht an der Wand. Aber: Wer Kleister und Zeit sparen möchte und die gesamte Wand auf einmal bestreicht, benutzt schnell zu wenig Kleister. Der zieht dann in die Putzschicht ein, und die Tapete klebt am Ende nicht mehr. Deshalb lieber den Kleister pro Bahn satt auftragen und dann den Malervlies tapezieren.

 

Ecken und Fenster mit Malervlies tapezieren

Die Verarbeitung wirkt erst einmal grob – Ecken und Vorsprünge werden nicht vorab eingezeichnet und geschnitten. Der Malervlies wird im Ganzen an die eingekleisterte Wand gebracht und erst dort wird sie passend geschnitten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Mit diesem Verfahren bist du selbst in verwinkelten Räumen recht schnell fertig. Auch Fensterlaibungen werden dir mit Vliestapete keine Probleme mehr bereiten. Die mit Cutter und Schere abgeschnittenen Streifen der Tapetenüberstände lassen sich übrigens einfach abziehen.

Quelle: Sonderheft 6 / 2016

Beliebte Inhalte & Beiträge
Mehr zum Thema
Copyright 2019 selbst.de. All rights reserved.