Kaminsanierung Alten Kamin abreißen

Feuer & Flamme: Einen alten Kamin muss man dann ersetzen, wenn er gesetzliche Grenzwerte nicht mehr einhält. Oft reicht ein Austausch des Heizeinsatzes, aber was, wenn Sie den Kamin komplett abreißen müssen?

Checkliste Werkzeug

Der alleinige Austausch des Heizeinsatzes hätte bei diesem Kamin nicht ausgereicht, der ganze Schacht im Wohnzimmer musste erneuert werden. Somit war ein Komplettabriss fällig, den man aber gut selbst vornehmen kann. Möchten oder müssen Sie Ihren alten Kamin abreißen, finden Sie hier einige Hinweise:​

  1. Sicherheit geht vor: Arbeiten Sie zu zweit an einem Kaminabriss. Ein Heizeinsatz ist besipielsweise sehr schwer und kann Verletzungen verursachen.
  2. Tragen Sie eine Atemmaske: Alte Mineralwolle und asbesthaltige Baustoffe können gefährlich werden. Besteht ein Verdacht auf Asbest, ziehen Sie einen Fachbetrieb hinzu!
  3. Von oben nach unten: Selbsterklärend, aber wichtig. Sollte sich Ihr Kamin über mehrere Stockwerke erstrecken, fangen Sie oben mit der Kaminsanierung an und arbeiten sich nach und nach herunter.
  4. Wohin damit? Sollte Ihr Kamin noch funktionstüchtig sein, können Sie diesen verkaufen. Sollte der Ofen defekt sein, können Sie versuchen bei einem Schrotthändler erfolgreich zu sein. Ist dem nicht so, bleibt Ihnen nur noch die richtige Entsorgung!
 

Praxistipp: Die richtige Entsorgung

Wie beim Hausmüll gilt auch für Bauschutt und anderes Abbruchmaterial: Trennung und geordnete Entsorgung sind detailliert geregelt. Wer Abfall nicht trennt, kann schnell bis zu zehnmal mehr für die Entsorgung zahlen. Doch was ist was? 

Kaminsanierung
Bei einem Kaminabriss entstehen verschiedene Materialien, die unterschiedlich entsorgt werden müssen.

Bauschutt umfasst Mauerwerk, Ziegelsteine, reinen Betonabbruch, Fliesen, Mörtel- und Putzreste, Dachziegel, Waschbecken und Toiletten.
Kein Bauschutt sind alle flüssigen Abfälle, Porenbeton, Metalle, Heizkörper, Kabel, Holzreste, Gipsplatten, Glas, Folien, Farbeimer, und Lackdosen, Asbestzement, Grünabfall, Autoreifen, Isolier- und Dämmstoffe.
Baumischabfall kann Tapetenreste, Kabel und Rohre, Holzreste und -splitter, Sägespäne, Porenbeton, Fensterrahmen mit Glasresten, Türen, Kunststoffe und Verpackungen, Metalle und Teppiche enthalten. Im Einzelfall ist es jedoch verschieden, am besten erkundigen Sie sich bei Ihrem jeweiligen Abfallentsorger!
Grundsätzlich kann man geringe Mengen Bauschutt, Baumischabfall oder Metallschrott und Dämmstoff mit dem Pkw oder Kleintransporter selbst in der Deponie entsorgen – eine Kombiladung voll kostet etwa 15 Euro. Für größere Mengen empfiehlt es sich, Container zur Vor-Ort-Entsorgung anzufordern. Vergleichen Sie verschiedene Angebote für die Bereitstellung und Abholung. Achten Sie außerdem darauf, besser einen Container mit Deckel zu nehmen, um Missbrauch zu verhindern.

Baustoffe Bauschutt im Bauschuttcontainer
Bauschutt entsorgen

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Quelle: selbst ist der Mann 12 / 2016

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