Die 10 größten Fehler beim Anpflanzen

Die 10 größten Fehler beim Anpflanzen

Die 10 größten Fehler beim Anpflanzen

Die Zeit zum Anpflanzen ist bald gekommen. Sobald die Temperaturen steigen, kribbelt es vielen Gartenbesitzern in den Fingern. Neue Schätze sollen den Garten schmücken. Doch beim voreiligen Einbuddeln von Pflanzen kann viel falsch laufen. Im schlimmsten Fall überlebt das neue Gewächs den Pflanzfehler nicht. Daher gibt die Baumschule Horstmann Tipps, welche Fehler man beim Einpflanzen vermeiden muss. [inlineteaser:769:teaser_inln_content]Quelle: Baumschule Horstmann

Fehler beim Anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 1: Nach dem Anpflanzen zu wenig gießen

Pflanzfehler Nr. 1: Nach dem Anpflanzen zu wenig gießenWer den Boden nicht ausreichend feucht hält, muss damit rechnen, dass die Pflanze nicht lange überlebt. Denn es dauert bis zu zwei Jahre, bis sich Pflanzen selbst über ihre Wurzeln ausreichend mit Bodenfeuchte versorgen können. Aber wer es zu gut meint, kann die Pflanze auch leicht ertränken!Praxistipp: Nicht zu häufig und dafür durchdringend gießen. Das bedeutet, dass der Wurzelbereich einmal komplett durchfeuchtet wird und das Gießwasser nicht nur die Oberfläche benetzt. Wird die Pflanze nicht ständig gegossen, regt der Gärtner sie an, ihre Wurzeln in tiefere und feuchtere Bodenschichten zu strecken. Das macht sie auf Dauer robuster. Ausnahmen sind die Flachwurzler, die sich nur im oberen Erdboden ausstrecken. Ihnen muss man in trockenen Phasen deutlich öfter helfen. Um Staunässe zu vermeiden, hilft ein durchlässiger Boden und ein Gießen mit Augenmaß.

Pflanzendünger

Pflanzfehler Nr. 2: Dünger ins Pflanzloch

Pflanzfehler Nr. 2: Dünger ins PflanzlochGut gemeint aber dennoch eine der 'Todsünden' beim Anpflanzen: Den Dünger direkt ins ausgehobene Pflanzloch geben. Das führt in den meisten Fällen zu Verbrennungen der Wurzeln und schadet der Pflanze sehr. Sie kann keine Nährstoffe und Wasser mehr aufnehmen und stirbt im schlimmsten Fall ab. Praxistipp: Dünger erhält die Pflanze erst nach circa 6 Wochen. Ein rein organischer Dünger kann bei Bedarf früher eingesetzt werden, da er in der Regel den Wurzeln nicht zusetzt. Damit kann im Frühjahr der Neuaustrieb der Pflanze unterstützt werden. Ab Ende Juli sollten Gartenpflanzen keinen Dünger mehr erhalten! Wer also im Herbst pflanzt, wartet mit dem Düngen bis zum Frühjahr nach den Frösten. [inlineteaser:781:teaser_inln_content]

Fehler beim Anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 3: Vor dem Einpflanzen nicht gewässert

Pflanzfehler Nr. 3: Vor dem Einpflanzen nicht gewässertDer Wurzelballen hat schon lange kein Wasser mehr gesehen, aber nachdem er in den Gartenboden kommt, erhält er ja einen kurzen Schluck aus der Gießkanne. Das ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Pflanzen nicht einwurzeln. Denn die Wurzeln der Pflanze müssen durch kräftiges Wässern dazu 'animiert' werden, neue Feinwurzeln auszubilden.[inlineteaser:49872:teaser_inln_content]Praxistipp: Nur mit ausreichend Feuchtigkeit im Wurzelbereich kann die Pflanze nach dem Einsetzen Nährstoffe aus dem Boden ziehen und ihre Wurzeln weiter ausstrecken. Wie ein durchdringendes Wässern gelingt, entscheidet sich je nachdem, ob es sich um Pflanzen im Container oder Topf handelt oder Wurzelware ohne Erdballen gepflanzt wird. Containerware taucht man so lange in einen Wassereimer, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wurzelnackte Rosen und Heckepflanzen bleiben hingegen 30 Minuten im Wassereimer und sind danach bereit zum Anpflanzen.

Pflanzfehler Nr. 4: Einschlämmen und Angießen vergessen

Pflanzfehler Nr. 4: Einschlämmen und Angießen vergessenMit dem Wässern des Wurzelballens ist es noch nicht getan! Ohne ein kräftiges Angießen kann die Pflanze nicht optimal wachsen, weil ihr der 'Bodenschluss' fehlt.Praxistipp: Nach dem Einsetzen in den Boden und dem vorsichtigen Andrücken der Erde, muss der Gärtner die Pflanze sorgfältig angießen. Man nennt diesen Vorgang auch Einschlämmen, denn er dient hauptsächlich dazu, alle Hohlräume zwischen den Wurzeln mit Erde zu füllen.

Schattenpflanzen

Pflanzfehler Nr. 5: Falscher Standort für die Pflanze

Pflanzfehler Nr. 5: Falscher Standort für die PflanzeAuch die größte Mühe beim Anpflanzen bringt nichts, wenn die Pflanze am falschen Standort steht. Zu viel Sonne oder zu tiefer Schatten, beides kann Pflanzen schaden. Denn die verschiedenen Arten haben durchaus unterschiedliche Ansprüche an die Lichtverhältnisse. Praxistipp: Den Garten über einen längeren Zeitraum intensiv beobachten und absonnige Bereiche für Schattenpflanzen reservieren. Sonnenkinder wie die Rosen kommen an Standorte mit viel Licht. Eine Skizze oder Fotos vom Garten halten die schattigen und sonnigen Bereiche für die Planung fest. [inlineteaser:9622:teaser_inln_content]

Fruchtfolge im Gemüsegarten

Pflanzfehler Nr. 6: Pflanzabstände nicht richtig gewählt

Pflanzfehler Nr. 6: Pflanzabstände nicht richtig gewähltEs ist verlockend, Beete mit jungen Gewächsen dicht an dicht zu bepflanzen. Aber die einzelnen Exemplare brauchen Platz! Schnell behindern sie sich gegenseitig im Wachstum. Auch wer Gehölze zu dicht an Hauswände oder Mauern pflanzt, bekommt ein Problem, denn sowohl Äste als auch Wurzeln brauchen genügend Raum. [inlineteaser:37921:teaser_inln_content]Praxistipp: Vorab über die zu erwartende Wuchshöhe und -breite der Pflanzen informieren. Das gibt den Pflanzabstand vor. Auch lässt sich so vermeiden, dass schnell und hoch wachsende Pflanzen Fenster verdecken oder in Wege wachsen. Schnittverträgliche Pflanzen lassen sich einfach im Zaum halten. Beim Abstand zur Hauswand darauf achten, ob die Pflanze ein Flachwurzler ist oder mit einer Pfahlwurzel wächst, die weniger Raum greift.

Fehler beim Anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 7: In den falschen Boden gepflanzt

Pflanzfehler Nr. 7: In den falschen Boden gepflanztBoden ist eben nicht gleich Boden. Seine Beschaffenheit spielt eine entscheidende Rolle für das gute Gedeihen einer Pflanze. Wer beispielsweise Rhododendron pflanzen möchte, muss für einen sauren und humushaltigen Boden sorgen. Andere Gewächse sind auf karge und sandige Böden angewiesen. Vorsicht bei allen Rosengewächsen! Sie gedeihen nicht an einem Standort, an dem vorher bereits eine andere Pflanze aus dieser Familie stand. Praxistipp: Welchen Ansprüchen an den Boden der Gärtner gerecht werden muss, erfährt er kompakt auf den Pflanzenschildern im Topf. Auch im direkten Gespräch mit der Fachberatung in der Gärtnerei. Wichtig ist, den Boden gründlich vorzubereiten. Dazu gehört das gute Auflockern und eine Bodenverbesserung. Das kann bei schweren Lehmböden eine Zugabe von Kies oder Sand sein. Zu sandige Böden erhalten eine gute Portion Pflanzenerde und Kompost. Etwa 30 % mit dem Gartenboden vermischen und wieder in die Pflanzstelle geben. Der sogenannten Bodenmüdigkeit, die Rosengewächse verursachen, kann der Gärtner nur durch einen großzügigen Austausch der Erde begegnen. Dann wächst an der Stelle auch wieder eine andere Pflanze dieser Familie.

Fehler beim Anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 8: Zu tief oder zu flach eingesetzt

Pflanzfehler Nr. 8: Zu tief oder zu flach eingesetztDie Pflanze regelrecht unter Erde zu begraben, ist ein häufig begangener Pflanzfehler. Sind Stämme, Triebe oder Stängel und Blätter von Erde bedeckt, fangen sie mit Sicherheit schon bald an abzusterben. Feuchtigkeit leitet den natürlichen Zersetzungsprozess ein. [inlineteaser:816:teaser_inln_content]Praxistipp: Bei den allermeisten Pflanzen sollte der Wurzelballen mit dem Oberboden bündig abschließen. Bedeckt bis zu einem Zentimeter frischer Boden den Wurzelballen, ist das in Ordnung. Gerade bei Obstgehölzen ist es wichtig, die Veredelungsstelle nicht einzugraben. Ausnahmen bilden Rosen, deren Veredelungsstelle rund 5 cm unter der Erdoberfläche liegen sollte. Auch beim Kirschlorbeer empfiehlt es sich, den Wurzelbereich circa 3 cm unterhalb des Oberbodens einzugraben, denn dadurch verzweigt die beliebte Heckenpflanze direkt über dem Boden. 

Stauden teilen

Pflanzfehler Nr. 9: Die Pflanze schief einsetzen oder nicht stützen

Pflanzfehler Nr. 9: Die Pflanze schief einsetzen oder nicht stützenNatürlich muss niemand die Pflanze mit der Wasserwaage ausrichten, aber ein wenig Augenmaß ist schon notwendig. Steht die Pflanze schief im Pflanzloch, wird sie versuchen dies auszugleichen. Sie entwickelt sich entgegen ihrer ursprünglichen Wuchsrichtung und bekommt einen 'Knick in der Optik'. Wer auf eine Stütze bei Bäumen und Stämmchen verzichtet, muss damit rechnen, dass der Wind sie kippt und sie dann schief weiterwachsen. [inlineteaser:49539:teaser_inln_content]Praxistipp: Damit die Pflanze gerade im Pflanzloch bleibt, schon den Grund unter ihr ebnen. Wurzelballen aus einem Topf oder Container bleiben so in der Regel gerade stehen. Bei wurzelnackten Pflanzen muss beim Auffüllen der Erde immer wieder nachjustiert werden. So lange bis die Pflanze in der richtigen Höhe ist und alle Hohräume mit Erde geschlossen sind. Dabei immer wieder ein paar Schritte zurücktreten und überprüfen, ob das Gewächs noch 'im Lot' ist! Die Erde danach leicht andrücken oder antreten, damit nichts mehr umkippen kann. Hohe Pflanzen erhalten einen Stützpfahl, der sie sichert. 

Bärlauch anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 10: Falsche Jahreszeit zum Anpflanzen

Pflanzfehler Nr. 10: Falsche Jahreszeit zum AnpflanzenOft liegt ein großer Fehler schon beim Zeitpunkt! Zwar lassen sich Pflanzen im Topf oder Container ganzjährig anpflanzen, aber bei bei großer Hitze im Sommer fällt es ihnen schwer Fuß zu fassen. Orientierung bietet unser großer Gartenkalender >>Praxistipp: Bei schönem Wetter steht Gartenarbeit hoch im Kurs. Doch eigentlich lieben Pflanzen eher die regnerische Zeit in Frühjahr und Herbst. Denn nun haben sie beste Startbedingungen, um gut einzuwurzeln. Sie müssen während dieser Pflanzzeiten weder mit starker Hitze noch eisigem Frost kämpfen und sind gut vorbereitet, wenn solche Wetterlagen dann eintreten. Bei Stauden gilt das Frühjahr als ideale Pflanzzeit, bei Gehölzen der Herbst. Wer Wurzel- oder Ballenware einpflanzen möchte, muss dies auf jeden Fall in der laublosen Zeit von Oktober bis Anfang April tun. [inlineteaser:44929:teaser_inln_content]

Copyright 2020 selbst.de. All rights reserved.