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Geht auch ganz einfach:

Was ist ein harter Schraubfall?

Vor allem bei Bits wird die Anwendung für bestimmte Schraubfälle angegeben – doch was steckt eigentlich hinter dem weichen und dem harten Schraubfall?

Bei Schraubverbindungen spielt das Drehmoment eine entscheidende Rolle – dabei handelt es sich um eine physikalische Größe, die bei Rotationsbewegungen eine vergleichbare Bedeutung hat wie die Kraft bei geradlinige Bewegungen.

Unterschiedliche Schraubfälle beschreiben dabei die Dynamik während des Schraubvorgangs: Während beim harten Schraubfall mindestens das obere der zu verbindenden Materialien eine harte Oberfläche aufweist – meist Metall –, werden im weichen Schraubfall weiche Materialien miteinander verbunden.
Praxistipp: Welcher Schraubendreher harte und weiche Materialien verbinden kann, zeigt unser Schraubendreher-Test >>

Werkzeug
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Harter Schraubfall: Drehvorgang wird schlagartig gestoppt

Während des Schraubvorgangs steigt in beiden Schraubfällen das aufzubringende Drehmoment zunächst allmählich an. Erst wenn der Schraubenkopf die Oberfläche des Werkstoffs erreicht, zeigt sich der Unterschied: Im harten Schraubfall wird der Drehvorgang durch das harte Material abrupt gestoppt – das Drehmoment steigt schlagartig stark an. Daher kann es bei einer zu starken Einschraubenergie zu Beschädigungen an Werkzeug oder Schraubenkopf kommen.

 

Weicher Schraubfall: Geringer Anstieg des Drehmoments

Im weichen Schraubfall dagegen kann der Schraubenkopf in die weiche Oberfläche eingedreht werden. Zwar wird die Drehbewegung gebremst, jedoch nicht gestoppt – daher ist der Anstieg des Drehmoments erheblich geringer und damit "weicher".

Fotos: sidm / Archiv

Quelle: selbst ist der Mann 3 / 2015

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