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Geht auch ganz einfach:

Schnittblumen haltbar machen

Ob auf dem Balkontisch oder im Wohnzimmer: Blumen machen den Ort direkt viel freundlicher. Schade nur, dass sie nicht ewig halten. Wie Sie Schnittblumen haltbar machen können, um länger etwas von der Blütenpracht zu haben, erfahren Sie hier.

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Inhalt
  1. Wie kann man Schnittblumen haltbar machen?
  2. Schnittblumen haltbar machen mit Hausmitteln
  3. Welche Schnittblumen halten am längsten?

Zum Geburtstag, Muttertag oder einfach nur so, Schnittblumen kann man immer verschenken. Außerdem kann man auch seine Lieblingsblumen aus dem Garten schneiden und ins Haus bringen. Damit sie lange frisch sind, muss man Schnittblumen haltbar machen. Aber wie kann man Schnittblumen haltbar machen? Grundsätzlich geht es bei der Verlängerung der Haltbarkeit von Schnittblumen darum, sie einerseits mit ausreichend lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen und sie andrerseits vor schädlichen Einflüssen, beispielsweise durch Bakterien, zu schützen.
Praxistipp: Alle Tipps, um Schnittblumen länger frisch zu halten, sind auch oben im Video zusammengefasst.

 

Wie kann man Schnittblumen haltbar machen?

Damit Schnittblumen lange frisch sind, muss man vier Sachen beachten. Und das beginnt nicht erst beim richtigen Anschneiden der Stiele sondern schon bei der Wahl der Vase. Wenn Sie die folgenden drei Dinge beachten, sollten Ihre Schnittblumen deutlich länger frisch sein.

Die richtige Vase

Die Vase sollte groß genug sein. Dadurch können sich die Blumen frei entfalten und gleichzeitig werden die Leitungsbahnen für die Wasseraufnahme nicht blockiert. Außerdem sollte die Vase sauber sein. Schon kleine Rückstände können eine Brutstätte für Bakterien und Pflanzenkrankheiten sein. Daher: Immer gründlich mit Spülmittel reinigen und mit Wasser ausspülen.
Praxistipp: Mit Gebissreinigern haben Sie weniger Arbeit. Einfach eine Tablette in die Vase geben, die Vase mit Wasser füllen und etwa 1-2 Stunden einwirken lassen.

Schnittblumen frisch halten
Um die wundervollen Schnittblumen so lange wie möglich bestaunen zu können, sollten Sie unbedingt auf den richtigen Umgang mit dem Strauß achten. Foto: Pixabay/Pexels

Außerdem sollten Sie bei der Auswahl der Vase auf diese 2 Punkte achten:

  • Die richtige Größe: Die Blumenvase sollte nicht zu klein für den Strauß sein. Ist die Vase zu klein, so können die Leitungsbahnen innerhalb der Stängel so beschädigt werden, dass sie nicht mehr genug Wasser aufnehmen können.
  • Nährstoffe: Neben einer ausreichenden Menge Wasser, können Sie den Inhalt des oft mit beiliegende Nährstofftütchens in die Vase geben. Dieser liefert den Schnittblumen wichtige Nährstoffe und verhindert die Entstehung von Bakterien. Faustregel: Pro Liter Wasser 1 Tütchen!

Anschneiden

Bevor die Schnittblumen dann ins Wasser kommen, müssen Sie die Stiele anschneiden. Besonders bei gekauften Blumen und Blumensträußen ist das wichtig, da die Stiele austrocknen und so die Wasseraufnahme verhindert wird. Entfernen Sie alle unteren Blätter, damit diese nicht im Wasser stehen und faulen.

  1. Holzige Stiele (z.B. Rosen): Bei Blumen mit holzigen Stielen sollte der Schnitt etwa 6 cm lang und schräg erfolgen. Die schräge Oberfläche sorgt dabei für eine größere Aufnahmefläche für Wasser.
  2. Nicht-holzige Stiele (z.B. Tulpen): Andere Schnittblumen werden etwa zwei bis drei cm oberhalb des Stielendes gerade abgeschnitten.
  3. Nach dem Anschneiden: Generell gilt, dass jede einzelne Blume sofort nach dem Anschneiden in das Wasser getan werden soll, Profis schwören wohl sogar darauf, im Wasser zu schneiden. Damit keine überschüssige Luft innerhalb der Leitungsbahnen die Aufnahme des Wassers behindert, werden Schnittblumen mit holzigen Stielen vor dem Arrangieren in der Vase oft in heißes oder sogar kochendes Wasser getaucht.
  4. Messer oder Schere? Der Stiel sollte immer nur mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden. Der Schnitt einer Schere kann die Leitungsbahnen quetschen und somit dafür sorgen, dass das Wasser nicht zur Blüte gelangt.

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Geeignetes Wasser

Und damit kommen wir direkt zum dritten Punkt: Das Wasser. Die Wasserversorgung des Blumenstraußes ist wohl der bekannteste und gleichzeitig auch wichtigste Faktor für eine lange Haltbarkeit der Schnittblumen: Ohne Wasser überlebt der Strauß keinen Tag. Deshalb ist es schon beim Transportweg aus dem Blumenladen nach Hause wichtig, die Wasserversorgung möglichst kaum zu unterbrechen.
Praxistipp: Wickeln Sie dafür Ihren Blumenstrauß in feuchtes Zeitungs- oder Küchenpapier ein. So können sich die Schnittblumen übergangsweise ausreichend mit Wasser versorgen. Weiterhin sind besonders die folgenden Formen im Umgang mit Wasser wichtig:

  1. Wassertemperatur: Die meisten Blumen mögen lauwarmes (etwa 35°C) und kalkarmes Wasser (z.B. das abgestandene Wasser aus dem Wasserkocher). Ist das Wasser zu kalt, kann ein Kälteschock zum Verwelken der Schnittblumen führen, ist es zu heiß, wird die Entstehung von Bakterien im Wasser gefördert.
  2. Wassermenge: Beim Befüllen der Vase reicht es den meisten Blumen, wenn sie zu zwei Dritteln mit Wasser gefüllt ist. Einige Blumenarten bevorzugen mehr Wasser, so beispielsweise Rosen. Andere wie Tulpen benötigen dagegen nur eine Füllung von etwa einem Drittel.
  3. Wasseraustausch: Das Wasser sollte täglich oder alle zwei Tage ausgetauscht werden, spätestens jedoch, sobald sich das Blumenwasser zu verfärben beginnt. Mit neuem Wasser verhindert man die Entstehung von Bakterien, die die Blumen schwächen.
Schnittblumen frisch halten
Den meisten Blumen reicht eine Füllung der Vase zu zwei Dritteln mit Wasser.  Foto: Pixabay/dcondrey

Praxistipp: Welche Pflege Ihre Pflanzen z.B. im Janaur brauchen, zeigt Ihnen auch unser Gartenkalender >>

Standort für Schnittblumen

Die Auswahl des Standortes für Ihren Blumenstrauß ist ebenfalls von großer Bedeutung.

  1. Kein direktes Sonnenlicht: Eine direkte Sonneneinstrahlung führt zur Austrocknung der Blüten und zu einem enormen Wasserverbrauch der Schnittblumen. Außerdem sorgt die Wärme für ein vorteilhaftes Klima zur Entstehung von Bakterien. Stattdessen sollte der Standort kühl und ohne Zugluft sein, um die Blumen nicht unnötig zu beanspruchen. Ein Standort am Fenster oder an der Heizung ist somit für Blumensträuße tabu, wenn man Schnittblumen frisch halten möchte.
  2. Von Obst & Gemüse fernhalten: Die von einigen Obst- und Gemüsearten versprühten Reifegase lassen Ihre Schnittblumen schneller welken. Achten Sie also darauf, Ihren Blumenstrauß von der Obstschale entfernt zu halten.
 

Schnittblumen haltbar machen mit Hausmitteln

Wenn Schnittblumen lange halten sollen, gibt man oftmals kleine Tütchen mit Frischhaltemittel ins Wasser. Doch es gibt auch viele Hausmittel, die diese ersetzen sollen.

  • Zucker: Zucker ist ein bekanntes Hausmittel, um den Alterungsprozess von Blumen zu verlangsamen. Tatsächlich hilft Zucker auch und verlängert die Lebensdauer um 3-5 Tage. Aber: Die Dosierung ist sehr wichtig. Zu viel Zucker beschleunigt die Bakterienbildung. Das Wasser sollte max. 1 % Zucker enthalten.
  • Kupfermünzen: Die Münzen sollen Kupfer in das Wasser abgeben und dadurch antibakteriell wirken und die Schnittblumen haltbar machen. Kupfermünzen geben aber eigentlich zu wenig Kupfer ab, um diese Wirkung zu erzielen.

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  • Aspirin: Eine Schmerztablette kann die Schnittblumen länger frisch halten, da Sie die Bakterienbildung verhindert und den pH-Wert senkt. Doch auch hierbei muss man vorsichtig sein. Eine zu hohe Dosis lässt die Schnittblumen schneller welken.
  • Spülmittel: Die antibakterielle Wirkung und die Verringerung der Oberflächenspannung soll die Schnittblumen haltbar machen. Doch Spülmittel ist für viele Blumen auch giftig.
  • Ein Spritzer Zitronensaft kann die Beigabe des Nährstofftütchens ersetzen.
 

Welche Schnittblumen halten am längsten?

Generell können Sie mit diesen Tipps alle Schnittblumen haltbar machen. Doch Sie sollten nicht immer verschiedene Schnittblumen mischen. Informieren Sie sich genau, welche Blumen miteinander in eine Vase gestellt werden können und welche eher einen negativen Effekt auf den Strauß haben. Denn Narzissen und Hyazinthen geben einen Schleim ab, der die Kapillaren von anderen Schnittblumen verstopft. Durch diese verstopfen Gefäße können die Blumen dann kein Wasser mehr aufnehmen. Deswegen sollten Sie Narzissen und Hyazinthen nicht mit anderen Schnittblumen in eine Vase stellen.

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