Die Nutzung von Apps im Smarthome ist komfortabel – doch es drohen Gefahren. Unsere Tipps helfen Ihnen bei der Auswahl der richtigen Geräte. Hier erfahren Sie auch, wie Sie Ihre Cloud sichern.
Welche Cloud ist wirklich sicher?
Immer mehr Menschen nutzen Smart Home Geräte. Doch wie sicher sind die Anwendungen?
Solche Smart-Home-Steckdosen sind für unter 20 Euro bei Ebay oder Amazon erhältlich. Per WLAN können diese Geräte über den Router Verbindung ins Internet aufbauen. Genutzt wird fast immer die problematische chinesische App eFamilyCloud.
Die einfache Bedienung mit QR-Scan und bildschirmgeführter Installation verführt zur unkritischen Nutzung der bequemen App. Per QR-Scan wird das Endgerät binnen Minuten eingerichtet.
Übersichtliche Apps erleichtern es dem Anwender, das System auf dem aktuellen Stand zu halten und sichere Passwörter zu wählen.
Foto: sidm / MMM, KEH, PB Cloud sichern mit Alpha IP
Das Alpha IP-Gateway (ähnlich Homematic IP) stellt den Kontakt zur ...
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... Cloud her. App und Zentrale werden mit einem Scan der Gerätenummer gekoppelt.
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Die App des Systems ist in beiden Smarthome-Welten frei zugänglich und kostenlos nutzbar.
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Die Installation von Zentrale und Geräten wird in der App Schritt für Schritt erklärt und begleitet.
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Vorbildlich ist die Problemlösung in der App mit mehreren Auswahlmöglichkeiten.
Foto: sidm / MMM, KEH, PB Mehr Sicherheit mit lokalem System: Razberry
Razberry bietet auf Basis des Einplatinen-Computers Raspberry Pi eine preiswerte Lösung mit lokalem Datenspeicher.
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Eine kleine Steckbrücke macht den Rechner zur Z-Wave-Funkzentrale.
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Das Betriebssystem findet inklusive der Smart-Home-Software auf einem kleinen Speicherchip Platz. Der Kleincomputer ...
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... ist nicht größer als eine Zigarettenschachtel – wir haben ein passendes Gehäuse mit dem 3D-Drucker hergestellt.
Foto: sidm / MMM, KEH, PB Mehr Sicherheit mit lokalem System: Razberry
Nach dem Anschluss des Rechners an den lokalen Router kann man per Browser direkt auf die Smart-Home-Steuerung zugreifen.
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Auch ohne Internetverbindung können alle per Funk verbundenen Geräte überwacht und lokal gesteuert werden.
Foto: sidm / MMM, KEH, PB
Smarthome-Anwendungen nutzen das lokale Netzwerk und kommunizieren auch – sofern Sie die Anwendungen auch per App aus der Ferne steuern möchten – über das Internet. Für einen sicheren Betrieb ist daher eine robuste Firewall, eine sichere Cloud und die richtige Einrichtung des Routers zum Beispiel mit sicheren Passwörtern eine wichtige Voraussetzung.
Ändern Sie daher unbedingt die vom Hersteller voreingestellten Passwörter und befolgen Sie die Hinweise der Bedienungsanweisung für einen sicheren Datenaustausch im Netz. Verbinden Sie Smarthome-Geräte nur dann mit dem Internet, wenn dies unbedingt nötig ist und stellen Sie zudem sicher, dass alle übertragenen Informationen verschlüsselt übertragen werden – hier gibt es erhebliche Unterschiede in der Übertragungssicherheit zwischen den am Markt angebotenen Systemen.
Leider legen nicht alle Anbieter offen, welche Informationen übertragen, wofür sie genutzt und ob sie sicher verschlüsselt werden – im Zweifel sollten Sie sich dann für ein anderes System entscheiden. Mühsam, aber sinnvoll: Prüfen Sie auch die jeweiligen Nutzungsbedingungen des Anbieters. Oft sollen die Anwender einer Auswertung oder Nutzung von Daten zustimmen, die sie gar nicht wünschen.
Cloud sichern: Worauf muss man achten?
Bedenkenswert beim Cloud sichern sind auch der Standort der Cloud-Server und die Herkunft des Anbieters, denn die lokale Rechtssprechung hat Einfluss auf die zu erwartende Datensicherheit. Generell kommt es auf drei Punkte besonders an: Standort, Anbieter und Dokumentation. Beachten Sie dabei die folgenden Tipps.
Sichere Cloud: Standort
Nur wenn der Anbieter über den Standort seiner Server informiert, können Sie die Rechtssituation einschätzen. Denn die Rahmenbedingungen für Datenschutz und Ausfallsicherheit haben ganz wesentlich mit den gesetzlichen Bestimmungen des Aufstellungsorts zu tun. Außerdem haben Sie gegen Unternehmen im Ausland kaum rechtliche Durchsetzungsmöglichkeiten.
Ideal ist es, wenn der Anbieter seine Server in Deutschland betreibt. Hier gelten alle bekannten Datenschutzbestimmungen.
Akzeptabel ist eine Cloud in Europa, da viele Datenschutzbestimmungen inzwischen europaweit harmonisiert wurden.
Server-Standorte in den USA gelten inzwischen als problematisch, da die hier gespeicherten Daten nicht sicher sind gegen Zugriff amerikanischer Behörden.
Sehr unsicher sind Cloudserver in Fernost, die Datensicherheit entspricht meist nicht europäischen Standards.
Cloud sichern: Wer ist der Anbieter?
Bekannte Marken haben ein Interesse daran, die Daten ihrer Kunden verlässlich zu verwalten und gegenüber Dritten zu sichern. Anbieter ohne bekannten Bezug zur Smarthome-Technik und No-Names sollten skeptisch betrachtet werden.
Recherchieren Sie vor dem Kauf, ob der Anbieter Erfahrungen mit der Smarthome-Technik vorweisen kann.
Achten Sie auf die korrekte Angabe von Datenschutzbestimmungen und Anbieterkennzeichnung auch in der App.
Es lohnt sich, die Nutzungsbedingungen des Anbieters zu lesen, denn hier gibt es große Unterschiede. Der Anbieter muss offenlegen, wofür er Nutzerdaten erhebt.
Gut: Die Nutzung wird im Einzelnen offengelegt, es sind nur für die jeweilige Anwendung sinnvolle Angaben hinterlegt.
Bedenklich: Es werden nur pauschale Angaben gemacht – oder es werden nicht unbedingt nötige Freigaben gefordert.