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Geht auch ganz einfach:

Arbeitsschuhe Sicherheit beim Arbeiten

Ein fester Stand ist Voraussetzung für konzentriertes Arbeiten – Hobby-Heimwerker sollten sich daher bei Arbeitsschuhen am Profi-Schuhwerk orientieren. 

Inhalt
  1. Was sind Arbeitsschuhe?
  2. Schutzklassen bei Arbeitsschuhen
  3. Welche Arbeitsschuhe sind die besten?

Harte Kerle: In den 1970er-Jahren kamen Arbeitsschuhe mit Stahlkappe schwer in Mode – sie sollten bei Jugendlichen die Verbundenheit mit der Arbeiterklasse attestieren und waren daher auch ein politisches Statement. Damals bekannte Hersteller sind inzwischen in Vergessenheit geraten: Kaum jemand will die ähnlich Armeestiefeln gestalteten Arbeitsschuhe heute noch tragen, zudem sie schmerzhaft und langwierig eingelaufen werden mussten.

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Auch als Heimwerker sollte man sich um das richtige Schuhwerk kümmern: Arbeitsschuhe mit Zehenschutzkappe (Schutzklasse SB/S1) schützen vor herabfallenden Gegenständen, Sohlen mit Durchtrittschutz (Schutzklasse S3) vermeiden Verletzungen durch herumliegende Nägel oder vorstehende Armierungen – sind also auf Baustellen sinnvoll. Für die Waldarbeit mit der Kettensäge sollte man Schuhe mit Schnittschutzeinlage bevorzugen (CR).

 

Was sind Arbeitsschuhe?

Neue Materialien und Fertigungsverfahren ermöglichen es, dass Berufsbekleidung selbst mit hohen Sicherheitsanforderungen durchaus modisch und bequem sein kann. Dabei unterscheidet man bei Schuhen grundsätzlich zwischen Berufsschuhen und Sicherheitsschuhen.

  1. Berufsschuhe sind nach europäischer Norm EN ISO 20347 immer mit einer rutschhemmenden Sohle ausgerüstet, jedoch nicht gegen mechanische Risiken besonders geschützt. Das unterscheidet sie von Sicherheitsschuhen.
  2. Sicherheitsschuhe müssen zwingend eine Zehenschutzkappe aufweisen – also eine zwischen Futter und Außenhülle eingebrachte Verstärkung aus Metall oder Kunststoff.

Weitere Schutzmerkmale werden über eine Buchstaben-Zahlen-Kombination kenntlich gemacht. Dabei definiert die DGUV-Regel 112-191 (DGUV für Deutsche Gesetzliche Unfall-Versicherung) zunächst grundlegende Sicherheitsklassen, weitere Eigenschaften werden zusätzlich mit Buchstabenkürzeln kenntlich gemacht (zum Beispiel „CR“ für Schnittfestigkeit oder „CI“ für Kälteisolierung).

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Schutzklassen bei Arbeitsschuhen

Schuhe der Katergorie S1P, S3 und S5 verfügen außer der Zehenschutzkappe auch über eine Verstärkung in der Sohle – die sogenannte Durchtrittsicherheit wird über eine Metalleinlage oder ein besonders armiertes Gewebe aus widerstandsfähigen Kunstfasern erreicht. Sinnvoll ist diese Ausstattung, wenn in unklarem Gelände Metallteile oder Nägel zu Verletzungen der Fußsohle führen könnten. Dabei sind Sohlen mit Gewebeverstärkung angenehmer zu tragen, weil sie biegsamer und zudem kälte- und wärmeisolierend sind. Sie decken außerdem die komplette Brandsohle ab, was bei Stahl nicht der Fall ist. Hier einmal eine Übersicht der verschiedenen Schutzklassen:

  • SB= Basisklasse mit Grundanforderungen. Dazu gehören eine Zehenschutzkappe und eine rutschhemmende Sohle. Der Fersenbereich der Schuhe kann offen gestaltet sein – daher sind entsprechende Schuhe vor allem für den Innenbereich geeignet.
  • S1/S1P= Zusätzlich müssen die Schuhe antistatisch sein, eine öl- und benzinresistente Sohle aufweisen und im Fersenbereich geschützt sein. Ein zusätzliches „P“ bedeutet eine geschützte Sohle (Durchtrittsicherheit).
  • S2= Es werden die Anforderungen der Klasse S1 erfüllt: Zehenschutzkappe, rutschhemmende, öl- und benzinresistente Sohle, antistatisch, Fersenschutz. Außerdem wird eine Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wassereintritt und Wasseraufnahme gefordert.
  • S3= Es werden die Anforderungen der Klasse S2 erfüllt: Zehenschutzkappe, rutschhemmende, öl- und benzinresistente Sohle, antistatisch, Fersenschutz, Beständigkeit des Schuhoberteils gegen Wassereintritt und Wasseraufnahme. Zusätzlich wird Durchtrittsicherheit gefordert.
  • S4= Es werden die Anforderungen der Klasse S2 erfüllt: Zehenschutzkappe, rutschhemmende, öl- und benzinresistente Sohle, antistatisch, Fersenschutz. Zusätzlich muss der Schuh als wasserdichter Stiefel gearbeitet sein.
  • S5= Es werden die Anforderungen der Klasse S4 erfüllt: Zehenschutzkappe, rutschhemmende, öl- und benzinresistente Sohle, antistatisch, Fersenschutz, der Schuh muss als wasserdichter Stiefel gearbeitet sein. Zusätzlich wird Durchtrittsicherheit gefordert.

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Welche Arbeitsschuhe sind die besten?

Generell sind moderne Sicherheitsschuhe führender Anbieter von aktuellen Schuhmodellen in Komfort und Design kaum noch zu unterscheiden. Gut gemachte Schuhe der Klasse S3 mit Zehen- und Sohlenschutz sind komfortabel tragbar – ein geringerer Abrollkomfort ist kaum spürbar. Daher können diese Schuhe auch problemlos in der Freizeit getragen werden. Auch Winter-Sicherheitsstiefel ähneln aktuellen Wanderstiefeln, bei ähnlichem Gewicht und Komfort – unter Umständen sind sie im Bereich der Wärmeisolation sogar im Vorteil, da sie ja von Berufstätigen auf Außenbaustellen den ganzen Tag über getragen werden sollen und daher eine besonders gute Isolation aufweisen. Berufs- und Sicherheitsschuhe sind nicht teurer als übliche Schuhmodelle, werden jedoch teilweise nicht über den normalen Schuhhandel, sondern nur im Direktvertrieb oder Fachgeschäfte für Berufsbekleidung angeboten. Farbgebung und Eigenschaften sind teilweise auf spezielle Zielgruppen abgestimmt – etwa medizinisches Personal (Berufsschuhe) oder Küchenkräfte (Schutzklasse SP1). Heimwerker sollten sich mindestens an der Klasse SP1 orientieren – auch bei Hobbyarbeiten oder beim Umzug kann schließlich mal der Hammer oder das Regalbrett herunterfallen.

Quelle: selbst ist der Mann 6 / 2019

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