Raumgestaltung mit der Wickeltechnik

Inhalt
  1. Möglichst gleichmäßig wickeln
  2. Mit dem Wickellappen – positiv und negativ
  3. Mit der Rolle – Negativ-Technik
  4. Mit dem Brett – Positiv-Technik

Die Wickeltechnik bringt eine dynamische Struktur auf die Wand, die feiner wird, wenn mehrere Lagen übereinander gewickelt werden. Dafür eignen sich Spezialrollen; das Ursprungswerkzeug für diese alte Maltechnik ist jedoch ein fusselfreier Lappen, der zu einer Art Rolle gewickelt wird.

Ob das Muster, das sich später auf der Wand ergibt, feiner oder gröber wird, hängt von der Struktur des Stoffes und der Größe des Lappens ab. Das sollte vorab auf einem Stück Papier oder Karton ausprobiert werden. Die Farbe darf nicht zu dickflüssig sein, da sonst die Textur verschmiert. Dispersionsfarbe kann bei Bedarf mit etwas Wasser verdünnt werden. Der Lappen sollte vor dem Arbeiten unbedingt angefeuchtet werden.

Was Sie bei der Vorbereitung für kreative Maltechniken beachten sollten, erfahren Sie in unserem Praxis-Tipp: Kreative Maltechniken erfordern Zeit und Ruhe

Malerarbeiten
 

Raumgestaltung mit der Wischtechnik

Locker aus dem Handgelenk aufgetragen zaubert ein Schwamm mit der Wischtechnik Muster an die Wand

 

Möglichst gleichmäßig wickeln

Werden mehrere Wände in der Wickeltechnik bearbeitet, reicht ein Lappen nicht aus. Zwischendurch muss er immer wieder ausgewaschen werden, deshalb sollte man einen Eimer Wasser bereitstellen. Der Lappen sollte möglichst gleichmäßig von oben nach unten gerollt werden, um eine regelmäßige Struktur zu erzielen. Wenn in der Negativtechnik gearbeitet wird, empfiehlt es sich, zu zweit zu arbeiten. Der eine kann die Farbe mit Pinsel oder Rolle auftragen, der andere wickelt ab.

Wer nach Alternativen zum Wickellappen sucht, findet in Baumärkten Werkzeuge, mit denen ähnliche Effekte zu erzielen sind. Von Rollen, die mit Leder oder auch mit Kunststofffolie umwickelt sind, bis hin zum Brett, auf das Lederstücke genagelt sind, gibt es die unterschiedlichsten Formen. Die Rollen sind im Struktur-Ergebnis oft gröber als die Technik mit dem Lappen, dafür etwas einfacher zu handhaben, und die Wand ist schneller bearbeitet.

Malerarbeiten Raumgestaltung mit Farbe: Die Stupftechnik
 

Raumgestaltung mit der Stupftechnik

Mit Naturschwämmen können Sie feine Muster an die Wände Ihrer Wohnung zeichnen

 

Mit dem Wickellappen – positiv und negativ

1 Der Lappen sollte fusselfrei und nicht zu groß sein. Er wird zu einer interessanten Struktur zusammengerollt, in ein wenig Farbe getaucht und ausgedrückt.

 

 

 

2 Dann wird er in gleichmäßigen Bahnen abgerollt. Nicht zu viel Farbe verwenden, das Muster verschmiert sonst.

 

 

 

 

3 Bei der Negativ-Technik wird der Lappen nur angefeuchtet, ausgedrückt und zu einer Rolle geformt.

 

 

 

 

4 Von oben nach unten wird er in die noch nasse Farbe gerollt. Der Lappen muss regelmäßig ausgewaschen werden, um die abgenommene Farbe auszuspülen.

 

 

 

Mit der Rolle – Negativ-Technik

1 Negativ-Technik: Auf einer orangefarben gerollten Wand wird eine Schicht terracottafarbener Lasur mit dem Pinsel aufgetragen.

 

 

 

2 Mit der kunststoffüberzogenen Rolle wird die noch feuchte Farbe kreuz und quer abgerollt. Das Werkzeug regelmäßig säubern.

 

 

 

 

3 Je mehr Farbe man abträgt, desto stärker kommt der Untergrund wieder zum Vorschein. Das Ergebnis gleicht hier einer Putzstruktur.

 

 

Mit dem Brett – Positiv-Technik

1 Positiv-Technik: Hier wurde auf einen orangefarbenen Grundton helle Lasur mit dem lederbezogenen Brett aufgetragen.

 

 

 

2 Die helle Lasur führt zu zarten Strukturierungen der Wand, die mit einem weiteren Lasurauftrag noch gleichmäßiger wirken würden.

 

 

 

Fotos: sidm / Archiv

 

Quelle: selbst ist der Mann

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