Linoleum-Fußboden Linoleumboden selbst verlegen

Ein Linoleum-Fußboden ist eine gute Alternative zu Laminat oder Vinyl. Die Herstellung und das Verlegen überzeugen.

Inhalt
  1. Linoleum-Fußboden verlegen
  2. Linoleum-Fußboden: Aufbau
  3. Wie wird Linoleum-Fußboden hergestellt?

Linoleum-Fußboden macht sich gut in der Küche. Farben und Strukturen empfehlen diese Böden aber auch für andere Wohnbereiche. Der Linoleum-Fußboden ist ähnlich aufgebaut wie Korkfertigparkett, hat allerdings eine Nutzschicht aus Linoleum statt aus Kork. Der Fußboden wird endversiegelt und kann mit ph-neutralen Mitteln gewischt und gereinigt werden. Gleiches gilt für klassische Bahnenware, die heute höchstens im gewerblichen Bereich wie für Turnhallen unversiegelt ausgeliefert wird.

Fußboden
Bodenbeläge

Wie Sie Teppich, Kork oder Linoleum selbst verlegen, erklären wir auf 65 Seiten im Heimwerken kompakt

Ansonsten ist ihre Oberfläche ebenfalls mit einer Schutzschicht ausgestattet, die eine dauerhafte Reinigung ohne Nachbehandlung mit Wachs und Bohnermaschine ermöglichen soll (stark beanspruchte Linoleumböden können aber auch mit Einscheibentellerschleifer und rotem bzw. weißem Pad aufbereitet werden). Die Hersteller sprechen meist von wasserbasierenden Versiegelungen. Was genau sie darunter verstehen, wird in Marketingnamen wie Topshield verschlüsselt. Konkret kann es sich um Acrylat- oder Polyurethanversiegelungen handeln. Entsprechend enthält Linoleum geringe Mengen Kunststoff.

 

Linoleum-Fußboden verlegen

Linoleumbahnenware lässt sich aufgrund der Maße nur schwer selbst verlegen, zumal sie ja auch noch vollflächig verklebt werden muss. Außerdem müssen die Nahtstellen mit Schmelzkleber sorgfältig verschweißt werden. Für den Laien einfacher geht es mit Fertigparkettelementen, unter die man wie üblich eine PE-Folie als Feuchteschutz verlegen muss. Die schwimmende Verlegung bildet allerdings auch keine so dichte Fläche wie die von verklebter Bahnenware. Durch Fugen kann Feuchtigkeit schnell unter den Belag gelangen – in Küche und Bad dann nicht so ideal.

So können Sie Linoleum-Fertigparkett verlegen:

  1. Sie beginnen mit der Verlegung in der linken Ecke.
  2. Am Ende jeder Bahn, können Sie das Parkett einfach mit der Stichsäge zuschneiden.
    Praxistipp: Mit einem Reststück können Sie an schrägen Wänden die Schnittlinie markieren.
  3. Mit Klick-Parkett klicken Sie den Fußboden einfach zusammen. 

Eine genauere Anleitung finden Sie oben in der Bildergalerie >>

 

Linoleum-Fußboden: Aufbau

Linoleum besteht aus drei Schichten: Oberseite, Trägerschicht und Unterseite. Woraus die einzelnen Schichten bestehen und welche Eigenschaften sie haben, erfahren Sie hier:

  • Oberseite (A): Bei Fertigparkett besteht die Dekorseite aus einer ca. 2,5 mm starken Linoleumschicht.
  • Trägerschicht (B): Das Linoleum ist auf einen HDF-Träger (hochverdichtete Holzfaserplatte) mit eingearbeiteter Nut- und Federverbindung geklebt.
  • Unterseite (C): Diese besteht aus Kork und sorgt für Schall- und Wärmeschutz.
Linoleum besteht im Gegensatz zu Vinyl aus natürlichen Rohstoffen. Foto:Hersteller / Forbo
 

Wie wird Linoleum-Fußboden hergestellt?

Zu rund 60 Prozent besteht Linoleum aus organischen und anorganischen Füllstoffen, wovon 40 Prozent auf Holz- und Korkmehl und etwa 20 Prozent auf Kalksteinpulver und Pigmente entfallen. Die restlichen 40 Prozent füllen die Bindemittel aus: rund 32 Prozent Leinöl und acht Prozent Naturharze. Die Masse wird dann auf ein Trägergewebe aus Jutefasern aufgebracht. Früher entstand ausschließlich Bahnenware (heute meist 2 m breit), seit geraumer Zeit sind aber auch Parkettelemente mit Linoleumnutzschicht erhältlich (z. B. Marmoleum Click von Forbo), die sich wie Laminat schwimmend verlegen lassen.

Quelle: selbst ist der Mann 11 / 2018

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