selbst ausprobiert

Akku-Nagler von Ryobi im Einzeltest

Laien haben mitunter etwas Respekt vor einem Nagler, besonders dann, wenn sie im Vorfeld dessen Einsatz in wenig sanftmütigen Filmen gesehen haben.

Akku-Nagler selbst ausprobiert
Montagearbeiten gelingen mit einem Nagler schneller und einfacher als mit dem Hammer. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
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Ryobi Akku-Nagler ONE+ R15GN18-0 im Check

Im Prinzip muss man sich aber keine Sorgen machen: Nagler haben an der Spitze einen Auslösemechanismus, der nur entriegelt, wenn die Spitze gegen ein Werkstück gepresst wird. Einfach in freier Luft sollte kein Nagel das Gerät verlassen.

Auch schön

Die gewünschte Einschlagtiefe kann als Einzel- oder Dauerauslösung ausgewählt werden, die Tiefeneinstellung erfolgt werkzeuglos. Die LED-Beleuchtung wiederum hilft, die Arbeitsstelle exakt auszuleuchten. Mehr Infos finden Sie bei Ryobi.

Dachdecker und Zimmerleute werden das wissen, arbeiten diese Fachleute doch schon seit Jahrzehnte mit solchen Werkzeugen, um sich das Einschlagen von Nägeln mit dem Hammer zu sparen. Denn wer im Dachstuhl fortlaufend dicke Nägel in dicke Balken einbringen muss, freut sich über eine druckluftbetriebene Unterstützung. Aber auch Heimwerker, die etliche Meter Sockelleiste montieren möchten, werden das mit einem Nagler deutlich lieber machen als mit dem Hammer. Schmerzfreier obendrein – Stichwort blauer Finger. Auch andere Montagearbeiten kann ein Nagler vereinfachen.

Und das Tolle: Mittlerweile gibt es Akkugeräte wie den Ryobi ONE+ Akku-Nagler R15GN18-0 (rund 350 Euro ohne Akku), der ohne externen Kompressor samt Druckluftschlauch auskommt, den altherkömmliche Druckluftnagler benötigen. Anders als bei denen, wird die Pressluft im Akkunagler über eine Kompressionskammer erzeugt, die elektrisch betrieben wird. Praktisch beim vorliegenden, etwa 3,5 kg schweren Gerät: Das abgewinkelte Magazin, das den Zugang zu Ecken und engen Stellen wesentlich leichter gestaltet. Die angewinkelt verbundenen Nägel vom Typ GA15 sind mit einer Stärke von 1,8 mm robuster als die bisherige Variante Typ GA16.

So funktioniert der Akku-Nagler

Klicken Sie sich durch die Bildergalerie für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

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Magazin Akku-Nagler
Das Magazin fasst 105 Nägel (Typ GA15) mit 1,8 mm Durchmesser. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Nägel im Magazin
Die Nägel in das Magazin einführen und mit dem Schieber fixieren. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Einstellung Nageleinschlagtiefe
Die Nageleinschlagtiefe kann über ein Drehrad eingestellt werden. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Luftdruck einstellen
Der Luftdruck und somit die Nagelstärke wird über einen Schieberegler eingestellt. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Auslöser am Griff
Der Auslöser sitzt wie bei der Bohrmaschine gut erreichbar am Griff. Foto: sidm / Michael Müller-Münker
Akkusystem Ryobi
Beim Ryobi-One+-18-V-Akkusystem passt ein Akku für mehr als 200 Ryobi-Geräte. Foto: sidm / Michael Müller-Münker

Unser Fazit

Ryobi Akku-Nagler selbst ausprobiert - Foto: sidm
Ryobi Akku-Nagler

+ Solide Verarbeitung

+ Dank Akku unabhängiges Arbeiten möglich

+ Werkzeuglose Einstellungen

+ Sehr handlich durch das abgewinkelte Magazin

Der leistungsstarke RYOBI 18V ONE+ 4,0Ah Lithium+ Akku hat laut Hersteller mehr Laufzeit und Leistung als bisherigen Lithium+Technologien und verarbeitet mit dem R18DD3 bis zu 1240 4x32mm Schrauben. Die Laufzeit kann je nach Modell, Akku und Anwendung variieren.

Der ONE+ R15GN18-0 Akku-Nagler von Ryobi feuert 15G abgewinkelte Nägel mit einer Nagelstärke von 1,8 mm und einer Länge von 24 bis 64 mm.

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