Heimwerker-Apps

Eine App (von englisch "application"), ist eine Software-Erweiterung fürs Smartphone oder Tablet. Mit einer App wird im deutschen Sprachraum hauptsächlich eine Anwendungssoftware für Mobilgeräte bezeichnet. Obwohl mit dem englischen Begriff "application" jede Art von Software-Anwendung gemeint sein kann, hat sich bei uns der Begriff "App" für die Beschreibung einer mobilen Anwendungssoftware fürs Smartphone oder Handy eingebürgert, die speziell für diese Anforderungen programmiert wurde. Apps gibt es für nahezu jeden Einsatzbereich. So können zum Beispiel Heimwerker-Apps bei fast allen Fragen und Problemen rund um das Thema Do-IT-Yourself die passenden Antworten liefern.

 

Heimwerker-Apps fürs Handy oder Tablet können fürs Bauen, Renovieren, Reparieren und beim Basteln im Haus und im Garten ein umfangreiches Heimwerker-Wissen beeinhalten und sogar einige Werkzeuge buchstäblich ersetzen. Ein stationärer internetfähiger Computer oder gar ein mehrbändiges Lexikon bzw. diverse einfache – aber oft gebrauchte – Werkzeuge, wie zum Beispiel eine Wasserwage oder ein Zentimetermaß, werden bei den Heimwerker-Apps nicht mehr benötigt. Und der Vorteil ist, das man nur das Smartphone oder das Tablet dazu benötigt – mehr nicht!

 

Wofür werden Apps programmiert?

Neben nativen Apps, die nur auf einer Plattform funktionieren, gibt auch plattformunabhängige, die sowohl für Andoid und iOS programmiert wurden. Wie schon oben erwähnt gibt es mobile Applikationen für nahezu jeden Anwendungsbereich. Ob es sich dabei um Office-Anwendungen, Spiele, Ratgeber oder für spezielle Programme für Diabetiker bzw. zum Steuern eines Quadcopters, einer Kamera oder einen Action-Camcorders handelt: Diese kleinen Programmen ersetzen oft einzelne Geräte, die früher unhandlich oder teuer waren. Die meisten Apps werden kostenlos vertrieben. Einige werden allerdings im dazugehörigen App-Shop – meist für kleines Geld – feilgeboten.

 

Welche Funktionen beeinhalten Heimwerker-Apps?

In der "Hosentasche" finden die Heimwerker-Apps platz. Diese Apps sind eine mobile DIY-Werkstatt mit einer einer umfangreichen Suchfunktion. Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für DIY-Projekte mit bebilderten Lösungswegen inklusive eines Heimwerker- und Garten-Lexikons sowie Blogartikel zu diversen Themen können aufgerufen werden. Manche Inhalte sind auch offline verfügbar, da diese sich auch herunter laden lassen. Doch der größte Vorteil bieten Heimwerker-Apps, wenn man gerade nicht das passende Werkzeug zur Hand hat. Werkzeug-Tools wie eine Wasserwaage, eine Taschenlampe, ein Einheitenrechner oder ein Zentimetermaß können mit dem Smartphone oder dem Tablet aufgerufen und bedient werden.

 

Bauhaus-App trumpft mit vielen Tools auf!

Wir haben 3 Apps für das Smartphone getestet, die extra für Heimwerker programmiert wurden. Die drei kostenlosen Anwendungen von Metylan, Bauhaus und Uhu konnten mit unterschiedlichen Tools auftrumpfen. Vor allem die Bauhaus-App strotzt nur so vor Hilfestellungen für Heimwerker: Einheitenumrechner, Lineal und Wasserwaage und Taschenlampe sollen die realen Hilfsmittel unnötig machen – aber ob das wirklich so funktioniert? Das sehen Sie in unserem Video. Ebenfalls bieten die Heimwerker-Apps von Bauhaus Videos, Bauanleitungen und die Wegbeschreibung zum nächsten Bauhaus-Fachzentrum.

 

Was können die Heimwerker-App von Methylan und UHU?

Die App von Methylan wurde speziell für das Tapezieren entwickelt. Bei der Planung, der Kalkulation, bei der Tapetenauswahl oder beim Kleister-Kauf kann diese Software dem Heimwerker weiter helfen. Ebenfalls kann man man auch mit dieser Tapezier-App den Raum dreidimensional planen, da ein 3D-Raumplaner mit dabei ist. Die Anschaffung eines teuren Programms, das den Raum in 3D abbildet, ist mit diesem Programm nicht nötig.
Die UHU-App ist ein interaktiver Klebeberater, der dem Heimwerker zu jeder speziellen "Klebefrage" die passende Antwort gibt, sodass man bei der großen Auswahl an Klebstoffen im Baumarkt den geeigneten für das eigene DIY-Projekt erstehen kann. Der Nachteil der beiden Heimwerker-Apps von Methylan und von UHU ist jedoch, dass diese ausschließlich die Produkte des Herstellers empfehlen. Fazit: Eine objektive Planung – ohne Werbung für die eigenen Produkte – ist bei den beiden Heimwerker-Apps von Metylan und UHU nicht möglich. Leider macht die Bauhaus-App auch nur für die eigenen Heimwerkermärkte Werbung, da die Funktion einer Wegbeschreibung zum nächsten Bauhaus-Markt integriert ist.

 

Weitere Heimwerker-Apps von Toom, Hilti, Roomsketcher und Rigips

Heimwerker-Apps gibt es auch von Toom, Hilti, Roomsketcher oder Rigips. Die Planungssoftware Roomsketcher ist zunächst kostenfrei, jedoch fällt bei späteren Planungen eine Jahresgebühr an. Aber auch hier gilt: Gut geplant ist halb eingerichtet. Denn clevere Computerprogramme und Heimwerker-Apps leisten dem Heimwerker dabei kompetente Hilfe. Keine Beschäftigung mit komplizierter Konstruktionssoftware mehr: Die hier vorgestellten Planungshilfen für Heimwerker sind ohne jede Einarbeitung in 3D-Darstellung und virtuelle Konstruktion ebenso leicht bedienbar wie weitgehend intuitiv nutzbar. Die hier gezeigten Programme arbeiten zudem ohne Installation auf dem eigenen Computer: Die Planung erfolgt ausschließlich über einen Internet-Browser – freilich ist dafür ein Internetzugang zwingend erforderlich. Nur die beiden Apps für Heimwerker "Smart Tools" und die von Hilti werden aufs Handy geladen und sind dann mit einem Fingertipp aktivierbar.

Positiv überrascht hat uns die in Norwegen entwickelte Planungssoftware Roomsketcher, die anders als frühere CD-Planungssoftware ohne langwierige Einarbeitung binnen Minuten erste vorzeigbare Ergebnisse auf dem Bildschirm zeigt. Dabei sind die ersten Projekte kostenfrei, erst bei der sechsten Planung oder der Nutzung besonderer Funktionen (3D-Rundgang) wird eine Jahreslizenz fällig (49 US- Dollar, circa 45 Euro), die dann auch ein professionelles Bemaßen und Veröffentlichen der Planungen erlaubt. Mit Roomsketcher können die eigenen Räume als klassischer Grundriss aufgezeichnet und dann mit Möbeln bestückt werden. So ist vor dem Umzug oder beim Umräumen abschätzbar, ob Platz für alle Einrichtungsgegenstände sein wird und wie die Wohnung nach Abschluss der Arbeit aussehen könnte. Wer das Ergebnis dann auch dreidimensional ansehen möchte, kann Schnappschüsse mit einer integrierten Kamera speichern.

 

Erfreulich anschauliche Darstellung ohne langwierige Einarbeitung

Wenn Sie einen Dachausbau oder die Veränderung des Grundrisses mit Leichtbauwänden planen, sollten Sie sich den Ausbauberater von Rigips ansehen. Die Software bietet eine übersichtliche Orientierung bei der Auswahl von Baustoffen und hilft bei der Bedarfsplanung – freilich nur für die Produkte des Herstellers – das betrifft vor allem die Plattenmaße. Die Bindung an die jeweiligen Produkte des Anbieters ist auch der Pferdefuß bei den Onlineberatern von Toom und Bauhaus – da es hier aber vor allem um Farben und Bodenbeläge geht, können die Ergebnisse zumindest ungefähr übertragen werden. Vor allem der Objektplaner von Bauhaus weckt die Experimentierfreude, die eigene Wohnung einmal in ganz neuen Farbkombinationen zu gestalten. Ohne konkrete Vorstellung vom Ergebnis würde man die Wahl kontratreicher Farbkombinationen sonst vielleicht nicht wagen. Die vorgestellten Werkzeuge von Toom sind hingegen ganz praktische Einkaufshilfen, um die benötigten Mengen bei Farben und Tapeten abzuschätzen. Erwähnenswert ist hier ein zusätzlicher Planer für Küchenarbeitsplatten, der nicht nur eine genaue Maßplanung ermöglicht, sondern zu einem konkreten Kostenvoranschlag führt – freilich auch hier mit den in diesem Baumarkt angebotenen Materialien.

 

App-Fernsteuerung von Belkin

Heimwerker-Apps simuleren nicht nur Werkzeuge und helfen bei der Planung, sondern mit einem einzigen Gerät können Sie andere Geräte fernsteuer. Wir haben den Funkschalter, von Belkin, der per Handy-App steuerbar ist, "selbst ausprobiert".

Für die einen praktisch, für die anderen unsinnig: Die drahtlose Fernsteuerung von Licht und Hausgeräten. Die Idee von Belkin, dafür das vorhandene WLAN-Netz zu Hause zu nutzen, ist in jedem Fall gut. Man muss nur die kostenlose WeMo-App im Google Play Store oder Apple App Store herunterladen, mit dem WLAN verbinden und den WeMo-Switch (das ist das Gerät selbst) in eine Steckdose stecken – und daran z. B. die Leuchte oder den Ventilator anschließen, den man fernsteuern möchte. Im Prinzip funktioniert das – sofern das WLAN-Netz stabil ist. Infos unter www.belkin.de.

Das "selbst ausprobiert"-Fazit: App-Steuerung von Belkin
  • + Super Ideevom Hersteller
  • + Einfache Installation
  • + Bei stabilem Netz gute Funktion
  • – Mit 49,99 Euro/Switch keine preiswerte Lösung für alle Geräte im Haus

Quelle: selbst ist der Mann 10 / 2015

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