Ameisen

Ameisen

Ameisen sind im heimischen Garten, auf Pflasterflächen und an der Terrassentür mehr als ein ästhetisches Problem. Zwar übernehmen Ameisen auch nützliche Aufgaben (Verteilen von Samen, Abwehr anderer Schädlinge) aber gerade die "Blautlaus-Zucht" der heimischen Ameisen ist vielen Gärtnern ein Dorn im Auge. Hier erfahren Sie, wie sich Ameisen bekämpfen lassen – schonend aber effektiv.

Im Garten kommen vor allem die schwarzgraue Wegameise (Lasius niger) und die gelbe Weg- und Wiesenameise (Lasius flavus) vor. Neben der Läusezucht (die ihrerseits beliebte Nutz- und Zierpflanzen wie Rosen schädigen) sind vor allem die Ameisenstraßen und aufgewühlte Erde – gerade auf gepflasterten Wegen und Terrassenflächen – ärgerlich. Pflasterschäden durch Ameisen können Sie selbst beheben. 
Ameisen in der Wohnung sind dort meist nur auf Futtersuche: Folgen Sie dem Treck der Ameisen und entfernen Sie die Futterquelle – so sind Sie das Problem schnell los! Achtung: Waldameisen stehen unter Schutz! Diese Art dürfen Sie nicht bekämpfen.

 

Ameisen bekämpfen

  • Wermutjauche in die Bauten gießen (300 Gramm frisches oder 30 Gramm getrocknetes Kraut in zehn Liter Wasser etwa 14 Tage vergähren lassen).
  • Ameisen mögen den Geruch vieler Aromapflanzen nicht, wie mediterraner Kräuter (Lavendel, Thymian, Majoran, Wermut, Kampfer, Kerbel, Pfefferminze, Wacholderblätter, Kapuzinerkresse, Holunder). Praxistipp: Kräuter selbst anpflanzen! Alternativ können Sie auch ätherische Öle (Lavendelöl, Zedernöl, Orangen-, Grapefruit- oder Zitronenöl) an den Bau träufeln – auch Zimtpulver und gemahlener Pfeffer sollen helfen.
  • Ameisen lassen sich durch Kupferblech vertreiben, heißt es. Ein Stück Kupferblech in den Bau stecken, und schon nach kurzer Zeit sind die Ameisen verschwunden.
  • Ameisen-Falle selber bauen: Eine flache Schale mit einer Bier-Zuckerwasser-Mischung aufstellen. Die Ameisen krabbeln gierig hinein und ertrinken.
  • Ameisen vertreibt man mit ausgestreutem Kerbelkraut.
  • Ein Klassiker gegen Ameisen: Zucker mit Pottasche oder Natron vermischt ausstreuen. Ideal als schützende Barriere an der Terrasentür. Natron oder Backpulver in die Ameisenlöcher streuen. Die Ameisen verfüttern das Backpulver an ihre Königin, was wie ein Gift für sie wirkt. Stirbt die Königin, geht auch das Volk zugrunde.
  • In einem natunahen Garten leben viele natürliche Fressfeinde der Ameise: Frösche, Kröten, Grünspecht, Hausrotschwanz, Rotkehlchen, sowie Insekten und Spinnen. Lassen Sie der Natur einfach seinen Lauf.
  • Wer die Ameisen nicht töten, sondern umsiedeln will, sollte diesen Tipp ausprobieren: Einen Blumentopf mit Erde oder Holzwolle füllen und umgekehrt auf das Nest stellen. Die Ameisen ziehen im Laufe von 2-3 Tagen in den Topf. Einen Spaten unter den Topf schieben und das Ameisenvolk umsiedeln.

Gartenpflege
 

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Ameisengift

Natürlich kann man bei der Bekämpfung von Ameisen auch zu Ameisengift greifen. Der Wirkstoff im Gift greift das Nervensystem der Ameisen an und töte sie so. Das Gift kann in Form von Kontaktgift als Spray oder Streumittel auf das Nest aufgebracht werden. Allerdings erweist sich die Gabe des Gifts in Form von Ködern am effektivsten. Die Ameisen bringen die Köder in ihren Bau und verfüttern sie inklusive Gift an die Brut und die Königin. Stirbt die Königin, stirbt nach und nach der ganze Staat. 

Doch der Einsatz von Ameisengift ist nicht unproblematisch. Das Gift wirkt nämlich auch auf andere Insekten, zum Beispiel auch auf die nützlichen Bienen. Deshalb sollte man zuerst einmal sanfte Methoden zur Bekämpfung versuchen, bevor man zum chemischen Insektizid greift.

Foto: Nexa Lotte

Quelle: selbst ist der Mann

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