Wärmedämmverbundsysteme (WDVS): Fassade dämmen

WDVS: Fassade dämmen
Inhalt
  1. Fassade dämmen mit Hartschaumplatten
  2. Wärmedämmung vom Sockel bis zum Dach
  3. Typische Aufbauten einer Fasadendämmung

Eine Fassadendämmung spart Heizenergie. Bei der Montage können aber viele Fehler gemacht werden. Wir zeigen Schritt für Schritt zwei Varianten, wie Sie Ihre Fassade dämmen.

Zur Bauanleitung

Manch ein handwerkertreuer Dämmstoffhersteller schreit auf, wenn es um Do-it-yourself an der Fassade geht. Aber auch Profis machen eine Menge Fehler. Zunächst muss Ihnen eins klar sein: Nur eine komplett dichte, gedämmte  Haushülle spart Heizenergie und verursacht keine Bauschäden. Gerade bei der Sanierung haben sich mehrschichtige Wandaufbauten aus Dämmstoffplatten und deckenden Obermaterialien (Riemchen, Putz) etabliert – sogenannte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS).

Bevor man sich also an die Fassadendämmung macht, muss gut überlegt werden, an welchen Stellen man ansetzt. Eine Fassadendämmung allein ist wenig sinnvoll, wenn die Decken über dem Keller und zum unbeheizten Dachboden ungedämmt sind. Auch sollten die Fenster ausreichend dicht sein und ggf. erneuert werden.

 

Fassade dämmen mit Hartschaumplatten

Eine Fassadendämmung empfiehlt sich vor allem bei relativ dünnwandigen Häusern aus den 1920er- bis 70er-Jahren, ein geprüfter Energieberater hilft bei der Beurteilung der Bausubstanz. Problemstellen dabei sind meist die Fensterlaibungen. Hier findet sich oft nur wenig Platz, aber mit hochdämmenden Polyurethanplatten beispielsweise erzielt man auch mit geringer Dämmstärke vergleichbare Dämmwerte wie auf einer mit herkömmlichen Polystyrol gedämmten Fassadenfläche.

 

Wärmedämmung vom Sockel bis zum Dach

Weiterer Knackpunkt ist der Sockelbereich des Hauses: Auch hier muss mit geeigneten feuchteunempfindlichen Dämmplatten lückenlos abgedichtet werden. Gleiches gilt für den oft verwinkelten Dachanschluss – jede auch noch so kleine Lücke stets in voller Tiefe dämmen, sonst entstehen Wärmebrücken und Schimmel! Wie dick gedämmt werden muss, ist individuell zu ermitteln – die Dämmung muss auf den vorhandenen Wandaufbau abgestimmt sein. Hilfe erhalten Sie vom Energieberater, von Dämmstoffherstellern und im Handel.

 

Typische Aufbauten einer Fasadendämmung

POLYSTYROL-DÄMMSYSTEM Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) mit Polystyroldämmung stellen die gängigste Methode einer Fassadendämmung dar. Die Aufbauten sind stets vergleichbar, hier beispielhaft das StoTherm-Classic-System (v. innen n. außen): Mauerwerk, Klebemörtel, Polystyrol- Dämmung, Armierungsmörtel, Armierungsgewebe, Außenputz und Anstrich.

HANF PLUS PUTZ
Auch das gibt es schon: Fassadendämmsystem mit Hanf. Hier der empfohlene Dämmaufbau von Hock (v. i. n. a.): Innenputz, Mauerwerk, Hanfdämmung zwischen Querlattung, Hanfdämmung zwischen Längslattung, Zementbauplatte (Fermacell Powerpaneel HD), Außenputz.

HANF PLUS HOLZ
Dämmung hinter einer Holzschalung, das gibt es schon länger. Hier die Beispielskizze von Hock (v. i. n. a.): Innenputz, Mauerwerk, Dämmung zwischen Querlattung, Dämmung zwischen Längslattung, diffusionsoffene Wandschalungsbahn, Stülp- oder Deckbrettschalung.

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Fotos/Grafiken: BASF, Hock, Kamphatherm, quick-mix, Sto

Quelle: selbst ist der Mann

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