Lüftungsanlage

Vor allem in gut gedämmten Häusern ist regelmäßiges Lüften wichtig. Eine entsprechende Lüftungsanlage hilft bei der kontrollierten Wohnraumlüftung. Sie haben prinzipiell die Wahl zwischen zentral oder dezentral arbeitenden Lüftungsanlagen.

Eine Lüftungsanlage kann mehr, als auf komfortable Weise überschüssige Luftfeuchtigkeit nach draußen zu schaffen. Mit einem integrierten Wärmetauscher entzieht eine Lüftungsanlage der Abluft Energie und erwärmt damit die einströmende Luft. Das entlastet die Heizung. Im Sommer können die Lüftungsanlagen durch gezielten Austausch in der kühleren Nacht für erträgliche Temperaturen im Haus sorgen. Aufwendigere Systeme werden an einen Erdwärmetauscher angeschlossen und gleichen ganztägig Temperaturextreme aus. Besonders sinnvoll ist die kontrollierte Lüftung, wenn das Haus dicht gedämmt ist und neue Fenster und Türen besitzt. Dann kann die Anlage vor Schimmel-Problemen schützen.

 

Lüftungsanlage einbauen oder selbst lüften?

Es stellt sich also die Frage: Selbst lüften oder lüften lassen? Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) zeigt drei gute Gründe für die Nutzung einer Lüftungsanlage im eigenen Heim auf.

selbst: Darf man mit einer kontrollierten Wohnungslüftung noch die Fenster öffnen?

BDH: Ja, auch mit einer kontrollierten Wohnungslüftungsanlage können die Fenster jederzeit geöffnet werden. Dabei entweicht jedoch gerade in den Heizperioden viel Wärme und die kontrollierte Wohnungslüftung kann ihr volles Potential nicht ausspielen. Systemabhängig lassen sich die Heizkosten mit einer Lüftungsanlage gegenüber manuellem Lüften um 30 bis 50 Prozent verringern.

selbst: Entstehen durch den Betrieb einer Lüftungsanlage störende Geräusche?

BDH: Die Luftverteilsysteme zentraler Anlagen sind bei fachmännischer Installation schallentkoppelt, damit eine Geräuschübertragung auf umliegende Räume verhindert wird. Außerdem kann eine kontrollierte Wohnungslüftung mit verschiedenen Regelungsstufen an die augenblicklichen Anforderungen angepasst werden, z. B. Nachtlüftung, Normallüftung oder Partylüftung.

selbst: Ist frische Luft, die durch offene Fenster einströmt, nicht gesünder als die von der Wohnungslüftung aufbereitete Zuluft?

BDH: Das Gegenteil ist der Fall, denn eine kontrollierte Wohnungslüftung filtert die Zuluft. Dadurch können keine Pollen und Luftschadstoffe von außen in die Räume eindringen. Außerdem verhindern die Systeme, dass gerade in Innenräumen hochgedämmter Gebäude erhöhte Luftfeuchte- und Schadstoffkonzentrationen auftreten.

Insbesondere im Winter steigt ohne kontrollierte Wohnungslüftung die Gefahr der Kondensationsfeuchtigkeit. Denn bei besonders kalten Außentemperaturen sinkt die Lüftungsdisziplin der Bewohner. So erreicht die Raumluftfeuchte schnell einen Bereich um die 80 Prozent. Weil die Innenwände jedoch kälter als die Raumluft sind, schlägt sich Feuchtigkeit aus der warmen Luft an der kühleren Wand nieder. Speziell in Raumecken entsteht dann oft Schimmel.

Auch CO2 und andere Schadstoffe, die sich aus Farben, Möbeln oder Bodenbelägen lösen können, sowie Hausstaub werden nach draußen abgeführt. Wechselt man die Filter der Anlage ein- bis zweimal im Jahr und lässt die Wartung des Lüftungsgerätes gemäß der Wartungsanleitung regelmäßig durchführen, arbeiten die Systeme hygienisch einwandfrei und beugen unangenehmen Gebäudeschäden vor.

Foto: BDH Köln, Meltem, Bau Info Center Lüftungstechnik, Dimplex, Vaillant

Quelle: selbst ist der Mann

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