Teppich verlegen

Teppichboden ist warm und weich, dämpft Geräusche, ist preiswert und gut selbst zu verlegen. Mit der richtigen Vorbereitung und Verarbeitung trägt ein flauschiger Teppichboden zum vollen Wohngenuss bei, – ohne dass Wellen im Bodenbelag oder klaffende Fugen das Erscheinungsbild trüben. Wie Sie Teppichboden verlegen, zeigt diese Anleitung Schritt für Schritt.

Tipps und Tricks für Teppichböden

Teppichböden bieten außer weichem Komfort eine große Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten und jede Menge Auswahl an Designs. Teppichboden verlegen kann jeder, denn der Bodenbelag kann unproblematisch selbst verlegt werden, doch wie bei allen Heimwerkerprojekten muss man sich zuerst den Vorarbeiten widmen. Entfernen Sie also alte Textil- oder Laminatböden komplett, damit der Belag später nicht hin und her rutscht und dabei Wellen schlägt.

 
 

Teppichboden zuschneiden

Liegt nach Einkauf und Transport der neue Teppich aufgerollt zu Hause, rollen Sie den Belag zuerst im Zimmer aus. Diese Arbeit sollten Sie zu zweit vornehmen, denn Teppichboden ist recht schwer. Da die Rolle meist länger als eine Raumseite ist, muss der Teppich diagonal abgerollt werden. Anschließend wird er in Position gezogen. Achten Sie darauf, dass der Belag faltenfrei auf der Fläche liegt und an allen Wänden übersteht. Bei Wand-, Heizkörper- und Fensternischen unbedingt mehr Material einplanen. Gönnen Sie dem Teppich Ruhe und lassen sie ihn über Nacht liegen.

 

Teppichboden verlegen

Am nächsten Tag hat sich der Bodenbelag akklimatisiert und Sie können ihn passend schneiden. Verwenden Sie dafür ein Teppichmesser mit einer Hakenklinge oder ein stabiles und scharfes Cuttermesser. Zuerst werden Türbereiche und Nischen ausgemessen, danach Heizungsrohre und zum Schluss die Wandbereiche. Die Maße zeichnen Sie jeweils auf die Rückseite des Teppichs, bevor Sie schneiden.

 

Teppichboden fest verkleben

Je nach Raumgröße und Belastung werden Teppichböden entweder mit dem Untergrund verklebt oder lediglich mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Eine Verklebung mit einem Dispersionsklebstoff ist aufwendiger, jedoch nachhlatiger und verbindet den Belag besser mit dem Untergrund. Für kleinere Räume unter 25 Quadratmetern bietet es sich jedoch an, eine Fixierung vorzunehmen, wie es in unserem Verlegungsbeispiel gezeigt wird. Der Untergrund muss stabil, fest und trocken sein. Fuß- und Übergangsleisten sollten abgenommen oder abgeschraubt und die Zimmertüren ausgehängt werden. Nun noch groben Schmutz beseitigen und den Fußboden absaugen – los geht‘s!

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Fotos: Draksal Verlag

Quelle: Sonderheft 5 / 2012

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