Teppichboden

Teppich: Flor, Velour und Schlinge
Inhalt
  1. Teppichboden aus Schnittvelour
  2. Teppichboden aus Schlingenflor
  3. Teppichboden aus Schnittschlinge
  4. Miss DIY Maribel Goncalves rät:

Bei der Wahl des passenden Teppichbodens entscheidet nicht nur die Farbe oder das Muster des Teppichbodens: Neben der Art der Faser (Naturfaser, Schurwolle oder einfache Polyesterware) hat auch die Art der Oberfläche des Teppichs großen Einfluss auf dessen Erscheinungsbild, das Griffgefühl und die Strapazierfähigkeit und Möglichkeit zur Reinigung des Bodenbelags.

 

Teppichboden aus Schnittvelour

 

 

Ein samtiger, weicher und gleichmäßiger Flor kennzeichnet Veloursteppiche. Die mit der Trägerschicht vernähten Garnschlingen werden hierbei aufgeschnitten. Der Teppich besteht nun aus vielen einzelnen Fasern. Veloursteppiche sind in verschiedenen Faserlängen erhältlich. Dabei gilt: Je länger die Teppichfasern, desto besser die Schall- und Wärmedämmung. Eine Variante dazu ist das Kräuselvelours. Das stark gezwirnte Garn macht den Belag robuster, sodass man Trittspuren kaum erkennt. Veloursteppiche sind weniger belastbar als Schlingenware, weshalb man sie eher in Schlaf- und Wohnzimmern verlegt.

 

Teppichboden aus Schlingenflor

 

Bei diesen Bodenbelägen sind Trägermaterial und Garn ebenfalls vernäht. Allerdings werden die entstandenen Schlingen nicht am oberen Ende aufgeschnitten, sondern bleiben erhalten. Dadurch bildet sich eine grobe, etwas rustikale Struktur, die auch als Bouclé bezeichnet wird. Insgesamt gehören Schlingenfl orteppiche zu den strapazierfähigen Belägen. Sie können in fast allen Räumen verlegt werden. Auch für das Kinderzimmer eignet sich dieser Teppichboden, selbst wenn er nicht so weich wie ein Veloursbelag ist.

 

Teppichboden aus Schnittschlinge

 

 

Es gibt auch Bodenbeläge, die Schnitt- und Schlingenflor kombinieren. Einige Garnschlingen werden aufgeschnitten, andere nicht. Dadurch erhält der Teppich eine reliefartige Struktur, vor allem wenn unterschiedlich lange Garnschlingen vernäht worden sind.

 

Miss DIY Maribel Goncalves rät:

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich kurzflorige Teppiche auch für Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie eignen. Die Textilfasern binden nämlich den Staub aus der Raumluft, der auf glatten Böden immer wieder aufgewirbelt wird und zu direkten allergischen Reaktionen führt. Allerdings lässt sich Staub auf Textilbelägen kaum erkennen. Die Voraussetzung für den Teppichbodenkauf eines Allergikers ist deshalb, dass der Belag mehrmals in der Woche gründlich abgesaugt wird.

Fotos: Draksal Fachverlag, Vorwerk

 

 

 

 

Quelle: Sonderheft 5 / 2012

Copyright 2017 selbst.de. All rights reserved.