Heizung modernisieren

Heizung modernisieren Heizkosten senken

Udo Wirges, Referent für Technik vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Sankt Augustin, erklärt, wie Sie die Modernisierung Ihrer Heizungsanlage am besten und kostengünstigsten planen.

Nach dem Ausschlussprinzip vorgehen: Wer seine Heizungsanlage modernisieren und dabei Fördergelder in Anspruch nehmen möchte, hat in den letzten Jahren zunehmend Schwierigkeiten gehabt, die verschiedenen Förderprogramme zu überblicken.

Das liegt vor allem daran, dass neue Technologien zur Erzeugung von Wärme hinzugekommen sind. Anfangs kannte man nur den Öl- oder Gaskessel, heute haben wir zusätzlich Wärmepumpen, Biomassekessel, Solaranlagen und anderes.

Bei der Suche nach der richtigen Modernisierungs- und Förderstrategie geht man am besten nach dem Ausschlussprinzip vor und überlegt, was eigentlich nicht geht. Der eine hat keinen Platz, um Brennstoff zu lagern, der andere braucht gar nicht erst über Erdwärmesonden nachdenken, weil das Bohrgerät nicht aufs Gelände transportiert werden kann. Hat man die interessanten Technologien eingekreist, sollte man die Kosten für die einzelnen Varianten zusammenstellen und sich dann die infrage kommenden Förderprogramme heraussuchen und die Gelder einrechnen.

Wichtig ist auch, die zukünftige Energiekosteneinsparung der neuen Anlage einzubeziehen. Ein Energieberater oder Fachhandwerker kann diese Fragen beantworten. Der Modernisierer kann dann die Lösung wählen, die in seinem Fall das Optimum an Energieeinsparung und Komfort im Rahmen seiner Investitionsmöglichkeiten darstellt. Informationen zu den verschiedenen Fördermitteln findet man mittlerweile auch gut im Internet. Dort gibt es Datenbanken, in denen man sein Anliegen eingeben und die passenden Förderprogramme herausfiltern kann.

Heizung modernisieren

 

Heizungsmodernisierung: Heiztechnik erneuern

Ihre Heizung ist auf dem neuesten Stand? Prima! Ist Ihre Heiztechnik in des veraltet, sollten Sie und Ihre Familie jetzt für die nächsten Jahrzehnte die Weichen stellen. Wir helfen Ihnen mit Tipps und Informationen, wie Sie Ihre Heiztechnik erneuern. Beim Thema Heizung ist nur eins sicher: Öl und Gas werden nicht billiger, und die Vorräte halten nicht ewig. Deshalb gilt es jetzt, in die Zukunft zu blicken. Sie können die vorhandene Heiztechnik ausreizen oder neue Energiequellen anzapfen. Wichtig sind in jedem Fall eine sorgfältige Planung und ein Vergleich der Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Heizsysteme. Sehen Sie dabei nicht nur auf den Anschaffungspreis, sondern auch auf Verbrauchs- und Betriebskosten Ihrer Heizung, die über die Jahre hinweg anfallen.

Wir haben in erster Linie die Heiztechnik betrachtet, die zurzeit in Privathäusern schon großflächig eingesetzt wird. Dazu zählen auch erneuerbare Energiequellen wie Sonnenwärme oder Holzpellets. Darüber hinaus stehen weitere, durchaus interessante Wärme-Konzepte zur Verfügung, die sich aber erst noch entwickeln müssen. Dazu zählt etwa die Kraft-Wärme-Kopplung, bei der in sogenannten Blockheizkraftwerken elektrische Energie und Wärme erzeugt werden. Derzeit eignen sich die Heizsysteme eher für größere Anlagen wie Mehrfamilienhäuser. Wenn Sie sich nicht sofort entscheiden müssen, lohnt es sich aber, auch diese Technik im Auge zu behalten. Wichtig ist in jedem Fall, bei der Planung einer Heizung den Rat von Experten einzuholen. Das sind neben Fachhandwerkern die Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen, aber auch freie Energieberater, die mit Ihnen eine individuelle Lösung erarbeiten, wie Sie am besten Ihre Heiztechnik erneuern.

Heizung modernisieren

 

Fördergeld für die Heizungsmodernisierung

Moderne Heiztechnik hilft beim Energiesparen. Die Investitionskosten lassen sich mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten von Bund, Ländern und Kommunen senken. Fast jeder zweite Eigenheimbesitzer zeigt sich motiviert, seine Heiztechnik zu modernisieren, wenn ihm der Staat dafür eine finanzielle Unterstützung in Aussicht stellt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Emnid im Auftrag des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Eine solche Umrüstung ist nach Einschätzung der Experten bitter nötig: Zwar sind 48 Prozent der Hausbesitzer davon überzeugt, dass ihre bestehende Heizungsanlage in Ordnung ist. Doch in Wirklichkeit arbeiten nur 12 Prozent aller Anlagen energie- und umwelteffizient.

Eine Abwrackprämie für alte Heizkessel gibt es nicht. Dennoch bieten Bund und Länder Modernisierungswilligen Zuschüsse und Kredite an. Vor allem bei der Finanzierung von umfangreichen Sanierungen ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine gute Anlaufstelle. Für Einzelmaßnahmen, etwa die Erneuerung der Heiztechnik, vergibt sie ebenfalls Fördergelder. Wer die Modernisierung mit der Nutzung regenerativer Energien verknüpft, kann dafür Zuschüsse vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontolle (Bafa) kassieren. Im Zuge der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) ändern sich die Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden. Parallel dazu werden die Förderprogramme der KfW an die neuen Regelungen angeglichen und verändert.

Die fachgerechte Planung und Umsetzung ist dem Staat ebenfalls Geld wert. Gefördert wird zum Beispiel der Energiecheck vor Ort durch unabhängige Experten, die dem Bauherrn auch bei Fragen zur Heizungsmodernisierung beratend zur Seite stehen. Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern können für eine Energiesparberatung einen Bonus von 300 Euro erhalten. Eine thermografische Analyse sowie die Beratung zur Stromeinsparung werden zusätzlich mit 150 bzw. 50 Euro bezuschusst. Die Beantragung beim Bafa erfolgt über den Energieberater. Dieser muss eine entsprechende Zulassung besitzen. Für die Baubegleitung durch einen Sachverständigen während der Sanierung schüttet die KfW Fördermittel aus. Der Zuschuss beträgt 50 Prozent der förderfähigen Modernisierungskosten, maximal aber 2000 Euro.

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