Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
Lüftungsöffnungen lassen sich wie hier im Boden, aber auch in Wand oder Decke integrieren.
Inhalt
  1. Schimmel durch falsches Lüftungsverhalten
  2. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung
  3. Fördermittel für Lüftungsanlagen

Verbrauchte Luft raus, frische Luft rein, und das mit möglichst geringem Energieverlust: Der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung macht es möglich.

Egal, ob Sie neu bauen oder energetisch sanieren: Um das Thema Lüften kommen Sie nicht herum. Denn die Vorgaben der Energieeinsparverordnung bei Neu- und Umbau führen zu einem grundsätzlichen Problem, das Kritiker gerne mit den Worten „Leben in der Plastiktüte“ beschreiben.

Gemeint ist hiermit, dass der natürliche Luftaustausch in entsprechend gedämmten Gebäuden gegen Null geht. Diesem Umstand müssen Sie stärker als bisher mit einem konsequenten Lüftungsverhalten – am besten mit einer automatischen Lüftungsanlage – begegnen, ansonsten drohen Gebäudeschäden und Gesundheitsrisiken durch Luftfeuchtigkeit und verbrauchte Luft.

 

Schimmel durch falsches Lüftungsverhalten

Der TÜV Rheinland machte schon im Jahr 2009 im Rahmen des Schimmelsymposiums auf das Thema Lüften aufmerksam. Sachverständige, Energieberater, Architekten und Fachhandwerker diskutierten Ursachen, Folgen und Schadensbehebung. Ein Ergebnis: Es sind schon lange nicht mehr hauptsächlich Altbauten, sondern zunehmend Neubauten und sanierte Objekte, die Probleme mit Schimmel haben. Und das ist leicht nachvollziehbar: Auf jeden Quadratmeter Neubaufläche in Massivbauweise kommen rund 100 Liter Wasser, das in verschiedenen Baustoffen enthalten ist. Bei 100 Quadratmetern Wohnfläche kommen also 10 Kubikmeter Wasser zusammen.

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Bei Garantiezeiten der Bauträger von vier Monaten zwischen erstem Spatenstich und Einzug und der vom Gesetzgeber geforderten Luftdichtigkeit lässt sich leicht ausmalen, wozu das führen kann: Schimmel in Gipskartonplatten und Dachstühlen, Schimmel im Gipsputz sowie unter Bodenbelägen und Estrichen und so weiter. Treten die ersten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Bewohner auf, ist die Bausubstanz meist so betroffen, dass aufwendig und teuer saniert werden muss.

 

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Um dies zu vermeiden, muss ein entsprechender Luftaustausch gewährleistet werden. Moderne Wohnraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gewähren einen konstanten Luftaustausch und reduzieren gleichzeitig Wärmeverluste, die beim konventionellen Lüften entstehen (siehe Tabelle unten). Die Anlage muss von einem Fachhandwerker geplant und in Betrieb genommen werden, bei der Installation selbst können Sie jedoch in Abstimmung mit dem Handwerker sehr gut Eigenleistung einfließen lassen und dadurch Geld sparen. Außerdem gibt es Förderprogramme für den Einbau einer solchen Anlage.

Das hier gezeigte Luftverteilsystem Comfofresh in Floor der Firma Zehnder Comfosystems eignet sich sehr gut für den Sanierungsbau: Die flexiblen Schläuche können an Dachbalken entlanggeführt und in abgehängten Decken versteckt werden. In diesem Fall bieten sich besonders gut klassische Decken- bzw. Wandlüftungskästen mit Tellerventilen an.

Moderne Lüftungsgeräte wie z. B. von Zehnder Comfosystems sind mit effizienten Wärmetauschern ausgerüstet. Aus der Abluft werden im Kreuzgegenstromprinzip ca. 90 % der Wärmeenergie über dünne Kunststofffolien auf die Zuluft übertragen. So bleibt die Wärme im Haus, die Luft ist jedoch frisch. Im Sommerbetrieb lässt sich diese Funktion abstellen.

 

Fördermittel für Lüftungsanlagen

Seit 1. März 2011 werden wieder einzelne Sanierungsmaßnahmen über das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren gefördert, so auch der Einbau einer Lüftungsanlage.

Voraussetzung: Die Energiebilanz des Wohngebäudes wird verbessert und technische Mindestanforderungen werden eingehalten. Im Programm 152 fördert die KfW energetische Einzelmaßnahmen mit langfristig zinsgünstigen Krediten in Höhe von bis zu 50 000 Euro pro Wohneinheit. Für diejenigen, die keinen Kredit, sondern einen Zuschuss möchten, gilt das Programm 430. Der Zuschuss wird gewährt für den Kauf eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung sowie für eine umfassende Sanierung, die das Wohneigentum zum KfW-Effi zienzhaus macht. Je nach erreichtem Standard beträgt der Zuschuss bis zu 13 125 Euro pro Wohneinheit. Anträge stets vor Erwerb bzw. vor Sanierungsbeginn bei der KfW stellen! Weitere Infos unter www.kfw.de.

Quelle: Sonderheft 2 / 2011

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