Praxis-Tipp: Wo verlaufen die Stromkabel in der Wand?

Jedesmal, wenn Sie in Ihrer Wohnung ein Loch in die Wand bohren, müssen Sie sich fragen: "Verläuft dahinter vielleicht eine Stromleitung?"Bei fachgerecht verlegten Installationen gibt es feste Zonen, in denen die Stromkabel verlaufen müssen.

Elektrokabel werden senkrecht und waagerecht in definierten Installationszonen verlegt. Bei senkrechten Wandleitungen ist die Zone 20 cm breit und beginnt in einem Abstand von zehn Zentimetern von Fenster- bzw. Türöffnungen oder Ecken.



An Fenstern, zweiflügeligen Türen und Wandecken werden die senkrechten Installationszonen an beiden Seiten angeordnet. Bei einflügeligen Türen ist eventuell nur eine Installationszone vorhanden – sie befindet sich an der Schlossseite der Tür.

Waagerechte Wandleitungen liegen in einer Zone von 30 cm Breite. Neben der oberen und unteren Installationszone gibt es bei Räumen, für die eine Arbeitsfläche vorgesehen ist, noch eine mittlere Installationszone, zum Beispiel in Küchen und Hauswirtschaftsräumen. Die mittlere Zone beginnt in einem Abstand von 100 cm vom Fußboden und ist ebenfalls 30 cm breit.

Für Fußboden und Decke sind keine Installationszonen vorgesehen. Man kann aber davon ausgehen, dass die Leitungen auf dem kürzesten Weg verlegt werden. Im Badezimmer gibt es nur eine obere Installationszone, sie verläuft waagerecht in einem 30 cm breiten Streifen 15 cm unter der Decke. Weiterhin ist das Bad in mehrere Schutzzonen eingeteilt.

 

Schutzzonen im Bad beziehen sich außer bei der Kabelverlegung auch auf Verbraucher. Leuchten in Zone 0 (Wannenbereich Bad und Dusche) müssen wasserdicht sein (IP X7), in Zone 1 und 2 ist Spritzwasserschutz Vorschrift (IP X5, Zone 2: IP X4). In Zone 0 sind maximal 12 Volt, in Zone 1 und 2 maximal 50 Volt zulässig.

 
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