Konnys Tipp der Woche - Amerikanisches Windrad bauen

Auswanderer Konny Reimann hat wieder einen Heimwerker-Tipp für Euch – diesmal: Windrad bauen.

Man kennt Windräder von Farmen oder Bahnstationen aus dem Wilden Westen. Sie sind weithin sichtbar und fördern Wasser oder erzeugen Strom. Wir zeigen Ihnen eine amerikanische Windrad-Version zur Dekoration Ihres Gartens.

Solche Windmühlen kennt Ihr bestimmt aus Westernfilmen, wo sie Farmen oder Bahnstationen mit Wasser oder Strom versorgen. Eigentlich sind sie die direkten Vorläufer moderner Windkraftanlagen, wie man sie heute in meiner alten Heimat, aber auch in Texas findet.

Das wichtigste Hilfsmittel beim Windrad bauen ist eine Schablone, auf der die Eckstützen und Querstreben eingezeichnet sind und mit deren Hilfe Ihr die Turmseiten montiert. Sie hält eventuell verzogene Eckstützen zwischen oberem und unterem Anschlag sicher und gerade fest und hilft, dass beim Verleimen und Pressen der Quer- und Diagonalstützen nix verrutscht.

Hier gehts ins Detail:

Turm/Rotorhaus/Achslager bauen

Flügelrad/Windsegel bauen

Windrad am Boden verankern

Zeichnung und Materialliste

Die Lage der Eckstützen fixieren 10-x-10-mm-Halteleisten, die Ihr links und rechts ihrer Markierung festschraubt. Die Halteleiste der Querstrebe verhindert, dass sie beim Pressen nach unten wegrutscht. Schraub die Leiste erst fest, nachdem Ihr die Strebe mit den Leimflächen von unten zwischen den Eckstützen positioniert habt. Sitzt die oberste Querstrebe, fügt Ihr die Diagonalstrebe ein, dann wiederholt sich der Ablauf mit der mittleren und unteren Querstrebe und der Diagonalen dazwischen. Ist die Seite auf der Schablone fixiert, bis zum Abbinden des PU-Leims pressen. Achtet beim Positionieren der nächsten Seiten darauf, dass die Diagonalstreben so liegen, wie in den Fotos gezeigt – sonst geht die Nummer in die Hose!

 

Video: Windmühle bauen

Sind die beiden ersten Seiten (mit entgegengesetzt verlaufenden Diagonalen!) fertig, stellt Ihr sie in die Schablone und leimt die dritte Seite nach bewährtem Muster dazwischen. Beim Verleimen oben Hilfsstreben einsetzen. Nach dem Verleimen der vierten Seite löst Ihr die ausgeschäumten Kleberreste mit dem Cutter aus den Strebenwinkeln.

Die Positionen der Dübellöcher findet Ihr im Bauplan. Sie dürfen sich in den Eckstützen nicht treffen. Auch die Dübel mit PU-Leim einschlagen. Deren Überstände und eventuelle Papierreste vom Verleimen wegschleifen.

45-mm-Forstnerbohrer sind teuer,  und man sie braucht sie sehr selten. Wenn Ihr Euch nur zum Bohren der Aussparung in der vorderen Stirnplatte des Rotorhauses nicht extra einen zulegen möchtet: Mit der Lochsäge in eine 12-mm-Platte ein 45-mm-Loch schneiden, mit einer 6-mm-Platte verleimen, und schon habt Ihr, wenn ich richtig gerechnet habe, wieder die Wandstärke von 18 mm. Die dünne Platte dann noch mit dem 18-mm-Forstnerbohrer für die Achse durchbohren. Ein echter Meister-Tipp, oder?

Wichtig ist natürlich noch die Oberflächenbehandlung. Damit das Windrad auch lange gut aussieht, lackiert es am besten mit Bootslack, das Rotorhaus auch von innen. Alles mit 120er-Sandpapier anschleifen. Nach dem ersten Anstrich mit 220er-Papier zwischenschleifen und die nächste Lackschicht auftragen. Auch vor der letzten Schicht müsst Ihr nochmal zwischenschleifen.

Windrad am Boden verankern

Wenn Euer Windrad auf einer Wiese steht, montiert am Besten Bodenspieße aus Stahlblech.Diese bekommt man beim Schlosser, wenn man sie sich nicht selber dengelt. Wenn Ihr an der Küste wohnt, wo auch gern mal ´ne steife Brise weht, solltet Ihr sie vielleicht einbetonieren. Oder Ihr nehmt kürzere Anker und biegt sie an den Enden um etwa 90°. Bohrt in die gebogenen Enden Löcher, und dübelt die so entstehenden Laschen auf Beton-Gehwegplatten fest.

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Quelle: selbst ist der Mann

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