Declutter-Ratgeber: aufräumen, ausmisten, entrümpeln

Zimmer aufräumen

Viele von uns kennen und fürchten es seit unserer frühsten Kindheit: Zimmer aufräumen! Dabei ist das mit ein paar einfachen Tricks gar nicht mehr so schwer – und das auch nicht nur im Kinderzimmer.

Frau räumt Küche auf
Zimmer aufräumen: So versinken Sie nicht im Chaos. Foto: Anastasia Nurullina / iStock
Inhalt
  1. Wie oft Zimmer aufräumen?
  2. Küche aufräumen: Wo anfangen?
  3. Wohnzimmer aufräumen
  4. Schlafzimmer aufräumen
  5. Badezimmer aufräumen
  6. Kinder- und Teenager-Zimmer aufräumen

Der Kleiderschrank quillt über, in der Küche ist kaum mehr Platz zum Kochen und das Wohnzimmer ist schon lange nicht mehr wohnlich. Die einzige Lösung lautet da: Zimmer aufräumen – doch das Zimmer aufräumen ist leichter gesagt als getan!

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In unseren Artikeln zum Thema „Decluttering“ und „Ausmisten“ haben wir schon einige allgemeine Tipps bereitgestellt, damit es Ihnen leichter fällt, Ordnung zu schaffen und zu halten. Im Folgenden gehen wir auf einige Besonderheiten der einzelnen Zimmer ein und geben Tipps, wie Sie schnell Ordnung in Ihr Haus und Leben bringen.

Anfangen statt aufschieben – das ist vielleicht die wichtigste Regel im Leben. Und diese gilt und auch beim Aufräumen! Das Video zeigt außerdem, wie Sie beim Entrümpeln endlich den ersten Schritt zu dauerhafter Ordnung machen:

 
 

Wie oft Zimmer aufräumen?

Wie oft Sie welches Zimmer aufräumen müssen, ist ganz individuell und kommt darauf an, wie oft wie viele Menschen das Zimmer für was benutzen. So wird das Badezimmer zwar von allen regelmäßig benutzt, wird aber gleichzeitig eher selten als Abstellkammer missbraucht, wie etwa einige Schubladen in der Küche oder die Oberflächen in anderen Räumen. Planen Sie daher für Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer etwa ein Aufräum-Intervall von einmal wöchentlich ein. Alle anderen Zimmer profitieren davon, wenn Sie einmal im Monat gründlich aufräumen und grob entrümpeln.

Praxistipp: Mit Aufräumen ist nicht das regelmäßige Putzen gemeint, das natürlich wesentlich häufiger stattfinden sollte. Positiver Nebeneffekt: Wenn alle Zimmer aufräumen sind, fällt auch das Putzen gleich viel leichter.

 

Küche aufräumen: Wo anfangen?

Die Küche ist zum Kochen da und gegebenenfalls noch zum Essen. Entsprechend haben hier auch nur Essen und Kochutensilien etwas zu suchen. Die Realität sieht aber leider anders aus.

  1. Abgelaufenes wegwerfen: Abgelaufene Lebensmittel sind natürlich nicht automatisch komplett ungenießbar. Meist ist es jedoch nicht der seit einem Tag abgelaufene Käse, der Platz wegnimmt, sondern die Fertig-Saucen, deren Haltbarkeitsdatum drei Jahre zurückliegt.
  2. Unnötige Utensilien aussortieren: Für die Küche kaufen wir uns meist mehr als nötig ist. Man könnte es schließlich einmal brauchen und dann will man nicht ohne dastehen. Im Laufe der Zeit bürgert sich aber schnell ein, was wir im Alltag tatsächlich brauchen und was nie benutzt wird. Anstatt ewig nach einem Verwendungszweck zu suchen, verschenken Sie die unnötigen Gerätschaften lieber.
  3. Raus mit dem Krempel: Jeder hat diese eine Schublade in der Küche, in der sich alles sammelt, was eigentlich nicht hier hin gehört – Stifte, Kleingeld, Schlüssel und sogar Batterien. Weg damit! Geben Sie den Sachen einen festen Platz in der Wohnung oder schmeißen Sie sie gleich ganz raus.
Unordentliche Schublade
Alles, was keinen festen Platz hat, sollte einen bekommen oder entsorgt werden. Foto: Joe_Potato / iStock

Praxistipp: Hilfreich ist es auch, wenn Sie benutztes Geschirr direkt in die Spülmaschine räumen und es dann an den richtigen Platz stellen. So entsteht erst gar keine Unordnung und es häuft sich nicht so viel Geschirr an.

 

Wohnzimmer aufräumen

Wenn wir an Zimmer aufräumen denken, denken wir meist an das Wohnzimmer, denn hier verbringen wir sehr viel Zeit und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Die einen lesen hier, während die anderen fernsehen und wiederum andere die Hausaufgaben erledigen. Entsprechend fällt hier regelmäßig viel zum Aufräumen an.

  1. Flächen räumen: Couchtisch, Sideboard, Regale – es gibt viele Flächen, die geradezu dazu einladen, etwas auf ihnen abzustellen. Räumen Sie daher zunächst sämtliche Flächen frei von allem, was dort nicht hingehört.
  2. Sparsam dekorieren: Ein Dutzend Couchkissen, mindestens genauso viele Bilderrahmen und dazu noch allen Dekokram, den wir irgendwann einmal geschenkt oder als Spontankauf mitgenommen haben – das wirkt irgendwann unaufgeräumt, selbst wenn jeder Gegenstand seinen eigenen Platz hat. Überlegen Sie daher, welche Deko Sie wirklich wollen und was auch weg kann.
  3. Bücher und CDs ausmisten: Bücher, CDs, DVDs, Blurays – es gibt zahlreiche Gegenstände, von denen wir uns nur ungern trennen. Aber wieso eigentlich? Wie viele Bücher haben Sie im Regal stehen, die Sie nie wieder lesen wollen? Wie viele Filme und Lieder haben Sie mittlerweile in deren digitalen Versionen?
 

Schlafzimmer aufräumen

Das Schlafzimmer aufräumen hat für viele Menschen keine Priorität. Schließlich muss man dort nur schlafen und Gäste sehen das Zimmer nur selten. Dabei ist ein aufgeräumtes Zimmer förderlich für einen erholsamen Schlaf.

  1. Bett machen: Es klingt wie das Mantra unserer Mütter: „Mach dein Bett!“ Doch ein gemachtes und frisch bezogenes Bett sorgt gleich dafür, dass das Zimmer viel ordentlicher aussieht. Und so sinnlos es wirken mag, das Bett zu machen, wenn wir es den ganzen Tag nicht sehen und uns abends doch wieder reinlegen – es ist doch gleich ein komplett anderes und besseres Gefühl sich in ein gemachtes Bett zu legen.
  2. Nachttisch räumen: Neben der einen Krimskramsschublade in der Küche, ist der Nachttisch wohl der Ort, in dem sich am meisten herrenloser Krempel ansammelt. Schmeißen Sie daher regelmäßig alles raus, was Sie nicht vor, nach oder während des Schlafens benötigen.
  3. Kleiderschrank aufräumen: Der Endgegner beim Aufräumen, dabei muss es gar nicht so schwer sein. Da der Schrank voller Kleidung dennoch immer besonders viel Aufmerksamkeit erfordert, haben wir dem Aufräumen des Schranks gleich einen eigenen Artikel gewidmet.
 

Praxistipp: Wer kennt nicht den Stuhl, auf dem Kleidung, die noch sauber ist, geworfen wird? Um etwas mehr Ordnung im Haushalt zu schaffen, sollten Sie den Stuhl regelmäßig freimachen und die Sachen in die Wäsche werfen.

 

Badezimmer aufräumen

Das Badezimmer wird eher selten aufgeräumt, da sich hier auch selten Kram ansammelt, der dort nicht hingehört, dennoch haben wir einige Tipps, die das Badezimmer aufräumen erleichtern:

  1. Abgelaufene Produkte: Produktreste und abgelaufene Kosmetika finden sich in Badezimmern zuhauf. Auch hier gilt: Was nicht mehr benutzt wird, kann weg.
  2. Handtücher zusammenlegen: Handtücher haben wir eigentlich immer zu viele und gleichzeitig nie genug. Das Problem wird jedoch nur noch schlimmer, je unordentlicher wir die Handtücher zusammenlegen. Praxistipp: Rollen Sie die Handtücher zusammen und stellen Sie sie in eine Kiste, die dann platzsparend im Badezimmerschrank oder auf ein Regal verschwinden kann!
  3. Kleinkram ordnen: Im Badezimmer findet sich jede Menge Kleinkram. Damit der nicht unsortiert im Badschrank umherfliegt, sorgen kleine Kisten oder Organizer für einen besseren Überblick.

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Kinder- und Teenager-Zimmer aufräumen

Ist ein Kinderzimmer eigentlich jemals aufgeräumt? Meist nicht und das muss es ja auch gar nicht penibel sein. Doch wer nicht aufräumt, weiß irgendwann gar nicht mehr, was er alles zu spielen hat. Dann tritt im vollen Kinderzimmer das gleiche Phänomen ein, wie bei den Eltern vor vollen Kleiderschränken: „Ich habe nichts zu spielen/anziehen.“

  1. Transparente Spielzeugkisten: Unordentlich wird es beim Spielen sowieso, da muss es davor nicht auch schon im Chaos enden. Damit auf einem Blick klar ist, was sich in welcher Kiste befindet, sind transparente Kisten eine schöne Ordnungsidee. So muss nicht jede Kiste ausgeschüttet werden, um an das gewünschte Spielzeug zu kommen.
  2. Regelmäßig ausmisten: Kinder entwachsen ihren Spielsachen besonders schnell. Etwa einmal im Jahr sollten sie daher mit Ihrem Kind überlegen, was wegkann. Um den Abschied zu erleichtern, sollten Sie das Spielzeug spenden und Ihrem Kind früh klarmachen, dass sich ein anderes Kind sehr über das Spielzeug freuen würde, was bei Ihnen nur ungenutzt in der Ecke liegt.
  3. Wunschlisten machen: Meist sind es gar nicht die Eltern, die dafür sorgen, dass das Kinderzimmer aus allen Nähten platzt. Es sind die lieben Verwandten, die zu Weihnachten, Nikolaus, Ostern und jedem Geburtstag neue Spielsachen anschleppen. Um dem entgegenzuwirken, machen Sie einen Wunschzettel, mit den Dingen, die Ihr Kind wirklich gebrauchen kann.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Kind helfen. So lernen auch kleine Kinder Ihr Zimmer in Ordnung zu halten.

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