Zeckenrisikogebiet Hier verbreiten Zecken gefährliche Krankheitserreger

Wer viel in der Natur unterwegs ist, sollte vorher prüfen, ob er sich in einem Zeckenrisikogebiet befindet: Falls ja, sollten Sie sich unbedingt vor einem Zeckenbiss schützen und am besten gegen FSME impfen lassen.

Denn die gefährliche Hirnhautentzündung, die durch Zecken übertragen wird, ist konventionell nicht behandelbar. Daher warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) sprachlich korrekt vor FSME-Risikogebieten.

Die Anzahl der Landkreise, die als Zeckenrisikogebiete ausgewiesen werden, steigt. Bayern und Baden-Württemberg sind komplett betroffen, Richtung Norden sinkt das Risiko, sich über einen Zeckenbiss mit FSME zu infizieren. Aber selbst das Emsland zählt seit 2019 zum FSME-Risikogebiet, wie diese FSME-Risikokarte des RKI verdeutlicht

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Zecken

In der warmen Jahreszeit sind Zecken besonders aktiv: So schützen Sie sich vor Zecken

Praxistipp: Wer in einem Hochrisikogebiet für FSME lebt oder Urlaub macht, sollte rechtzeitig an eine Impfung gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis denken. Diese besteht aus drei Einzeldosen und muss alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden. Gegen die Erreger der Borreliose, die ebenfalls von Zecken (auch außerhalb der genannten Risikogebiete) übertragen werden können, steht noch kein Impfstoff zur Verfügung. Borreliose kann aber mit Antibiotika behandelt werden.

 

Wo sind Zeckenrisikogebiete?

Die Karte des Robert-Koch-Instituts zeigt es klar auf einen Blick: In 156 Stadt- und Landkreisen ist das Risiko einer FSME-Erkrankung nach einem Zeckenbiss besonders hoch. Aber es gibt noch viele weitere Gegenden in Deutschland, in denen ebenfalls eine Häufung von FSME-Erkrankungen gemeldet werden: Auch in Mecklenburg-Vorpommern, in weiten Teilen Hessens, rund um Hannover sowie im Süden von Niedersachsen und Brandenburg mehren sich die gemeldeten FSME-Infektionen! Diese Regionen werden damit zu Anwärtern für neue Zeckenrisikogebiete.

Zeckenrisikogebiet
Foto: Henrik Larsson / Shutterstock

Wurden 2016 noch 546 FSME-Infektion gemeldet, stieg die Zahl 2018 auf 583 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis. Der Trend wird angesichts der klimatischen Veränderungen, die die Verbreitung der Zecken begünstigen, auch weiterhin anhalten, warnen Experten.

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