Wildverbiss verhindern So schützen Sie Ihre Pflanzen vor Wildtieren

Rehe und Hasen kann man in ländlicheren Regionen auch im Garten entdecken. So spannend wie das Beobachten der Tiere ist, so ärgerlich ist es, wenn man dann Wildverbiss an Pflanzen findet. So können Sie Wildverbiss verhindern.

Rehe können in Gärten an Pflanzen große Schäden anrichten.
Rehe können in Gärten an Pflanzen große Schäden anrichten. Foto: iStock / Andyworks
Inhalt
  1. Was ist Wildverbiss?
  2. Wildverbiss erkennen
  3. Was hilft gegen Wildverbiss?

Noch vor ein paar Wochen wurde der junge Baum eingepflanzt, heute steht dort nur noch ein abgefressener Stamm. Das Blumenbeet war übersäht von bunten Pflanzen, jetzt ist es umgegraben. Ja, Tiere wie Rehe, Hasen und Co. sind toll anzusehen, aber über den Wildverbiss am nächsten Tag freut sich kein Gärtner. Deswegen haben wir hier Tipps zusammengefasst, mit denen Sie Wildverbiss vermeiden können.

 

Was ist Wildverbiss?

Ein Verbiss ist das Abbeißen von Knospen und Zweigen. Auch das Abnagen der zarten Rinde junger Bäume ist ein häufiges Schadensbild. Dieser kann durch Nutztiere wie Schafe und Ziegen entstehen oder durch Wildtiere wie Rehe, Wildschweine oder Hasen. Wenn der Verbiss von einem Wildtier stammt, nennt man das ganze Wildverbiss. Ein Wildverbiss ist immer dann ärgerlich, wenn die Pflanzen beschädigt werden und dadurch langsamer wachsen, absterben oder anfälliger für Pilze und Pflanzenkrankheiten sind.

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Praxistipp: Neben dem Wildverbiss gibt es auch noch Schürfungen. Das passiert z. B. dann, wenn Hirsche ihre Geweihe an den Bäumen schubbern.

 

Wildverbiss erkennen

Ein Wildverbiss ist nicht immer eindeutig zu erkennen. Dafür muss man sich den Verbiss genauer angucken. Oftmals erkennt man ihn daran, dass der abgebissene Zweig ausgefranst und gequetscht ist. Von manchen Wildtieren werden die Zweige aber auch schräg und ohne eine Quetschung abgebissen. Daher ist es oft schwierig zu erkennen, um welches Tier es sich handelt. Bei Schürfungen erkennt man ganz klar, dass die Rinde abgeschürft wurde.
Praxistipp: Gerade im Januar befinden sich viele Wildtiere auf der Suche nach Futter. Was Sie alles im Garten im Januar beachten sollten, erfahren Sie im Gartenkalender >>

 

Was hilft gegen Wildverbiss?

Doch wie kann man seine Pflanzen vor Wildverbiss schützen? Damit Wildtiere Ihre Pflanzen nicht beschädigen gibt es viele Maßnahmen. So soll es angeblich helfen, ungewaschene Schafswolle im Garten zu verteilen oder Buttermilch auf die Pflanzen zu sprühen. Oftmals helfen diese Maßnahmen aber nur kurz, da der Geruch schnell verfliegt. Spätestens beim nächsten Regenschauer ist dann auch die Buttermilch abgewaschen. Daher müssen langfristige Maßnahmen ergriffen werden.

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Eine einfache Methode ist es, wenn man verhindert, dass die Wildtiere in den Garten kommen. Dafür müsste man aber sein komplettes Grundstück umzäunen. Wer das nicht möchte, hat aber auch noch andere Möglichkeiten. So gibt es z. B. Manschetten, die einfach um den Stamm gewickelt werden. Diese werden meist bei jungen Bäumen angewendet, da diese einen dünneren Stamm haben. Bei dickeren Stämmen kann man Schilfrohrmatten um den Stamm binden. Diese Maßnahmen sind effektiv, wenn Sie Rehe im Garten haben. Bei Hasen helfen Jute und Bast, die Sie um den Stamm wickeln können. Das hilft übrigens auch, wenn Sie bereits Wildverbiss entdeckt haben. So werden die Wunden am Baum verschlossen und Pilze dringen nicht so einfach ein. Ansonsten gibt es noch Mittel aus dem Baumarkt, die man an den Baum pinselt. Dazu zählt z. B. auch ein Weißanstrich. Die Rinde wird für die Tiere ungenießbar.

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