Vogelfutterstelle DIY: Birdfeeder aus alter Tasse basteln

In den kalten Wintermonaten wird die natürliche Futtersuche für Vögel zur großen Herausforderung. Mit einer selbstgebastelten Vogelfutterstelle helfen Sie den Vögeln über den Winter und können die Tiere nebenbei aus nächster Nähe beobachten – ein wahres Naturerlebnis!

Inhalt
  1. Bastelanleitung: Upcycling-Vogelfutterstelle
  2. Welches Vogelfutter sollte in den Birdfeeder?
  3. Wann sollte man einen Birdfeeder aufhängen?
  4. Wo sollte man die Futterstelle für Vögel anbringen?

Ob auf dem Land oder in der Stadt – ist der Boden schneebedeckt oder gar gefroren, haben Standvögel es bei der Suche nach Futter nicht leicht. Mit dem selbstgebastelten Birdfeeder helfen Sie den Vögeln beim Überwintern – das geht schnell und ist kinderleicht!

 

Bastelanleitung: Upcycling-Vogelfutterstelle

Für den Upcycling-Birdfeeder benötigen Sie nur wenige Bastelmaterialien – das meiste haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause. Statt des Geschenkbandes können Sie auch einfaches Paketband oder eine andere Schnur verwenden.

Materialliste
  • Alte Tasse + Untertasse
  • Geschenkband
  • Schere
  • Heißklebepistole
  • Vogelfutter

Finden Sie zuerst die richtige Position der Tasse auf der Untertasse. Möchten Sie die Vogelfutterstation in einen Baum hängen, achten Sie vor allem auf das ideale Gleichgewicht! Praxistipp: Um sicherzugehen, dass die Tasse an der richtigen Stelle positioniert ist, können Sie sie mit etwas beidseitigem Klebeband ,probekleben' bevor Sie zur Heißklebepistole greifen! Wenn Sie die Vogelfutterstation dann vorsichtig am Band hochheben, sollte das Futter nicht runterfallen. Alternativ können Sie den selbstgebastelten Birdfeeder aber auch katzensicher im Garten aufstellen.

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Welches Vogelfutter sollte in den Birdfeeder?

Vogelfutter ist nicht gleich Vogelfutter – die verschiedenen Arten bevorzugen unterschiedliche Nahrung. Möchten Sie also eine ganz bestimmte Vogelart anlocken, sollten Sie das von dieser bevorzugte Futter bereitstellen. 
Grundlegend unterscheidet man bei Vogelarten zwischen drei Ernährungsweisen: 

  1. Die Körnerfresser: die Vogelarten dieser Kategorie besitzen kräftige, dicke und kurze Schnäbel und bevorzugen körniges Futter, bestehend aus Kernen und Samen wie Sonnenblumenkernen, Hanfsamen, Maiskörnern, gehackten Nüssen oder Haferflocken. Dazu zählen zum Beispiel alle Finkenarten, Meisen, Sperlinge oder Kleiber. Je nach Vogelart unterscheiden sich spezifischere Vorlieben sowie die bevorzugte Größe der Körner.
  2. Die Weichfutterfresser: diese Nahrung bevorzugen insbesondere Vogelarten mit dünnen, eher zierlichen Schnäbeln. Möchten Sie Vogelarten wie Rotkehlchen, Spechte, Amseln oder Stare füttern, können Sie Ihre Futterstation mit Äpfeln, Rosinen, Mehlwürmern oder getrocknetem Obst füllen. Auch bei den Weichfutterfressern sind artenspezifische Vorlieben bekannt.
  3. Die Allesfresser (oder Mischfresser): dieser Futtertyp zeichnet sich durch seine hohe Flexibilität bei der Nahrungsaufnahme aus. Die Vogelarten wie einige Spechte oder Meisen, Dohlen und Elstern verzehren sowohl tierische als auch pflanzliche, harte und weiche Nahrung.

Sie können mit Kokosöl aber auch ganz einfach eigenes Vogelfutter – ob für Weichfutter- oder Körnerfresser herstellen. Lediglich die jeweiligen Zuaten (weiche wie Rosinen, Beeren oder Mehlwürmer oder harte wie Nüsse und Körner) müssen Sie anpassen. Das Video zeigt, wie Sie einfach und schnell Ihr eigenes Vogelfutter mischen können: 

 

Praxistipp: Bei allen Unterschieden, sind sich die meisten Vogelarten – unabhängig des Futtertypen – in einem Punkt einig: Sie lieben Fettfutter! Fetthaltige Bestandteile im Vogelfutter dienen den Vögeln als Energielieferant, so bieten sich bei Körnerfressern vor allem Nüsse oder ölhaltige Saaten wie Hanf an.

 

Wann sollte man einen Birdfeeder aufhängen?

Bei der Frage, ob man Vogelfutterstationen nur zu den kalten Jahreszeiten oder doch rund um das Jahr aufstellen sollte, scheiden sich noch immer die Geister. Befürworter:innen der Ganzjahresfütterung erhoffen sich damit ein Entgegenwirken gegen das zunehmende Artensterben in Deutschland, Kritiker:innen meinen, dass insbesondere in der Jungenfütterungszeit (April-Juli) das falsche Futter negative Auswirkungen auf die Aufzucht von Jungvögeln haben kann. Was heißt das also? Von November bis Februar können Sie Futterstationen für Vögel ohne jegliche Bedenken aufstellen. Entscheiden Sie sich für eine ganzjährige Futterstation, so gilt es Folgendes zu beachten:

  • Wählen Sie das richtige Futter aus: insbesondere in den Monaten der Jungenfütterung sollten Sie auf fettreiche Nahrung in den Vogelfutterstellen verzichten! Statt Sonnenblumenkernen und Erdnüssen, sollten Vögel vor allem tierische Nahrung wie Insekten oder Würmer vorfinden.
  • Achten Sie besonders auf die Hygiene: bei warmen Temperaturen ist die Gefahr, dass sich Salmonellen, Parasiten oder andere Krankheitserreger im Futter finden und dann auf Vögel übertragen werden, deutlich höher. Deshalb sollte die Vogelfutterstelle regelmäßig gesäubert werden! Bei kaltem und insbesondere nassem Wetter muss das Futter ebenfalls geschützt und notfalls ausgetauscht werden, denn feuchte Nahrung wird schnell faul.
  • Behalten Sie eine Regelmäßigkeit bei: vor allem wenn Sie sich für eine ganzjährige Fütterung entscheiden, sollten Sie die Futterstelle regelmäßig (am besten abends) auffüllen. Möchten Sie die Vögel irgendwann nicht mehr füttern, empfiehlt sich eine langsame Reduzierung des Futters, damit sich die Tiere daran gewöhnen können und nach alternativen Futterquellen Ausschau halten können. 
  • Stoppen Sie die Fütterung, wenn Sie tote oder kranke Vögel in Ihrem Garten entdecken: insbesondere gefährliche Parasiten führen bei einigen Vogelarten unweigerlich zum Tode. Bebachten Sie einen toten Vogel nahe der von Ihnen aufgestellten Futterstelle, sollten Sie die Fütterung dann trotz der großen Umstellung für die regelmäßigen Besucher einstellen!

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Wo sollte man die Futterstelle für Vögel anbringen?

Wer eine Vogelfutterstelle selbst bastelt und im Garten platziert, möchte den Tieren nur Gutes tun – das kann allerdings auch gewaltig schieflaufen, wenn der Futterplatz falsch gewählt ist. Achten Sie darauf Ihre Vogelfutterstation in einer Höhe anzubringen, die für Hunde, Katzen und andere Raubtiere nicht erreichbar ist – ab etwa 1,7 Meter sind die Vögel sicher. Achtung: Ein Grund, warum keine Vögel zu Ihrer Futterstelle an Balkon oder Terrasse kommen, kann Ihr Haustier sein. Da reicht es schon aus, wenn Vögel Hund oder Katze durch die Fensterscheibe sichten! 
Zudem sollte die Stelle den Vögeln – trotz entsprechender Höhe – eine gute Übersicht über das Umfeld bieten. Bestenfalls sollte ein Birdfeeder schnelle Fluchtmöglichkeiten bieten, also zum Beispiel in der Nähe von Bäumen oder Hecken positioniert sein. Beachten Sie zusätzlich den Anflugweg der Tiere – es sollten sich keine schwierigen Hindernisse rund um die Futterstelle befinden!

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