Vogel des Jahres Vogel des Jahres 2020: Die Turteltaube

Bereits seit 1971 wird der "Vogel des Jahres" prämiert: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) waren damit die ersten, die durch die jährliche Proklamation eines Vogels des Jahres auf die Gefährdung der Tiere und ihrer Lebensräume aufmerksam gemacht haben.

Die Wahl zum Vogel des Jahres hat immer auch einen tragischen Aspekt: Der Ehrung geht in aller Regel eine starke Dezimierung der Vogelart in freier Wildbahn voraus! Weil der Mensch den Lebensraum der Vögel zerstört und natürliche Habitate einer Vogelart verschwinden, sind die zum Vogel des Jahres gewählten Arten bereits stark in ihrem Bestand reduziert oder sogar akut vom Aussterben bedroht.

 

Mehrfach ausgezeichnet: Vogel des Jahres

Trotzt der Aufmerksamkeit, die mit der Wahl zum Vogel des Jahres verbunden ist, und dem gesteigerten Bewusstsein für Artenschutz und Artenvielfalt, bleiben viele Vogelarten weiterhin gefährdet. So ist es in der Geschichte des "Vogels des Jahres" bereits mehrfach vorgekommen, dass ein und dieselbe Art erneut gekürt wurde: wie etwa der Weißstorch (1984, 1994), der Eisvogel (1973, 2009) und im letzten Jahr die Feldlerche (1998, 2019). Die erneute Wahl der Feldlerche wird explizit damit begründet, dass seit der ersten Wahl 1998 mehr als jeder vierte Vogel aus Deutschland verschwunden ist.

Eine komplette Liste "Vogel des Jahres" – seit 2000 einheitlich für Österreich – finden Sie hier >>

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