Taglilien Hemerocallis – pflegeleichter als echte Lilien

„Karl Foerster hat die Taglilie mal als „Blume des intelligenten Faulen“ bezeichnet: Und in der Tat ist die Taglilie echten Lilien in puncto Pflegeleichtigkeit haushoch überlegen!

Taglilien Staude des Jahres 2018
© philsimaging / pixabay

Dabei steht die Hemerocallis mit ihren schimmernden Blütentrichtern und dem eleganten grasartigen Laub ihrer Namensverwandten und anderen Prachtstauden an Sachen Attraktivität in nichts nach! Auch deswegen wählte der Bund deutscher Staudengärtner die Taglilie zur Staude des Jahres 2018.

Taglilien gibt es in einer schier unüberblickbaren Sortenvielfalt: Die Amerikanischen Hemerocallis Gesellschaft listet über 81.000 Sorten auf! Große oder kleine Blüten, schlanke oder breite – in unzähligen Farbtönen und teilweise mit Duft. Die Farbpalette reicht ab Ende Mai von Weiß über Gelb-, Orange-, Rot- und Violetttöne bis hin zu mehrfarbigen Sorten. Die Blüten mancher Sorten erreichen eine Größe von sagenhaften 20 cm, andere Taglilien bezaubern mit niedlichen 4 cm kleinen Blüten, die übrigens nur einen Tag blühen! Daher der Name, der sich von den griechischen Wörtern hēméra (= Tag) und kállos (= Schönheit) ableitet, weiß die wikipedia über Taglilien zu berichten. Dass jede einzelne Taglilienblüte nur einen Tag lang hält, fällt angesichts der überwältigenden Blütenfülle der Hemerocallis nicht auf.

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Taglilien pflegen

Taglilien gedeihen am besten auf nährstoff- und humusreichen, frischen bis feuchten Böden – wie sie es aus ihrer ostasiatischen Heimat gewohnt sind. Hemerocallis wachsen auch im Halbschatten – allerdings bildet die Pflanze an vollsonnigen Standorten deutlich mehr Blütenknospen. Auf Trockenheit reagiert die Taglilie empfindlich: Daher rechtzeitig gießen!

Beste Pflanzzeit für Taglilien sind das Frühjahr und der Herbst. Setzen Sie die Pflanzen nicht zu dicht – vier Taglilien pro Quadratmeter genügen –, denn die Taglilie bildet weit überhängende Blätter. Praxistipp: Beim Anpflanzen kräftig angießen! Nach einer ordentlichen Portion Dünger im Frühjahr benötigt die robuste und winterharte Taglilie keine weitere Pflege mehr.

Weil die Pflanzen eifrig unterirdische Tochterknollen bilden, wachsen unterirdisch schnell gewaltige Horste heran. Diese können Sie im Frühjahr teilen, um die Ausbreitung der Pflanze einzudämmen. Um die Blühfreudigkeit zu erhalten, ist das Abstechen der Wurzelballen indes nicht zwingend erforderlich.

 

Hemerocallis zum Naschen

Ein besonderer Leckerbissen für Pflanzenfreunde: Die Blüten der Taglilien sind (in Maßen genossen) essbar! Ihre Blütenblätter sind schön knackig und schmecken je nach Sorte sehr unterschiedlich, teils mit einem scharfen, senfartigen Geschmack – ideal als Topping für sommerliche Salate und Bowls!

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