So putzt die Welt Mit Hüftschwung zum sauberen Zuhause

Fenster putzen, Staubsaugen, Boden wischen – die Hausarbeit zählt nur bei den wenigsten zu den beliebtesten Aufgaben. Das ist nicht nur bei uns in Deutschland so, wie eine neue Studie zeigt.

Inhalt
  1. Die Putzdauer variiert von Land zu Land
  2. So macht Putzen sogar Spaß
  3. Deutsche nutzen gern elektrische Helfer beim Hausputz

Immerhin: Im weltweiten Vergleich liegt Deutschland bei der Nutzung von elektrischen Putzhelfern und Hausmitteln ganz vorne – aus Faulheit oder Cleverness? So versüßen sich die Deutschen die Hausarbeit ...

 

Die Putzdauer variiert von Land zu Land

Durchschnittlich wird im weltweiten Vergleich pro Woche 2:10 Stunden gereinigt. Während die Deutschen nur wenige Minuten über diesem Wert liegen (pro Woche 2 Stunden und 17 Minuten), hebt sich Spitzenreiter Russland mit der höchsten Putzzeit von 3:05 Stunden deutlich vom Durchschnitt ab. In Japan hingegen wird mit etwas mehr als einer Stunde deutlich weniger Zeit auf die Hausarbeit verwendet.

Auch regional fallen die Ergebnisse verschieden aus: Die Berliner putzen mit über drei Stunden deutschlandweit am längsten, gefolgt von den Bewohnern aus Baden-Württemberg mit 2:32 Stunden. Bei den verbleibenden Bundesländern herrscht mit Werten zwischen 2:13 Stunden und 2:17 Stunden Einigkeit in Sachen Putzdauer – mit Ausnahme von Thüringen und Sachsen: Hier wird im Mittel nur zwei Stunden der Besen geschwungen. Überraschend: Deutschlandweit putzen Frauen im Schnitt pro Woche 14 Minuten länger als Männer. Arbeiten sie wirklich langsamer als die Männer – oder einfach gründlicher?

Sonstiges Putzstudie
Wahrheit trifft Klischee: Männer putzen deutlich weniger

Männer putzen in deutschen Haushalten deutlich weniger als ihre Partnerinnen, das zeigt eine neue Umfrage

 

So macht Putzen sogar Spaß

Getreu dem Motto „das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden“ versüßt sich die Mehrheit der Deutschen (70 Prozent der Befragten) die Hausarbeit mit der passenden Hintergrundmusik. Ein genauer Blick auf Deutschland zeigt, dass vor allem bei den 18- bis 34-Jährigen die musikalische Untermalung während des Putzens hoch im Kurs steht – bei über 80 Prozent spielt Musik eine Rolle. Im Ortsvergleich ist die Hauptstadt deutscher Spitzenreiter: 78 Prozent der befragten Berliner putzen im Takt der Musik. Mit 62 Prozent ist diese Art der Ablenkung in Thüringen und Sachsen nicht ganz so stark verbreitet. Knapp ein Viertel hingegen verzichtet gänzlich auf Nebenbeschäftigungen und konzentriert sich ausschließlich auf die zu bewältigenden Aufgaben im Haushalt.

 

Beim Erfolg ihrer Arbeit sind die Deutschen aber (selbst-)kritisch: Nur 21 Prozent der Deutschen geben an, ihr Fußboden sei sauber genug, um von ihm zu essen. Besonders strikt ist man hier in Berlin: 27 Prozent der Hauptstädter finden ihren Boden nicht sauber genug für ein Picknick auf den Fliesen.

 

Deutsche nutzen gern elektrische Helfer beim Hausputz

Um im Handumdrehen zu einem sauberen Ergebnis zu kommen, setzen Männer und Frauen gleichermaßen auf Hilfsmittel. In Sachen elektrische Putzgeräte liegt Deutschland im internationalen Vergleich ganz vorne: Für vier von fünf Personen spielt die technische Unterstützung eine große Rolle. Akku-betriebene Fenstersauger zum Beispiel werden von Männern und Frauen gleich häufig gekauft – wer sie dann nutzt, verrät die Studie allerdings nicht.

Technik allein ist aber nicht alles, denn in deutschen Haushalten erfreuen sich auch Besen, Bürste, Mopp und Co. großer Beliebtheit (85 Prozent). Außerdem greift die Hälfte der Deutschen gerne auf klassische Hausmittel wie Backpulver, Essig und Zitrone zurück. Am verbreitetsten ist deren Verwendung mit 61 Prozent in Bayern.

 

Übrigens, so sieht die Zukunft des Putzens aus: Moderne Geräte wie Staubsaugroboter kämpfen sich ihren Weg in die Herzen und Haushalte – während sie in Deutschland sowie im internationalen Vergleich ungefähr 17 Prozent ausmachen, gaben 38 Prozent der Befragten in China an, einen solchen fleißigen Helfer zu nutzen. 

Zur Studie: Die verwendeten Daten beruhen auf Online-Umfragen von Research Now im Auftrag von Kärcher, an denen insgesamt 9.125 Personen teilnahmen. Die Basen für die Frage der Putzdauer fallen geringer aus, da die Mittelwerte ohne die höchsten und niedrigsten 3 Prozent berechnet wurden. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die brasilianische, chinesische, deutsche, französische, britische, japanische, polnische, russische und US-amerikanische Bevölkerung zwischen 18 und 65 Jahren.

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